Untertage-Grenzübergang

... für den Rest, der sonst nicht passt.
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Petra_S.
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Untertage-Grenzübergang

Beitrag von Petra_S. »

Vielleicht ist ja schon bald ein Grenzübergang Untertage von Deutschland nach Tschechien und umgekehrt möglich..??? :?

Zu lesen in der "Freien Presse", Ausgabe von diesem Wochenende, im Marienberger Lokalteil:

Stollen sollen verbunden werden
Deutschneudorf. Der Nikolaistollen in Katharinenberg und der Fortunastollen in Deutschkatharinenberg sollen unter Tage miteinander verbunden werden. Das ist eines der Projekte, die beide Gemeinden für die Zukunft anstreben. „Nach dem Schengen-Beitritt Tschechiens ist das endlich möglich“, so der Deutschneudorfer Bürgermeister Heinz-Peter Haustein. (tw)

Naja, und wer weiß - vielleicht findet sich ja dann dort irgendwo praktischerweise das Bernsteinzimmer oder die Super-Waffe...??? :cool:
Glück Auf!
Petra

** Der Schacht im Wasser schnell ersäuft, wenn Schnaps nur durch die Kehle läuft. **
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EnoM
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Re: Untertage-Grenzübergang

Beitrag von EnoM »

Und in einem Seitenflügel steht dann sicher der deutsche Zoll und macht stichprobenartige Kontrollen.
Mir ist nicht wohl bei der Sache - sowohl Deutschneudorf und auch Schengen!!!
Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß was ich leide.
(CvD)
alterbergbau.de

Re: Untertage-Grenzübergang

Beitrag von alterbergbau.de »

was wenn man feststellt, dass die verbindung schon besteht :D
Falafel
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Re: Untertage-Grenzübergang

Beitrag von Falafel »

Nu, es wäre nicht der erste UT-"Grenzübergang". Wenn ich mich nicht irre, gibt (gab) es ut sogar ein Schild "Staatsgrenze der DDR ..."

Glück Auf!
Stephan
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Jörn
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Re: Untertage-Grenzübergang

Beitrag von Jörn »

Wie wurde das eigentlich an der Werra geregelt? Die Werke hüben wir drüben dürften doch schon auch VOR der Gründung der Teilung Deutschlands verbunden gewesen sein?
"Das Bergamt braucht doch Wochen, bis es etwas genehmigt!"

Götz George in "Böse Wetter", 2015
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Roby
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Re: Untertage-Grenzübergang

Beitrag von Roby »

Im Besucherbergwerk "Vereinigt Zwitterfeld zu Zinnwald" bei Zinnwald gibt es eine untertägige Verbindung nach Tschechien. Im Rahmen der Führung kommt man auch daran vorbei, darf aber nicht ausreisen. :D

Glück auf!
Roby
Aufn stollen zu fahren sol jedermann frey sein, doch das es mit bescheidenheit und zu gebuhrlicher zeit geschehe. (Joachimsthaler Berggebräuche, 16. Jht.)
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Fahrsteiger
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Re: Untertage-Grenzübergang

Beitrag von Fahrsteiger »

Auch an der Saar waren Deutschland und Frankreich untertage verbunden. Das Bergwerk Warndt wurde untertägig von französischer Seite her aufgefahren.

Glück Auf
Horst
Dem Bergbau verschworen. Im Bergbau geschafft. Zum Bergmann erkoren mit stählerner Kraft.
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Jörn
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Re: Untertage-Grenzübergang

Beitrag von Jörn »

Fahrsteiger hat geschrieben:Auch an der Saar waren Deutschland und Frankreich untertage verbunden. Das Bergwerk Warndt wurde untertägig von französischer Seite her aufgefahren.
Jau, da gabs die eine oder andere Anekdote. Zum Beispiel, wo auf Merlebach mal wieder Sandeinbruch war und HBL sich von Saarbergwerke eine Pumpe auslieh. Sie wurde kurzer Hand unbürokratisch rübergeliefert und verrichtete dort gute Dienste. Dann kam die Zeit, wo man da Geräte zurückbringen wollte. Am Grenzübergang gings nicht weiter, weil natüprlich die Papiere fehlten... Also sind die Kumpels zu dem Außenschacht von Warndt gefahren, welcher auf französischer Seite liegt. Dort haben sie die Pumpe auf den Korb geworfen und man holte sei auf Warndt wieder zu Tage...
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Götz George in "Böse Wetter", 2015
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ufo
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Re: Untertage-Grenzübergang

Beitrag von ufo »

Von Bad Dürrnberg bei Hallein, nähe Salzburg / Österreich aus wurde Salz auf deutschem Gebiet abgebaut. Deshalb gibt es dort eine Untertage-Grenze. Diese wird bei der Führung im Schaubergwerk auch überschritten. Jedoch ist eine "Ausreise" während der Führung ebenfalls nicht möglich.

Glück Auf!
Andreas
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Hallein.jpg
Hallein.jpg (54.46 KiB) 5943 mal betrachtet
Die Natur nimmt sich die Orte wieder die der Mensch Untertage zugänglich gemacht hat
... aber vorher sollten wir noch schnell mal einen Blick riskieren...
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Rudolf
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Re: Untertage-Grenzübergang

Beitrag von Rudolf »

In einem alten "Aufschluss"(VFMG-Zeitsschrift) habe ich mal über den Kohlebergbau bei Stockach(Bayern, Ecke Thüringen) nachgelesen, dass die Gruben auf DDR seite geschlossen wurden, um Grenzübertritte zu verhindern. Allerdings war die Kohle auch nicht sehr ergibig und reich an Schiefer.
Spart Rohstoffe, Bergbau ist - leider immer noch - Blut und Schweiß !
Sven G.
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Re: Untertage-Grenzübergang

Beitrag von Sven G. »

@ Jörn : ... Im Werra Revier gab es keinen Durchschlag nach Hessen. Mir ist auf alle Fälle
keiner bekannt . Dann wären ja bestimmt die Grenztruppen mit eingefahren :shock:



Glück Auf
Sven
Mit kräftigen Spatenhieben nach ..................Unten wegtreten !
Fauli
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Re: Untertage-Grenzübergang

Beitrag von Fauli »

Nein, einen Durchschlag hat es nicht gegeben (es gibt auch heute nur ein Rolloch). Jedoch baute man unter dem jeweils anderes Staatsgebiet ab.
"...denn er ist ein Bergmann;
und ein guter Bergmann fragt nicht danach,
ob ihm tausend Schmeicheleien gemacht werden,
er ist fröhlich, wenn seine Arbeit gut gerät."

Glück Auf !

Fauli
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Re: Untertage-Grenzübergang

Beitrag von Christian Hoffmann »

Im Minette-Revier gibts einen untertägigen Grenzübergang von Luxemburg nach Frankreich.
Mit einem dicken Eisengittertor, welches immer mal wieder aufgebrochen wird.
Und auf französischer Seite sind in den Stößen sogar Sprengkammern, mit denen hätte
man im "Ernstfall" die Verbindung zusprengen können.
Aditus
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Re: Untertage-Grenzübergang

Beitrag von Aditus »

In der lothringisch- luxemburgischen Grenzregion gab es nicht nur einen Grenzübergang. Normalerweise wurden die ehemaligen Durchschläge unter der Grenze massiv vermauert/abgedämmt. Nur die Hauptstrecken überquerten die Grenze und waren mit Toren gesichert.
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P1050951 (2).JPG
Gruß

Sven
Frank de Wit
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Re: Untertage-Grenzübergang

Beitrag von Frank de Wit »

Grenze Belgien - Holland (die Niederlande)
Grenzmauer hat ein kriechloch ;)
Haben wir besucht mit die VV 2005 an beide Seiten
Mann o mann was geht die Zeit schnell...
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Caestert1.jpg
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Mops
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Re: Untertage-Grenzübergang

Beitrag von Mops »

Gehört nicht ganz zum Thema, ist aber artverwandt:
In einer Schauhöhle gab es bis ca. 1990 einen untertägigen Grenzübergang zwischen Ungarn und Slowakien (Domica-Höhle und Baradla-Höhle), nur für Einheimische passierbar. Die Grenze verläuft auch heute noch quer durch das Höhlensystem und ist gekennzeichnet. Ich war voriges Jahr dort, habe aber kein Foto gemacht...
Glück auf! | Mops

http://www.kalkschlotten.de
OHo
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Re: Untertage-Grenzübergang

Beitrag von OHo »

Wegweiser in die Vergangenheit (CR nach D)
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