Grubenfeldgrenze?

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Grubenfeldgrenze?

Beitrag von Nobi » Mo. 26. Sep 16 20:56

Dieses Zeichen ist uns schon ein paar Mal im Marienberger-/Pobershauer Revier untergekommen. Zeitlich kann man es auf 1600 datieren. Es scheint sich dabei um eine Grubenfeldgrenze zu handeln, denn am gegenüberliegenden Stoß war ebenfalls ein Kreuz geschlagen.

Nun habe ich eine ganze Weile darüber gegrübelt, was wohl das andere Zeichen bedeuten könnte. Während ich immer von eimem Zeichen des Markscheiders ausgegangen bin, habe ich am Samstag Abend eine ganz andere Idee gehabt:
http://www.fritzgriebel.de/index.php?id=172
Der Heilige Geist, als weiße Taube, würde auch sonst ganz gut dort passen.

Weitere Beispiele:
https://fineartamerica.com/featured/1-s ... anger.html
https://fineartamerica.com/featured/2-s ... anger.html

Was meint Ihr dazu?

Die Bilder sind übrigens von André :meister:
Dateianhänge
Markscheide_01_k.png
Markscheide_02_k.png
Markscheide_03_k.png
Zuletzt geändert von Nobi am So. 15. Okt 17 13:45, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Grubenfeldgrenze?

Beitrag von Bastl » Mo. 26. Sep 16 21:02

Hab ich doch gesagt das ich es mit der weißen Taube in Verbindung sehe, aber auf mich hört ja keiner...

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Re: Grubenfeldgrenze?

Beitrag von Nobi » Mo. 26. Sep 16 21:37

Hier noch mal das Zeichen aus einer anderen Grube im erweiterten Revier. Diesmal ohne Kreuz unterhalb.
Dateianhänge
Markscheide_04_k.png
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Re: Grubenfeldgrenze?

Beitrag von Bastl » Mo. 26. Sep 16 21:45

Da lag ich wohl falsch...

Uran
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Re: Grubenfeldgrenze?

Beitrag von Uran » Di. 27. Sep 16 11:23

Warum soll ein Markscheider als gläubiger Mensch nicht dieses Zeichen als seine Initialen genutzt haben?
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.

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Re: Grubenfeldgrenze?

Beitrag von Nobi » Di. 27. Sep 16 11:55

Uran hat geschrieben:Warum soll ein Markscheider als gläubiger Mensch nicht dieses Zeichen als seine Initialen genutzt haben?
Als Initialien sicherlich nicht, maximal als sein Zeichen. Aber ich verstehe nicht direkt, auf was Du hinaus willst?
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Re: Grubenfeldgrenze?

Beitrag von Uran » Di. 27. Sep 16 12:01

In den Bergordnungen steht geschrieben: "Der Markscheider setzt sein Zeichen" (an der Grubenfeldgrenze). Ich habe bisher keine Stelle gefunden in der erklärt wird, wie dieses Zeichen aussieht. Wir gehen heute davon aus, das die Kreuze Markscheidezeichen sind. Sie repräsentieren eine Grubenfeldgrenze, oder einfach einen Meßpunkt. Warum soll also der dort arbeitende Markscheider nicht sein "Zeichen" gesetzt haben. Sicherlich ungewöhnlich, aber nicht unmöglich.
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Re: Grubenfeldgrenze?

Beitrag von Nobi » Di. 27. Sep 16 12:07

Aber das ist doch nichts neues jetzt. Das es sich um ein Zeichen handelt, welches der Markscheider geschlagen hat, habe ich nie in Abrede gestellt. Ich habe nur versucht zu klären, was dieses ungewöhnliche Zeichen darstellt und es zur Diskussion gestellt. ...
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Re: Grubenfeldgrenze?

Beitrag von Uran » Di. 27. Sep 16 14:27

Ich habe auch nichts anderes gesagt. Habe nur deine Frage dahingehend beantwortet, das dieses christliche Zeichen der Dreieinigkeit eventuell die Initialen des Markscheiders sein könnten. Es gibt ja auch Gruben mit dem Namen Dreieinigkeit.
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Re: Grubenfeldgrenze?

Beitrag von Steve » Di. 27. Sep 16 20:08

Ich habe einmal meine Grubenrisse durchgesehen. Die Zeichen sind auch in einigen Grubenrissen eingezeichnet. Leider ohne nähere Beschreibung. Im Anhang ist ein kleiner Ausschnitt von einen Riss aus dem Jahre 1723 mit dem besagten Zeichen.
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WT.jpg
Das Bergwerk will und soll frei sein. Wird es regiert böslich mit Gewalt, so hat es kein standhaft Aufenthalt.

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Re: Grubenfeldgrenze?

Beitrag von EnoM » Di. 27. Sep 16 21:15

Ich sehe 2 Stück.
Der Abstand vom 2. abgesetzten Schacht (der kurze) beim Huthaus Schacht bis zum in Frage stehenden Zeichen unterhalb des Stollns ist fast gleich wie der weiter links davon in den Bäumen versteckten Halde (also Schacht) zum selben Zeichen oberhalb der Stollnlinie.

Vielleicht misst Steve bei seinen anderen Rissen auch mal nach, ob da ebenso ein Zusammenhang bestehen kann.
Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß was ich leide.
(CvD)

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