Ich würd ganz gern mal eure Einschätzung haben, ob im historischen Bergbau (MA ) Gold aus einer Seifenlagerstätte vor der Verhüttung trotzdem noch mal gemahlen werden müsste?
Letztens hatte ich mit einem Kollegen darüber mal eine Diskussion... aber wird sind auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen - wie immer
Seifengold, ist gediegen Gold. Im Normalfall von der Korngröße her winzig. Also schon aus 2 Gründen ist mahlen quatsch. Erstens, zu klein, zweitens wird Erz nur dann gemahlen, um es hinterher zu waschen, also die Erzkomponenten vom tauben Gestein zu trennen. Drittens ist Gold in gediegener Form zu weich um es zu mahlen.
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.
Hallo, wie Uran schon schrieb, nein, muss man nicht nochmal aufmahlen. Seifengold ist in der Regel sogar edler als 'Berggold', da Verunreinigungen wie Silber usw schon herausgeloest wurden.
Also, man kann es direkt schmelzen um Rohbarren zu giessen.
Gebe den Vorschreibern natürlich Recht! Interessant ist eher, dass das Seifengold wahrscheinlich schon im MA, aber auf alle Fälle im 16. Jh., zum Teil kräftig amalgamiert wurde (noch heute Amalgam und gediegen Hg als "Beifang" beim Goldwaschen). Dieses Verfahren wurde vor allem dort verwendet, wo das Au sehr fein war, so dass es sich nur sehr mühselig vom Schlich trennen ließ. Beispiel Prießnitz in der Dresdner Heide - dort steckt bei sehr feinem Gold so viel Hg im Schotter, dass man sich die Fische als Fieberthermometer unter den Arm klemmen kann.