Im Wochenspiegel des Mittleren Erzgebirgskreises Nr. 08 vom 21. Februar 2007 war folgendes zu lesen:
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MdB und Senioren auf „Schatzsuche“ im Erzgebirge
Heinz-Peter Haustein verweist auf immerhin insgesamt zwei Billionen verschwundener Kunstgegenstände
Deutschneudorf / Flöha (ULB). Mitte nächsten Monats wird die Suche nach versteckten Kunstschätzen des Zweiten Weltkrieges im erzgebirgischen Schweinitztal nun neun Jahre alt.
In Zusammenhang dessen ist in der Region bereits ein schönes Besucherbergwerk entstanden und der spiritus rector der Aktion, Unternehmer und Bürgermeister Heinz-Peter Haustein, sitzt nun gar im Deutschen Bundestag. Doch trotz seiner Mehrfachbelastung findet der 53-jährige FDP-Politiker auch noch Zeit für die Menschen bzw. Fans an der Basis. So wie am 12. Februar, als Haustein vor etwa 30 Gästen in der Seniorenwohnanlage der Volkssolidarität referierte. Der Bundestagsabgeordnete gab dabei in seiner unnachahmlichen Art und Weise eine Rückschau auf das spannende Geschehen um Deutschneudorf und seiner Gewissheit darüber Ausdruck, dass dort „etwas Wichtiges“ verborgen wurde. Einige wichtige Beweise dafür hatte Haustein gleich – als Kopien – mitgebracht: Drohbriefe an die Gemeindeverwaltung und ihn selbst. Auch, dass damals nur drei Tage nach dem Bekanntwerden der Geschichte der internationale Schatzsucher Helmut Gaensel aus Miami ins Schweinitztal geeilt kam, sei schon Indiz genug.
Insgesamt seien aus der Kriegszeit sage und schreibe zwei Billionen verschwundene Kunstgegenstände nie wieder aufgetaucht. Im Mittelpunkt der Aktivitäten im Schweinitztal stehe aber nach wie vor die Lokalisierung und Öffnung des zweiten Eingangs zum Stollenlabyrinth der Morgenröthe-Fundgrube in Deutschkatharinenberg. Seltsamerweise konnte dieser trotz vielfältiger Recherchen und technischer Suchen in acht Jahren einfach nicht lokalisiert werden. Haustein hofft natürlich immer wieder auf neue Zeitzeugen oder Bekannte derer – Ob nun in Flöha im Publikum einer saß?
Zumindest meldete sich ein 80-Jähriger, der als Soldat den Untergang von Königsberg in Ostpreußen miterlebte. Im Königsberger Schloß gab es bekanntlich von alters her ein Bernsteinkabinett, als auch von 1942/44 das weltberühmte Bernsteinzimmer. Königsberg fiel nach mehrmonatiger Belagerung Anfang April 1945 und wurde später der UdSSR zugesprochen. Wie der größte Teil der Stadt wurde auch das Schloss im Siegestaumel durch die Rote Arme gebrandschatzt. Das Bernsteinzimmer war zum Glück bereits nach dem englischen Bombenangriff im August 1944 zunächst nach Burg Lochstädt in Ostpreußen und dann an einen bis heute geheimen Ort in Mitteldeutschland verbracht worden.
MdB Heinz-Peter Haustein hatte in Flöha natürlich noch viele Fragen zu beantworten, und signierte das Buch „Das Bernsteinzimmer im Fortunastolln zu Deutschneudorf?“ Auf Grund des großen Interesses wird er demnächst einen ähnlichen Vortrag vor Senioren in Freiberg halten.
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Links unterhalb des Textes befindet sich noch ein Foto, auf dem man zwei Personen mit gelber Bauarbeitergummijacke, gelben Helm, gelben Gummistiefeln sieht, die in einer Strecke stehen. Das Wasser in der Strecke reicht den Personen bis kurz zur Oberkante der Gummistiefel. Die vordere Person hält in der rechten Hand eine Taschenlampe und in der linken Hand, leicht versteckt hinter dem Rücken, eine Plastetüte vom Kaufland mit unbekannten Inhalt
Leider habe ich es nicht geschafft, das Foto einzuscannen und hier mit abzubilden.
Hier der Text, der zu dem Foto dabei stand:
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Noch immer versprüht er den Reiz des Geheimnisvollen, der Fortunastollen innerhalb der Morgenröthe-Fundgrube im Deutschneudorfer Ortsteil Deutschkatharinenberg. Das dortige Besucherbergwerk (037368-12942) ist gerade in der jetzigen Lage ein empfehlenswerter und wetterunabhängiger Ausflugstipp. Geöffnet ist täglich ab 10 Uhr (16 Uhr letzte Führung). Und keine Angst, Untertagekleidung wird gestellt und so wässrig – wie links im Bild – wird’s nur, wenn Touristen doch mal vom Weg abgewichen sind...
Foto: Ulbricht
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Da darf man ja gespannt sein...
Aber ich frage mich, warum so ein Vortrag nur vor Senioren gehalten werden soll. Dieses Thema interessiert bestimmt auch weitere Personengruppen.
