Es sieht aus, als wären die Werkzeuge 1 und 2 für nicht allzu festes Gestein (Schiefer, Kalk, Sandstein o.ä.). Nr. 2 ist eine kleine flache Keilhaue oder Kratze, Nr. 1 sieht aus wie ein in Steinbrüchen und beim Steinmetz verwendeter Zweispitz, nur eben nicht spitz, sondern flach ausgezogen. Den Zweispitz nimmt man zur groben Flächenbearbeitung von weniger harten Werksteinen und zum groben Vorschlagen von Linien, um einen Stein zu teilen. Die flache Ausführung geht bei weichem Gestein sicher auch dafür.
Der "Splint" Nr. 3 kann an allem möglichen gewesen sein, z.B. Hunt, Leiterwagen, Schubkarren, Wasserrad usw. Oder hat er eine krumme Spitze, die gehärtet ist oder wo man sieht, daß ein anderes Stück Eisen angeschweißt ist? Solche Keilhauen aus einer Art Flacheisen gibt es nämlich auch.
ich habe die sachen nicht selber gefunden und sie sollen aus der nähe von geising stammen. ich habe nur die ungefähre geografische lage und muss erst einmal schauen, was es dort für gruben gab. leider war der "veräußerer" nicht der "finder" und ein kontakt besteht auch nicht mehr zwischen beiden.
dazu habe ich übrigens noch eine ganze menge anderer haldenfunde erworben (10 bergeisen, die reste eines tscherpermessers und mehrere schlegel unterschiedlicher größe). deshalb gehe ich davon aus, dass alles mal im untertägigen einsatz war und in etwa aus der selben periode stammen (1800 +/-)
GLÜCK AUF | NOBI
Der Berg ist frei. Wo eyn man eynfahrn will
mag her es thun mit rechte.
heute ist der ganze haufen per post gekommen und ich habe gesehen, das nr. 3 kein splint sondern eine kleine keilhaue ist , da das teil gebogen ist. von der größe her passt es auch zu der hacke bzw. kratze.
wofür wurde aber das mini-gezähe genutzt
GLÜCK AUF | NOBI
Der Berg ist frei. Wo eyn man eynfahrn will
mag her es thun mit rechte.
[quote=Nobi]
wofür wurde aber das mini-gezähe genutzt [/quote]
In leichter Abwandlung kenne ich solches gezähe noch zum Bergen relevanter ähh Bergarten und ähnlichen aus Hohlräumen. Sozusagen zum Befreien aus Zwangslagen;)
Hallo Nobi!
Es scheint mir unwahrscheinlich, daß die Funde alle in die gleiche Periode zu datieren sind. Das abgebildete Gezähe stammt jedenfalls nicht aus der Zeit 1800+/-, sondern ist wahrscheinlich älter. Da der genaue Fundkontext allerdings nicht bekannt ist, lassen sich da nur schwer konkretere Aussagen treffen.
Wenn wir schon beim Rätseln sind:
#3 würde ich als Scharnierteil interpretieren
Ein totalitäres System erkennt man daran, daß es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert
(Alexander Issajewitsch Solschenyzin)