Zum Jahresende noch ein kurzer Nachtrag der diesjährigen Ereignisse...
Anfang Oktober 2013 wurde das Betriebsgelände mit den Übertageanlagen der Flußspatgrube "Kittenrain" bei Bach/Donau geräumt. Der Besitzer überließ es nach Betriebseinstellung lange Zeit sich selbst und die Natur holte sich Stück für Stück zurück. 20 Jahre nach der Schließung wurde das Gelände auf Anordnung der Bergbehörde zur Abwehr von Umweltschäden und sicherheitsrechtlichen Bedenken abgerissen, verschrottet und planiert.
Übrig blieb auf dem Gelände einzig der "Wiesenstollen", der in naher Zukunft verwahrt werden soll. Das Besucherbergwerk war von dieser Maßnahme nicht betroffen und blieb erhalten.
Hier einige Bilder Vor, Während und Nach der Räumung.
Glück auf!
Roby
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Links der Straße befindet sich die Kaue des Besucherbergwerks, das von der Aktion nicht betroffen war. Rechts sieht man das Gelände, daß geräumt wurde. Im Vordergrund befand sich einst die Halde, während die Verladerampe und die Trafostation noch zu sehen sind. Dahinter folgt, dicht verwachsen, das Betriebsgelände mit den Aufbereitungsanlagen und dem "Wiesenstollen".
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Das Grobsieb - rechts davon ist der Brecher zu sehen. Im Hintergrund befindet sich die Kaue des Besucherbergwerks mit dem Mundloch des "Tiefbaustollen II".
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Der Brecher.
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Direkt an der Straße standen die Siebanlage und die Sink- Schwimm-Anlage.
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Die Siebanlage. Hier wurde das Material, das aus dem Brecher kam, klassifiziert.
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Die Sink- Schwimm-Anlage. Mittels einer Schweretrübe wurde hier der Flußspat von den Bergen getrennt. Das Prinzip war also ähnlich wie bei einer Flotation.
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Vor dem Betriebsgebäude, im dem sich Büro, Aufenthaltsraum und Lagerraum befanden, stehen 3 Lader und eine Baubude.
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Die Räumung beginnt ... nach und nach wird die Vegetation gestutzt und die beweglichen Betriebsmittel geräumt. Hier wird die Baubude in wenigen Minuten zerlegt.
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Hier wehrt sich ein "HST-1" mit letzter Kraft gegen den Abtransport.
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Der Abriß des Betriebsgebäudes.
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Das Grobsieb ist schon demontiert, der Brecher folgt in Kürze.
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Letzter Blick auf Brecher, Siebanlanlage und Sink- Schwimm-Anlage.
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Die Reste der Siebanlage.
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Trümmer der Sink- Schwimm-Anlage.
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Die Anlagen sind entfernt. Nun werden noch Bäume gefällt und das Gelände planiert.
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Die Anlagen sind entfernt. Nun werden noch Bäume gefällt und das Gelände planiert.
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Nach Abzug der Arbeiter bot sich ein sehr "aufgeräumtes" Bild. Der Trafo blieb als Einziges stehen.
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Blick auf das planierte Gelände. Eingezäunt ist noch der Bereich des "Wiesenstollens", der nächstes Jahr saniert wird.
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Das Gelände vom Standort der Sink- Schwimm-Anlage aus.
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Aufn stollen zu fahren sol jedermann frey sein, doch das es mit bescheidenheit und zu gebuhrlicher zeit geschehe. (Joachimsthaler Berggebräuche, 16. Jht.)
Pochknabe hat geschrieben:Sind die Fahrlader auch verschrottet worden?
Es wurde alles verschrottet... auch die Fahrlader.
Glück auf!
Roby
Aufn stollen zu fahren sol jedermann frey sein, doch das es mit bescheidenheit und zu gebuhrlicher zeit geschehe. (Joachimsthaler Berggebräuche, 16. Jht.)
Das Geld für den Abtransport des Laders und den Schrottpreis hätten wir gerne bezahlt. Der hätte bei uns ein zweites Leben haben können. Ärgerlich sowas.
Habt ihr euch den Eingangsbeitrag gut durchgelesen?
Seit 20 Jahren stehen die Lader gegenüber vom Besucherbergwerk und keinen hat es interessiert.
Jetzt wo sie verschrottet sind ist das Geschrei groß
Glück Auf
Olaf
Es grünet die Tanne,es wachse das Salz,Gott halte uns allen das Wasser vom Hals
Salzhase hat geschrieben:Habt ihr euch den Eingangsbeitrag gut durchgelesen?
Seit 20 Jahren stehen die Lader gegenüber vom Besucherbergwerk und keinen hat es interessiert.
Jetzt wo sie verschrottet sind ist das Geschrei groß
Glück Auf
Olaf
Hallo Besserwisser,
seit 20 Jahren immer wieder kehrende Anfragen, ob man denn Material erwerben könne. "Nein, da is' das Neu noch nich' von ab, Nein, das verkaufen wir noch für teuer Geld, Nein, das is' fürs Museum, Nein, Nein, Nein." Manche Zeitgenossen werfen Material lieber weg als dass jemand anderes damit noch was anfangen könnte. Da können wir solche unqualifizierten Kommentare gerade noch gebrauchen.
Glückauf
Jörn
Zuletzt geändert von Jörn am Fr. 03. Jan 14 22:35, insgesamt 1-mal geändert.
"Das Bergamt braucht doch Wochen, bis es etwas genehmigt!"
Habt ihr euch den Eingangsbeitrag gut durchgelesen?
Seit 20 Jahren stehen die Lader gegenüber vom Besucherbergwerk und keinen hat es interessiert.
Jetzt wo sie verschrottet sind ist das Geschrei groß
Glück Auf
Olaf
Lieber Freund,
mir gehören 11 Lokomotiven, ca. 60 Wagen und Bergbaumaschinen. Darunter sind auch mehrere Loks und Wagen, die haben 20 Jahre neben einem Besucherbergwerk in der Ecke gestanden und keinen hat es interessiert. Woher nimmst Du also die Erfahrung, meinen Kommentar als "Geschrei" zu bewerten?
Moin,
erst mal besten Dank für das Posten der Fotos. Es ist schon schade dass nun alles verschrottet und plattgewalzt wurde. Ich selbst hatte vor ca 2 Jahren bei dem Betreiber des Schaubergwerkes angefragt ob es denn mögich sei Material und Lader zu erwerben. Mir wurde damals recht forsch mitgeteilt dass es sich bei den Ladern um "Exponate" handelt und dass ein Verkauf dieser "seltenen und damit wertvollen Stücke" völlig ausgeschlossen sei. Dies fand ich sehr schade da mir von vornherein völlig klar war wie die Geschichte ausgeht.
Typisch halt: Lieber wegwerfen, wie anderen eine Freude machen.