Altbergbau im Annaberger Revier

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sehmataler
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von sehmataler » So. 08. Okt 17 17:43

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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von markscheider » Di. 10. Okt 17 23:01

3,2 x 1,4 Meter, und das soll von 1500 sein?

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Jan
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von Jan » Di. 10. Okt 17 23:12

Glaube ich schon, da die Stelle, an der sich der Schacht befindet schon sehr früh nach der Stadtgründung bebaut worden ist und seit dem auch immer bebaut war.
Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler !!!

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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von markscheider » Mi. 11. Okt 17 11:05

Trotzdem sehr groß.

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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von Uran » Mi. 11. Okt 17 13:51

Saigerer Schacht in Schneeberg um 1478. Für den Schacht sind mir keine Maße bekannt. Sieht aber sehr groß aus.
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von markscheider » Mi. 11. Okt 17 16:39

Und der wurde auch in späteren Perioden nicht nachgerissen?

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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von Uran » Mi. 11. Okt 17 16:45

Nein. Der Bergbau wurde dort schon ca. 1560 eingestellt. Der Schacht stammt aus der Anfangszeit und wurde erst bei Sanierungsarbeiten entdeckt. Er hatte keine Sohlenanschläge, also nur die reine Schachtröhre.
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Mannl
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von Mannl » Mi. 11. Okt 17 17:31

Cramer spricht von offenen Abbauen ....
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von markscheider » Mi. 11. Okt 17 18:09

Mannl hat geschrieben:
Mi. 11. Okt 17 17:31
Cramer spricht von offenen Abbauen ....
Ein großer Schacht ohne angeschlossene Sohlen oder Abbaue wäre noch kurioser.

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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von Mops » Do. 12. Okt 17 0:54

@markscheider "3,2 x 1,4 Meter, und das soll von 1500 sein?"

Schächte mit ungewöhnlich großen Dimensionen von mehr als 2 x 1 Meter aus vermutlich dem 15. oder 16. Jh. sind mir im Kyffhäuser und im Südharz (auf Kupferschiefer) auch schon aufgefallen; bei Teufen von auch nur 15...20 m. Ärgerlich dabei ist, dass kaum eine Chance zur genauen Datierung besteht. Ich habe mir als Arbeitshypothese zurechtgelegt, dass diese Schächte in ein Fahr- und ein Fördertrum geteilt waren. :?

Insgesamt ein ganz spannendes Thema!
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von Uran » Do. 12. Okt 17 10:26

Mannl hat geschrieben:
Mi. 11. Okt 17 17:31
Cramer spricht von offenen Abbauen ....
Ja, ja. Du solltest auf Leute hören, die sich dort auskennen. Übrigens war Cramer zu dieser Zeit, also dem Zeitpunkt der Sanierung, noch gar nicht in Amt und Würden. Er kennt den Schacht also gar nicht. Dazu kommt, das dieser Schacht, wie ich schon geschrieben habe, einfach ein tiefes Loch von übertage ist. Es gibt keine angeschlagenen Sohlen und keine Abbaue.
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von Mannl » Do. 12. Okt 17 14:11

"Ja, ja. Du solltest auf Leute hören, die sich dort auskennen. "
Mach ich doch ! - Habe nur ergänzt ... :)

War vielleicht ein "Neurervorschlag" - wir machen jetzt mal große Querschnitte. :aetsch:

(Ne Quatsch, das Thema läuft sonst aus dem Ruder)
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von Uran » Do. 12. Okt 17 15:17

:dudu:
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von sehmataler » Mi. 18. Okt 17 10:06

Kopie vonDSC06306.JPG
In aller Kürze etwas zum Schacht im ehemaligen Postgebäude:
Der Schacht ist auf einer fast saiger einfallenden Internstruktur der Anna-Morgengang-Störung geteuft. Sowohl Streichen als auch Einfallen weichen signifikant vom Hauptstreichen des etwa 90 m mächtigen Gangbündels ab; eine weite Erstreckung des Ganges ist deshalb fraglich. Er scheint nur zwischen dem Anna Mgg. und dem Trum "Anna Mgg. hgd. I" existent zu sein. Unbenommen der geometrischen Begrenztheit ist so ein steil einfallendes Trum für tektonische Öffnungsbewegungen prädestiniert; deshalb auch die Abbaubereiche neben dem Schacht.
Das große Profil ist nicht ungewöhnlich für das 16. Jh., zumal wenn noch etwas gefunden wurde.
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von markscheider » Mi. 18. Okt 17 12:11

Danke!

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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von Mannl » Mi. 18. Okt 17 16:06

Sehr plausibel ! Danke !
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von sehmataler » Mi. 18. Okt 17 16:44

Die Skizze zeigt nur einen groben Überblick. Die subparallel zur Schnittebene verlaufenden Flachengänge sind nicht mit dargestellt.
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von EnoM » Sa. 19. Mai 18 13:16

Quelle Freie Presse
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von Jan » So. 20. Mai 18 8:04

Die genannte zweite Teufe soll direkt vor meiner Haustür entstehen... na mal schauen.. :)
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von sehmataler » Mi. 23. Mai 18 9:09

Die nächsten Teufen folgen dann auf dem Gelände des Finanzamts, aber erst wenn es fertig gebaut ist :cool: :cool:
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von sehmataler » Do. 12. Jul 18 20:41

Hier mal eine eigenartige Lampenflora unter Annaberg. Die Algen scheinen die glaskopfartige Form der Pechblende imitieren zu wollen.
Dateianhänge
Lampenflora Frisch Glueck Fl.JPG
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von EnoM » Di. 13. Nov 18 23:54

Quelle Freie Presse
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von EnoM » Di. 10. Sep 19 21:15

Ratschläge des Forums finden Gehör - es wird vor Errichtung des Baus neu geteuft. :cool: siehe weiter oben
Quelle Freie Presse 10.9.2019
Dateianhänge
Annaberg 10.9.2019.png
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Re: Altbergbau im Annaberger Revier

Beitrag von geophys » Mi. 11. Sep 19 18:51

Und es kam so was von überraschend ... Bergbau ... an dieser Stelle!
Wer konnte davon ahnen.

Aber wenn Exfinanzminister Unland fand, dass eine Straße umbenannt werden müsste, weil dessen Namen nicht zum neu gebauten Amt passte, regierte er mit eiserner Hand.
Deshalb darf man auch hier dem Bauherren keine Kompetenz unterstellen. Was nicht passt, wird passend gemacht. Die scheiß Touristen müssen in unserer Innenstadt nicht parken! Wenn im historischen Stadtkern Beamte parken müssen, dann hat das oberste Prio!

Ich bin blos froh, dass die ganzen CDU-Altlasten in Dresden mit braun gefärbten Haar bald ihre Sessel räumen. Es bleibt zu hoffen, dass man es bei der doch recht cleveren Einvernahme des Postamtes belässt und sich einen anderen Stadtteil für den Neubau aussucht. Einen wo man weiß, dass nur Finanzkonzepte brüchig sind, nicht der Baugrund.
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