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Re: Fahrmarken
Verfasst: Sa. 03. Sep 11 17:53
von Zwerg aus Essen
Pfannenplaketten.
Re: Fahrmarken
Verfasst: Sa. 03. Sep 11 17:54
von Zwerg aus Essen
Unser Knappenverein.
Re: Fahrmarken
Verfasst: Mi. 12. Okt 11 23:27
von Zwerg aus Essen
Liebe Sammler und Bergbaufreunde ,
der Essener Sammlerverein e.V lädt euch herzlich zu unseren regelmäßigen Treffen ein.
Das Treffen findet jeden Freiteg statt.
Unsere Sammelgebiete sind: Medaillen , Abzeichen , Pins , Uniformen , Münzen , Postkarten, Bücher , Fotos, usw.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Sammlertreff.
Ort und Zeit:
Bergbau- und Heimatmuseum Altenessen
Karl Str. 189
45329 Essen
Tel. 0201 - 36 1952 8
Tel. 0178 - 398 73 68
Jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr
Re: Fahrmarken
Verfasst: Mi. 14. Dez 11 14:41
von Kumpel Thomas
Auf,
suche alte Fahrmarken von Bottroper Zechen,sowie Oberhausen, Osterfeld, Jacobi
hat jemand was da, dann bitte melden
Glückauf Kumpel Thomas......
Re: Fahrmarken
Verfasst: Do. 15. Dez 11 9:36
von MichaP
Hallo Thomas,
gibt es irgendeinen bestimmten grund warum du unter jeden deiner beiträge das bild "Flöz Paula Prosper VI.jpg" hängst?
a) man kann eigentlich nichts erkennen b) steht es in keinem zusammenhang zu den beiträgen und liegt C) nun schon ca. 8x auf dem server.
macht so keinen sinn...
Re: Fahrmarken
Verfasst: Mi. 25. Jan 12 22:18
von Zwerg aus Essen
Zum tauschen.
Re: Fahrmarken
Verfasst: So. 15. Apr 12 21:32
von Zwerg aus Essen
Zum tauschen.
Re: Fahrmarken
Verfasst: Di. 31. Jul 12 20:54
von Zwerg aus Essen
Kennt jemand es? Was könnte es sein? Bergbau?
Re: Fahrmarken
Verfasst: Sa. 04. Aug 12 14:16
von Willy
Gehört in die Markscheiderei. Ich hätte spontan "Dingraph" gesagt, aber dafür ist es zu verschnörkelt. Ich tippe mal darauf, dass man mit dem Teil gut gestrichelte Linien via Tusche zeichnen konnte. Der Strichabstand wird dann durch die auswechselbaren "Nockenräder" definiert. Oben rechts dürfte ein Zählwerk von einem Polarplanimeter sein.
War jedenfalls alles vor meiner Zeit......
Re: Fahrmarken
Verfasst: So. 19. Aug 12 9:59
von Zwerg aus Essen
Willy hat geschrieben:Gehört in die Markscheiderei. Ich hätte spontan "Dingraph" gesagt, aber dafür ist es zu verschnörkelt. Ich tippe mal darauf, dass man mit dem Teil gut gestrichelte Linien via Tusche zeichnen konnte. Der Strichabstand wird dann durch die auswechselbaren "Nockenräder" definiert. Oben rechts dürfte ein Zählwerk von einem Polarplanimeter sein.
War jedenfalls alles vor meiner Zeit......
Danke Willy, ich habe es vermutet, aber war nicht sicher.
Re: Fahrmarken
Verfasst: Mi. 25. Feb 15 18:26
von Deistergeist
Zum Tauschen...
Glückauf! Thomas
Re: Fahrmarken
Verfasst: Mi. 25. Feb 15 18:50
von Nobi
Nicht zum Tausch aber für Sammler durchaus interessant zu wissen, was es alles so gibt.
Seilfahrtsmarke vom Schacht Dölitz (Braunkohlentiefbau) in Leipzig, 1969 eigestellt.
Habe ich beim Abriss meines Schuppens gefunden

Re: Fahrmarken
Verfasst: Do. 26. Feb 15 6:15
von Deistergeist
Sehr nett!!!
Wär ich jetzt böse sammelverrückt, müsste ich mir den Sabber abwischen.

Re: Fahrmarken
Verfasst: Do. 26. Feb 15 17:26
von Deistergeist
http://www.ebay.de/itm/171678537655?...%3AMEBIDX%3AIT
Hallo!
Die Ebay Auktion ist ja schon abgelaufen, aber die Abkürzungen auf den Marken finde ich interessant. Auch die unterschiedlichen Farben diverser Marken sind mir ein Rätsel.
Wer kennt sich damit aus? Wurde auf jeder Zeche ein anderes System genutzt?
Glückauf! Thomas
Re: Fahrmarken
Verfasst: Do. 26. Feb 15 17:52
von Nobi
Ob es sich um Seilfahrtsmarken handelt, kann ich nicht sagen. Aber es gab ja auch Sprengmarken, die UT gehangen wurden.
Die sahen im Grunde genommen auch aus wie Seilfahrtsmarken, hatten aber andere Farben oder Formen. War teilweise unterschiedlich je Bergbaubetrieb gelöst und ich weiß nicht, ob man das heute noch ordentlich unterscheiden kann ohne zu wissen, wie genau es in welchem Bergbaubetrieb geregelt war.
Hier mal für den BB Drosen:
Seilfahrtsmarken gab es bei uns nicht, wir hatten einen Jeton an der Kopflampe, der wie eine Art Stechuhr das Ein- und Ausfahren protokollierte. Wir hatten also nur Sprengmarken, dafür zwei Paar.
Bin ich in ein Sprengebiet rein, habe ich an der entsprechenden Kontrollstelle meine Sprengmarke (war bei uns im Bergbaubetrieb Drosen achteckig) an die entsprechende Markentafel gehangen. Wenn ich aus dem Sprengebiet an der selben Kontrollstelle wieder raus bin (auf der entsprechenden Sohle gab es bei uns pro Abbaufeld nur eine zentrale Tafel am zentralen Zugang über die Feldstrecke), habe ich die Marke wieder von der Markentafel abgenommen und gut war es.
Habe ich innerhalb des Sprengebietes die Sohle gewechselt, so habe ich beim Verlassen des Sprengebietes auf der anderen Sohle die dreieckige Marke gehängt. Zum Schichtende wurde dann abgeglichen, wenn noch achteckige Marken hingen, ob auf einer der anderen Sohle eine zugehörige dreieckige Marke hing.
Beispiel:
- -660-m Sohle eingefahren
- achteckige Marke im Sprengegiet gehangen
- achteckige Marke beim Verlassen des Sprengegietes abgenommen
- von -660m-Sohle wieder ausgefahren
- -660m-Sohle eingefahren
- achteckige Marke im Sprengegiet gehangen
- Sohlenwechsel auf die -720m-Sohle
- dreieckige Marke beim Verlassen des Sprengegietes gehangen
- von -720m-Sohle ausgefahren
Theoretisch hätte ich auch von der -720m-Sohle dann wieder drei Sohle raufgekonnt, um auf der-540m-Sohle auszufahren. Solange ich das Sprenggebiet nicht verlassen habe, war die Sohle egal.
Re: Fahrmarken
Verfasst: Do. 26. Feb 15 21:54
von Deistergeist
Super erklärt, herzlichen Dank!

Re: Fahrmarken
Verfasst: Fr. 27. Feb 15 18:02
von BindiAE1
Glück Auf!
Nur noch eine kurze Ergänzung zum Beitrag von @nobi.
Im BB Paitzdorf gab es ein System mit Seilfahrtsmarken. Es gab eine rote und eine blaue Marke. Die hingen beide neben der Lampe in der Lampenstube. Beim Weg zur Seilfahrt gab es Brett mit Nägeln. Hier hing man die blaue Marke an. Die rote Marke warf man in eine Blechbüchse beim Einsteigen in den Förderkorb, kontrolliert vom Anschläger. Das war auch der Nachweis dafür, das man eingefahren war und eine Untertage-Schicht "geschrieben" bekam. Nach Ausfahrt nahm man die blaue Marke wieder vom Brett ab, die rote Marken befand sich bereits wieder neben der Lampe in der Lampenstube. Es gab für jede Schicht ein eigenes Raster auf dem Brett. Waren nach der Schicht alle blauen Marken weg waren alle Bergleute wieder draußen...
Das mit den Sprengmarken kann ich so bestätigen, waren in Paitzdorf nur gelb und schwarz...
Glück Auf!
BindiAE1
Re: Fahrmarken
Verfasst: Fr. 27. Feb 15 18:57
von Mannl
Da sind sie ...
Was hätte man nicht alles Beiseite schaffen können ...
Ich werd sie mal im Schuppen verbuddeln, für die Urenkel

Re: Fahrmarken
Verfasst: Fr. 27. Feb 15 19:34
von BindiAE1
Glück Auf!!!
Falls noch jemand einen Satz originale Seilfahrtsmarken und Sprengmarken vom BB Paitzdorf "übrig" hat, würde ich die gerne käuflich erwerben, für meine Traditionsecke Wismut...
Glück Auf!!!
BindiAE1
Re: Fahrmarken
Verfasst: So. 01. Mär 15 12:22
von oldstone
Auf der 366 in Alberoda gab es auch eine rote und eine blaue Seilfahrtsmarke. Die wurde jeweils beim Anschläger abgegeben. Rot = einfahren; Blau = ausfahren gewesen. Genau so war es auf der 371 in Hartenstein.
Ein herzliches Glück Auf
Frank
Re: Fahrmarken
Verfasst: So. 01. Mär 15 21:48
von BindiAE1
Glück Auf @oldstone!!!
kleine Korrektur.. da ich ja als Lehrling auch in Schlema-Alberoda Schacht 366 eingefahren bin,
auf die -540m Sohle ins Lehrrevier... Das Markensystem war das Gleiche wie im BB Paitzdorf..
wenn ich mich recht erinnere.. blaue Marke hängen und wieder weg nehmen nach der Schicht, rote
Marke einwerfen beim Anschläger.... ist zwar Krümelk...erei aber der Vollständigkeit halber..
Glück Auf!!
der Bindi
PS: dieses System ist wohl in allen Bergbaubetrieben der SDAG Wismut vertreten gewesen, außer halt im BB Drosen, da BB Drosen einer der jüngsten und somit letzten Bergbaubetriebe war welcher in Betrieb ging... habe umfangreiche Literatur darüber. Im BB Drosen gab es ja auch eine "thyristorgesteuerte Fördermaschine"....
Re: Fahrmarken
Verfasst: So. 01. Mär 15 22:47
von markscheider
Soweit ich mich erinnere, hatten wir eine Marke am Mann.
Re: Fahrmarken
Verfasst: Mo. 02. Mär 15 11:07
von Mannl
Zur Präzisierung (aus dem Gedächtnis):
Seilfahrtsmarken zur Kontrolle der ein- und ausfahrenden Belegschaft waren das eine.
Die Sprengmarken (gelb/schwarz) auch zwei Sätze, dienten der Kontrolle der Belegschaft in den Bereichen des "zentralen Sprengens". Diese waren unterschiedlich angelegt. Zentrales Sprengen vom z.B. Füllortbereich oder aber auch im Grubenfeld. Das zentrale Sprengen gab es meines Wissens nur im Ronneburger Revier der Wismut.
Wäre mal ein Thema: "Die Entwicklung des Sprengwesens in der SDAG Wismut" ... noch gibt es "Wissensträger

Re: Fahrmarken
Verfasst: Mo. 02. Mär 15 12:50
von markscheider
Mit de nackschen Hände im ANO - viel Spaß!
Also ich kann mich an die Zeit des dezentralen und des zentralen Schießens erinnern. Der Wechsel muß im GB 4 so Mitte 1988 gewesen sein. Wir haben ziemlich gekotzt. daß wir mitten in der Schicht den Block wechseln mußten, weil das zentrale Schießen eingeführt wurde.
Vorher galt die Devise: "zweimal in der Schicht muß es knallen!"
Re: Fahrmarken
Verfasst: Mo. 02. Mär 15 13:57
von Mannl
"Wir haben ziemlich gekotzt"
Ja, so war das. Es gab wohl mehrere Bergleute die das nicht mehr konnten/mussten weil sie durch einen tödlichen Spengunfall ums Leben kamen. Ursache waren unübersichtliche Absperrmaßnahmen und Erkundungsbohrlöcher über mehrere Sohlen.
Re: Fahrmarken
Verfasst: Mo. 02. Mär 15 14:14
von Nobi
Naja, der Streckenvortrieb durfte ja oft auch außerhalb des Zentralen Sprengens abdrücken und die Häuerbrigaden haben auch mehrere Orte gehabt. Also zweimal Knallen konnte es theoretisch pro Schicht auch so.
Das Zentrale Sprengen hatte auch den Vorteil, dass die Sprenggase über den Schichtwechsel ein wenig abziehen konnten. Die waren ja auch nicht sonderlich gut für die "Volksgesundheit" ...
Aber hier ging es ja um Fahrmarken und hätte ich nicht mit Sprengmarken angefangen, wären wir auch noch beim Thema

Re: Fahrmarken
Verfasst: Mo. 02. Mär 15 14:15
von Uran
markscheider hat geschrieben:Mit de nackschen Hände im ANO - viel Spaß!
Wieso nicht?

Re: Fahrmarken
Verfasst: Mo. 02. Mär 15 14:30
von Mannl
Stinkt nach Diesel, zwickt etwas wenn man eine Wunde hat und schmeckt nicht zum Pausenbrot ...
Bei Nitroglykol war das anders, ist in die Birne gestiegen und hat Koppweeding verursacht
Aber Nobi hat Recht, wir sind wieder ganz schön abgeglitten ...
Re: Fahrmarken
Verfasst: Mo. 02. Mär 15 14:52
von markscheider
Mannl hat geschrieben:Stinkt nach Diesel, zwickt etwas wenn man eine Wunde hat und schmeckt nicht zum Pausenbrot ...

Es reichte schon, wenn man schwitzte. ANO-Beutel auf dem durchgeschwitzten Rücken getragen, und man wurde das Jucken bis Schichtende nicht mehr los.
Re: Fahrmarken
Verfasst: Mo. 02. Mär 15 14:59
von Uran

Soweit ich weiß, wurde doch ANO und Diesel erst vor Ort gemischt. Wäre sonst nicht gerade arbeitsschutzfreundlich. In der Mischung ist das Zeug relativ einfach zur Explosion zu bringen.