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Totengrube Zschorlau
Verfasst: So. 10. Sep 17 17:11
von Erzgebirger
Glück Auf!
Weiß jemand etwas näheres über die Totengrube (wurde nach einem Grubenunglück in Totengrube umbenannt)? Sie soll sich im Gößnitzgrund in Zschorlau befunden haben und in den 1930 er Jahren verwahrt worden sein.
MfG Erzgebirger
Re: Totengrube Zschorlau
Verfasst: Mo. 11. Sep 17 6:56
von Nobi
Frag mal
Wolfgang. Er ist bei den Freudensteinern im Verein und sollte da was wissen.
Re: Totengrube Zschorlau
Verfasst: Mo. 11. Sep 17 13:15
von Schlacke
Kroker/Farrenkopf führen in ihrem Katalog 'Grubenunglücke im deutschsprachigen Raum' (Bochum:1999, S. 82)
folgenden Nachweis: Zschorlauer Bergsegen, min./max: 2 Tote, Verletze: min./max: 1,
Auslöser des Unglücks: Zu große Anzahl gleichzeitig gezündeter Schüsse,
Ursache der Verunglückung: Sprengmittelexplosion,
Datiert: 17.5.1940 - Archivalien: BERGA OBA F II, Nr. 96
Glückauf!
Schlacke
Re: Totengrube Zschorlau
Verfasst: Do. 23. Apr 26 9:11
von EnoM
Wie so oft im Frühjahr im Erzgebirge..
Re: Totengrube Zschorlau
Verfasst: Do. 23. Apr 26 9:16
von EnoM
Quelle alles Freie Presse
Re: Totengrube Zschorlau
Verfasst: Do. 23. Apr 26 9:17
von EnoM
Re: Totengrube Zschorlau
Verfasst: Do. 23. Apr 26 16:29
von markscheider
Schönes Foto!
Re: Totengrube Zschorlau
Verfasst: Fr. 24. Apr 26 19:18
von Wolfgang
es ist schon seltsam welche Spekulationen über diesen Tagebruch in Zschorlau verbreitet werden. Die Sache ist eigentlich relativ einfach dort existieren 2 Schächte ein Kunstschacht und ein Förderschacht ca 20m auseinender. Der Fürderschacht könnte im oberen Bereich verwahrt wurden sein (Holz oder Bruchstein eher Stein ) .Diese Verwahrung könnte gebrochen sein, das würde das Nachrutschen des Erdreichs volumenmäßig erklären. Ein Stollenbruch könnte das nicht ! Ein Stollen hat eine Größe von ca. 2m Höhe und max 1m Breite und Stollen hat man damals zur Betriebszeit mit Hand Eisen und Schlägel vorgetrieben, dabei entstehen keine Risse ins Nebengestein wie beim Schießen ! Diese alten Stoll mit Hand getrieben, stehen normalerweise ewig. Zur Info noch ein Bildausschnitt einer alten Risskarte. Genaues wird man nach der Aufgewältigung durch die BS erfahren aber dies ist meine Vermutung. Übrigens ist der Name Totengrube nicht der ursprüngliche Name erst seit der Wasserflut wo 9 Bergleute ums Leben kamen wird sie so genannt. Der vorherige Name war vermutlich Gnade und Reich Gottes Fdgr (Quelle Stecher Chronik).Für Berichtigung bin ich dankbar die Angaben sind spärlich. Es soll mit die älteste Grube im Schneeberger Revier sein bekannt seit 1440 ? Das tiefste Ort des Kunstschachtes (über 100m) ist schon zu Betriebszeiten abgesoffen und konnte nie wieder aufgewältigt werden.Der Kunstschacht ist übrigens schon vor Jahren nachgebrochen eine Umzäunung mit Stacheldraht und das wars. Archäologisch wäre die Grube höchstinteressant
Re: Totengrube Zschorlau
Verfasst: Sa. 25. Apr 26 11:48
von Mannl
Zur Bewertung des Bruchgeschehens könnte man ev. PENZEL hinzuziehen ...
Re: Totengrube Zschorlau
Verfasst: Sa. 25. Apr 26 14:08
von Uran
Hab mir das gestern mal angesehen und die Risse auf die Karte gelegt. Der Kunstschacht steht da mitten auf dem jetzt eingebrochenen Weg. Stecher (Brennendes Grubenlicht) ist eher eine schlechte Quelle. Er hat auch eine ganze Menge Unsinn geschrieben. Halt ein Chronist.