Einerseitz ist es aber auch ganz interessant, dass unsere Meinungen in einem solchen Thema derartig außeinander gehen.
Andererseits hat wohl jeder ein bischen Recht, aber es scheint mir falsch, die Aussagen mit den privaten Handlungen der aussagenden Person zu entwerten.
Fals das falsch verstanden wurde: ich wollte nicht die theoretische Welt der Berufsgenossenschaft oder der Gesetzgebung beschwören, aber wie MichaP schon sagte: es sollte eine gewisse Vorbildfunktion da sein... Das unterscheidet den Bergbauforscher, der bewusst oder unbewusst, z.B. aufgrund fehlender Jurakenntnisse Ordnungswiedrigkeiten begeht von einem Bundestagsabgeordneten, der der Legeslative angehört...
Der Unterschied zwischen einem unbekannten Loch im Wald und dem, wo man viele viele (teils fanatisch) Interessierte hinlockt sollte jedem bekannt sein. Von den Zeitfenstern mal ganz abgesehen.
Deutlich: Angesichts des Publikums, der Frostverhältnisse war/ist die Absperrung unzureichend, dem Baggerfahrer wird sicher nichts passieren, aber evtl. Leuten die ohne PSA reingehen - wie Bürgermeiset H. (Das Rot-Weiß-Band ist meines Wissens nach nicht als Absperrmittel zugelassen.)
Das soll auch keine Panikmache sein, aber wir propagieren vernünftiges Einschätzen von Restrisiken - bei der Bergbauforschung - was nicht zur Verharmlosung von der Gefahr bei Tiefbauarbeiten führen darf. Verschüttet zu werden ist da nämlich eine häufige und sehr unschöne Unfallursache

. Friedhelm kann mir dies evtl. bestätigen.
Trotzdem muss ich auch den kritischen Standpunkt zur (unarchäologischen) Vorgehensweiße verteidigen:
a - Ich würde von mir nie behaupten auch nur annähernd nach anerkannten/gesetzlichen Vorgehensweisen zu arbeiten, verlange es aber trotzdem von Leuten, die es in derartiger medialer Öffentlichkeit, bei der Suche nach evtl. bedeutenden historischen Objekten und möglicherweiße mit Zuhilfenahme öffentlicher Mittel tun.
b - Zeigt die Art und Weiße (mündlicher Hinweiß, buddeln, nichts finden, Pause, "untersuchung", buddeln, Gasmaske, Todesdrohung, Pause, buddeln, Untersuchung usw.) so wie die Aussagen (teils wiedersprüchlich und absolut unfachlich - "Schatzlabirynth"), dass vorwiegend ein komerzieller Gedanke dahinter steckt.
c - Es sollte es tatsächlich eine umfangreichere Recherche nach derartigen Gütern geben, aber wie schon jemand erwähnte: Wenn diese Art Schule macht, dann Gute Nacht.
@ Andi P: Wenn man was findet und dabei: eine Sprengfalle auslöst(

), mit dem Bagger die Hälfte kaputt macht oder auch nichts passiert wird die seriöse Hälfte der Archäologen trotzdem mit dem Kopf schütteln, klar einige Tageszeitungen werden H. zum neuen Indyana machen - ganz toll. Aber dann wird wenigstens wieder mal die große, teure Kaue voll...
@Horst, das ganze zieht sich inzwischen über Jahre Hinweg, es wird auch jetzt nichts über Nacht geschehen. Ich habe nicht den Einblick in die Materie und nichts ist ausgeschlossen, aber es gibt weltweit einige sehr interessierte Schatzsucher, denen u.a 2 Sachen zur Verfügung stehen: Geld und Informationen. Wenn die Ecke so brisant wäre, hätte man nach der Wende sicher günstig Flächen kaufen und untersuchen können...
friedlich, niemand persönlich angreifend und Bagger fahrend,
hungerlieb