Der Fund vorm Mittagessen!

... für den Rest, der sonst nicht passt.
Falafel
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Re: Der Fund vorm Mittagessen!

Beitrag von Falafel » So. 10. Mai 09 14:05

... aber dafür ziemlich umfassend in der neuen Publikation ...

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Ludewig
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Re: Der Fund vorm Mittagessen!

Beitrag von Ludewig » Do. 13. Aug 09 19:49

So heute war es soweit, den "Fund vorm Mittagessen" hat ein Experte mal näher angeschaut. Dabei wurden schon die Vermutungen von @Falafel bestätigt.

Alle beide Funde aus unserem Revier stammen etwa aus dem 14. Jahrhundert und es handelt sich eindeutig um reduzierend gebrannte sächsische blaugraue Keramik. Die Bestimmung nahm Uwe Richter, Diplom-Historiker vor. Nun haben wir endlich mal eine "Hausnummer" zum Zeitraum der mittelalterlichen Bergbausubstanz um Biensdorf. Schön ist außerdem das sich die Angaben mit den sporadischen Untersuchungen von Dr. Wolfgang Schwabenicky decken. Dieser hatte schon in den Achtziger Jahren Keramikfunde von einigen Halden in diese Zeit datiert.

Glück auf! Lutz Mitka
Was war zuerst da, der Durst oder das Bier?

http://www.unbekannter-bergbau.de

dsch
lernt noch alles kennen...
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Re: Der Fund vorm Mittagessen!

Beitrag von dsch » Mo. 01. Mär 10 21:05

Hallo,
für mich ist Ihr Fund sehr bemerkenswert, da ich bisher nur von ähnlichen Funden aus dem Stadtgebiet von Freiberg (Gühne, 1982) oder der Siedlung auf dem Treppenhauer (Schwabenicky, 1988) wusste. Auf welcher Halde lag den das gute Stück?

mfg
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Re: Der Fund vorm Mittagessen!

Beitrag von Nobi » Mi. 03. Feb 16 12:54

Um das Thema nochmal ein wenig „aufzuwärmen“ zum Anfang gleich eine Frage:

Sind Unschlittfrösche in Kombination Tonfrosch-Eisenhaken in Sachsen bekannt bzw. verwendet worden?


Hintergrund:
Es kam die Frage auf, wann genau der Übergang von den Tonfröschen zu den Fröschen mit Eisenhaken erfolgte. In manchen unüberprägten Grubenbereichen findet man noch Lampennischen für Tonfrösche oder entsprechende kleine Vertiefungen im Stoß für die Froschlampen mit Eisenhaken. Wenn die Auffahrungszeit für diese Grubenbereiche bekannt ist, dann könnte man für die Grube herausfinden, wann welche Art von Lampen eingesetzt wurde. Mehrere Befunde in einem Revier könnten dann zusammen mit anderen Spuren helfen, zumindest grobe Datierungen vorzunehmen bzw. bestehende Datierungen weiter zu festigen.


Wer also etwas dazu beitragen will, könnte das in folgender Form machen:
  • Revier: (genaue Ortsangabe)
    Grube: (Wenn der Name genannt werden soll/kann, ansonsten Bereich)
    Art: (Lampennische / Hakenloch)
    Datierung: (So genau wie bekannt)
Es ist ein Versuch :wink:
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mag her es thun mit rechte.


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Re: Der Fund vorm Mittagessen!

Beitrag von Nobi » Mi. 03. Feb 16 21:20

Mal ein Anfang:

Revier: Hohenstein
Grube: St. Lampertus
Art: Hakenloch
Datierung: ca. 1560 (Dendro)
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