Der Traum des Daniel Knappe

Hier kann man historische Berichte, Geschichten und Legenden aus dem Bergbau veröffentlichen. Auch aktuelle Anekdoten, Befahrungsberichte, Erlebnisse etc. sind hier gut aufgehoben
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pokergirl78
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Der Traum des Daniel Knappe

Beitrag von pokergirl78 »

Das muß eine wilde Zeit gewesen sein, denn dicke Waldungen bedeckten noch den Pöhlberg und die anderen Berge, und die Bären und Wölfe kamen bis vor der Menschen Häuser. Im Dorfe Frohnau lebte damals ein Bergmann mit seiner kranken Frau und sieben Kindern. Er war ein fleißiger und rechtschaffender Mann und hieß Daniel Knappe. Unverschuldet war er in große Not geraten und wußte keinen Außweg.
Da schien ihm eines Tages im Traume ein Engel. Er sprach zu ihm: "Geh morgen hinaus in den Wald droben am Fuße des Schreckenberges. Dort wirst du eine Tanne finden, die alle anderen Bäume an Höhe überragt. Sie hat in den Zweigen ein Nest mit goldenen Eiern. Suche den Baum, denn die Eier sind dein! Doch wisse sie auch wohl zu gebrauchen!"
Am nächsten Morgen brach der Bergmann auf, um draußen im Walde jenen wundersamen Baum zu suchen. Und bald hatte er nahe der Wolfshöhle die Tanne entdeckt, von der er sich die goldenen Eier versprach. Das machte ihn fröhlich. Bis in des Wipfels höchste Zweige war er gestiegen, doch fand er weder Nest noch die goldenen Eier. Da kehrte seine alte Traurigkeit zurück.
Und weil ihm der Baum genarrt hatte, stieg er unmutig herab, um sich am Fuße des Baumes eine kleine Ruhe zu gönnen. Er dachte über sein Schicksal nach und auch darüber, ob er den Traum nicht falsch gedeutet haben könne. Dabei fiel ihm ein, daß unter den Zweigen wohl auch die Wurzeln des Baumes vestanden sein könnten. So eilte er heim hohlte Gezäh und begann, nahe des Baumes die Dammerde zu durchbrechen, um einzuschlagen. Er glaubte, den Augen nicht trauen zu dürfen, denn gar nicht weit von der Oberfläche blinkten ihm mächtige Silbergänge entgegen, die nach allen Seiten strichen.
Ein solcher Anbruch konnte nicht verborgen bleiben. Alsbald war die Kunde über alle Lande verbreitet. Das machte Mut zum Bergbau. Und so zogen viele herzu, um sich in der wilden Gegend niederzulassen und zu schürfen. Herzog Georg den Bärtigen veranlaßte das, eine neue bergstadt zu gründen. Am 21. September 1496 wurde der Grundstein zum ersten Haus dieser neuen Stadt am Schreckenberg gelegt, die später Sankt Anna zu Ehren Annaberg geheißen wurde. Zum Andenken an Daniel Knappe heißen noch heute die bergleute im allgemeinen die Knappen und der Fundort nach Knappes Weib Katharina Kathelstein.

(Quelle: Die Silberne Rose - Europäische Bergmannssagen von Blechschmidt, Leipzig 1984, Sagenbuch des Königreiches Sachsen von Meiche, Leipzig 1903)
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geophys
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Re: Der Traum des Daniel Knappe

Beitrag von geophys »

Nach dem du hier den Klassiker der erzgebirgischen Legenden zum Besten gebracht hast, empfände ich es als Sahnehäubchen, wenn du mal einige Worte über dich, sprich eine kurze Vorstellung, im "Füllort" verlierst ... :wink:
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geophys
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Stefan_O
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Re: Der Traum des Daniel Knappe

Beitrag von Stefan_O »

Das Sagenbuch (Sagenbuch des Königreiches Sachsen von Meiche, Leipzig 1903) gibts online:

http://www.archive.org/details/Sagenbuc ... chsSachsen
bzw
http://ia361308.us.archive.org/7/items/ ... hsSachsen/

Für einen Google-Scan ist die Qualität erstaunlich. Die Sage oben findet sich als Nr. 1075 auf Seite 863.

Cheers,
Stefan
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kapl
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Re: Der Traum des Daniel Knappe

Beitrag von kapl »

Ist der Teil der Sage nicht auch im Altarbild von Annaberg zu sehen?
Pöhlberger
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Re: Der Traum des Daniel Knappe

Beitrag von Pöhlberger »

Stimmt...
Hans Hesse hat auf der Rückseite des Annaberger Bergaltars diese Sage mit eingebunden und mit dem Vermerk "Knappi 2" den unter der Tanne schürfenden Knappe dargestellt.
Allerdings hieß der Bergmann tatsächlich Caspar Nietzel(t) oder Nicelt, nicht Daniel Knappe...
Er erschürfte 1491 am Schreckenberg das erste Silbererz:
"Anno 1492 (eigentlich müsste es richtig 1491 heißen) hat einer zu Frohnau gewohnet, Namens Caspar Nicelt, der hat einen Gang ausgescherffet am Schreckenberg und einen Fletzen angetroffen, der hat 2 Loth Silber gehalten. Derselbe ist auffn Geyer geloffen (nach Geyer gelaufen) zu einem Schmelzer mit Namen Martin Pflug, und hat es laßen probieren. Da hat der Schmelzer auch 2 Loth darinnen gefunden..."
Aus der Chronik des Annaberger Berggeschworenen und Bürgermeisters Valten Hanfstengel.
Bereits am 31.07.1492 sind die "Gewercken uff dem Schreckenberg" urkundlich nachgewiesen und 1496 gründete man die Neustadt am Schreckenberg, später St. Annaberg genannt...

Glück Auf!
Uwe
Bergzwerg
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Re: Der Traum des Daniel Knappe

Beitrag von Bergzwerg »

GA. Uwe. Sagen und Lügen gehen einher. Fakt ist,daß an jeder Sage und Lüge etwas Wahres dran ist! Im Briccius ist ein wesentlich älteres Datum nachgewiesen.Außerdem hieß die Grube net immer so. Wolfszeche wurde und wird immer wieder mit St. Briccius in Verbindung gebracht! Bergleute sind zu jener Zeit viele Km. zur Arbeit gelaufen. Selbst wenn er in Frohnau ansässig war, muß es net bedeuten das er dort einen Gang erschürfte. Schürfrechte wurden zu jener Zeit sehr oft vergeben,um die Finanzlage des Landesherren zu verbessern. Wurde ein Schürfrecht vergeben,hatte jener mit den Arbeiten innerhalb eines Quartals anzufangen,ansonsten verfiel dieses Recht! Heute nennt man so was Fördermittel. Außerdem war zu jener Zeit die Albertinische und Ernestinische Teilung voll im gange und jeder von den Herren wollte das max.für sich erreichen.Buchholz wurde als Ernetinische Gründung der neuen Stadt am Schreckenberg entgegengestellt um die jeweiligen Machtberreiche abzugrenzen und Machtanspüche zu erheben. Wäre in Buchholz mehr Ag gefunden worden, hieße es heut net Annaberg- Buchholz sondern Buchholz- Annaberg! Aber um nochmals auf den Kern zu kommen. Briccius ist die älteste nachgewiesene Grube am Schreckenberg. Warum sollte Daniel Nietzel net dort geschürft haben und net in Frohnau? GA. Karsten
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Nobi
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Re: Der Traum des Daniel Knappe

Beitrag von Nobi »

Bergzwerg hat geschrieben: Briccius ist die älteste nachgewiesene Grube am Schreckenberg.
:?

Sicherlich meinst Du den Pöhlberg, oder?
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Bergzwerg
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Re: Der Traum des Daniel Knappe

Beitrag von Bergzwerg »

Aber sicher! Hast Du auch daraufhin Infos oder verrenne ich mich in irgend eine Sage oder Lüge?
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Nobi
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Re: Der Traum des Daniel Knappe

Beitrag von Nobi »

Wie es letztlich gewesen ist, wird man nicht mehr so recht sagen können. Die Sage ist aber sehr nett und durch Hesse ja auch schon in alter Zeit "niedergemalt".
Dippoldiswalde zeigt eindrucksvoll, wie schnell man plötzlich neue Fakten auf den Tisch bekommt und so manches überarbeiten darf.

Sicher ist nur, dass die Benennung A-B nichts mit dem Silber zu tun hatte, sondern mit den russischen Gästen :)
Mehr zu alledem wissen bestimmt die zahlreichen "Eingeborenen" aus der Region, die sich mit der Geschichte dort bestens auskennen.
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Bergzwerg
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Re: Der Traum des Daniel Knappe

Beitrag von Bergzwerg »

Keine Ahnung was in Dipps war! Wichtig ist doch nur,daß viel verschleiert wurde um das eigene Interresse in den Vordergrund zu schieben.Das haben die Alten auch net anders gemacht wie wir heute.Außerdem hatten die damals noch den starken Glauben. Wie steht am Anfang des Fürstenzuges geschrieben" Ein Füstenstamm des Heldenlauf reicht bis in unseren Tagen, in grauer Vorzeit ging er auf mit unsres Volkes Sagen". Manchmal denke ich,daß durch Legenden,die sich eben im Lande verbreiteten,Arbeitskräfte anglockt werden sollten. Das würde auch die Erklährung der Hungersnöte im Erzgebirge,zur Zeit des Rückgangs der Ag-Produktion,nachweisen. Die Bergleute wurden durch Legenden anglockt. Beispiele gibts viele. Als der Bergbau im Oberharz und Goslar rückläufig war,aufgrund der Wasserlösung,und im Erzgebirge neue Lagerstätten erschürft wurden,noch dazu das die Gruben im Harz durch die Reichsacht Heinrich des Löwen,in den Besitz der Staufer überging. In dieser Zeit wurde Freibergs Ag erschürft. Als Freibergs Bergbau,beim Erreichen der Tiefbaue,das erste mal niederging und im Harz neue Lösungen zur Wasserhaltung- und hebung erfunden wurden,wanderten die Bergleute,in ihrer Not getrieben,wieder nach Goslar ab. Erst mit der Erfindung des Ehrndorfer Kunstgezeugs konnte man ein neues Berggeschrei heraufbeschwören und die Abwanderung von Arbeitskräften verhindern. Das erklärt mir,daß die Sage um Kaspar Nietzel eigendlich der Anfang vom 2 Berggeschrei war. GA.Karsten
Schlacke
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Re: Der Traum des Daniel Knappe

Beitrag von Schlacke »

Die Sage vom Knappen Daniel wird unterschiedlich dargestellt. Wenn man den Vorläufer des "Bergaltares" von Hans Hesse betrachtet, der älter ist, erscheint ebenfalls der Bergmann als hl. Daniel. Das Bild befindet sich (lt. Literatur) in der St. Katharinenkirche von Annaberg-Buchholz. Der Bergbauheilige "Daniel" ist erwähnt in der Veröffentlichung von G. Meier:

Montanhistorische Motive auf dem Wolfgangsantar in der St. Katharinenkirche von Annaberg-Buchholz, in: Sächsische Heimatblätter, Jg. 44 (1998), H. 2, S. 70-74, digitalisiert unter Nr. oa0008

Die Beschreibung mit kurzer Erwähnung des Knappen Daniel ist ebenfalls in: G. Meier: Einige Montanhistoische Aspekte zur Rückseite des Bergknappschaftsaltares der St. Annenkirche zu Annaberg-Buchholz, in: Sächsische Heimatblätter, Jg. 42 (1996), H. 6, S. 337-342, digitalisiert unter Nr. oa0002

Die Digitalisate findet man unter http://www.dr-gmeier/onlineartikel/oa0002.pdf

Eine weitere Sagenvariante beschreibt Heinrich Stötzel in seinem Werk "Die deutsche Bergmannssage, Essen: 1936, auf S. 37: Der Bergmann Daniel

Glückauf!

Elmar Nieding
...die unterirdischen Grubengebäude in ihre Schreibstube bringen...
Héron de Villefosse (1774-1852), Bergingenieur im Dienste Napoleons.
(H. Dettmer, 2014)
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Stefan_O
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Re: Der Traum des Daniel Knappe

Beitrag von Stefan_O »

Beim Link fehlt das ".de". Hier der genereller Link zu den Online-Artikeln, es sind ein paar interessante dabei...

http://www.dr-gmeier.de/index.php?conte ... ineartikel

Cheers,
Stefan
Bergzwerg
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Re: Der Traum des Daniel Knappe

Beitrag von Bergzwerg »

Das würde aber noch net den Bergbau am Pöhlberg um das Jahr 1450 erklären! Bei der Verleihungsurkunde an Erhart Altmann ist schon der Suchstollen verliehen worden(Den die Alten haben angefangen). Aus dieser Zeit wurden Relikte gefunden und zeitlich bestimmt. Das bedeutet aber auch,daß der Bergbau um das jetzige A-B. vorher begonnen haben muß. Zeitlich kann ich das net eingrenzen,deshalb gibt es den Bereich der Montanhistorik. Selbst in jüngster Zeit rankten sich Legenden um Bereiche von St. Briccius.Nachdem der Verein diese aufgewältigt hatte, konnte durch die fleißigen Vermesser, ein detailierter Grubenriß erstellt werden. Nochmals auf die in der Legende erwähnte Wolfshöhle. Da es am Pöhlberg keine natürlich entstanden Höhleneingänge gibt,könnte es doch möglich sein(nur Vermutung) das der Bergbau auf schon wesentlich älteren Versuchen aufbaute und sich neue Technologien zunutze machte. (Auntienzerkultur) Also,wer von den Montanhistorikern hier,kann mir ne schlüssige Antwort für 1000 Jahre fehlender Geschichtsscheibung geben.
hungerlieb
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Re: Der Traum des Daniel Knappe

Beitrag von hungerlieb »

Hallo Karsten,

ich verstehe zwar in etwa worauf Du hinaus willst, aber warum sollten die anderen Forenuser erklären können wie die Bergaugeschichte in Annaberg begann? Es gibt in vielen Revieren große Unbekannten, was den Beginn des Bergbaus betrifft, weil viel Wissen verloren ging (Verwüstung/Überprägung und Stadtbrände).
Ohne die wichtigen Chroniken gelesen zu haben, möchte ich behaupten, dass eigentlich die bisher bekannten Erklärungen ganz schlüssig: die älteren Bergstädte Geyer und Ehrenfr.d. waren vorhanden, sowie auch einige Waldhufendörfer im oberen Gebirge (Königswalde - 1200) und von da aus hat man weiter erkundet. Sicher hat man auch noch an anderer Stelle geschürft. Bekannt ist halt die Ostseite vom Pöhlberg und oberes Buchholz (Alte Thiele).
Die Nicelt Sache war halt am Schreckenberg und der ist eben nicht der Pöhlberg, die Bergstadt ist ja nicht umsonst auch am Schreckenberg entstanden...

MFg Sven
Glück Auf!
Sven
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Re: Der Traum des Daniel Knappe

Beitrag von Pöhlberger »

... ergänzend zu Hungerlieb:
die "Wolfshöhle" gab es sicher eher in der Nähe des "Wolfs-Steines" oder "Wolfsfelsens", der noch heute Sehma-flussabwärts von Frohnau steht.
Die sogenannte "Wolfszeche" am Osthang des Pöhlberges hat damit sicher NICHTS zu tun!
Man kann hier nicht Birnen mit Äpfeln vergleichen:
Der Kupferbergbau am Osthang des Pöhlberges ist bedeutend älter, als die Sage von Caspar Nietzelt.
Wann am Osthang des Pöhlberges und im Bereich der Buchholzer "Alten Thiele" der Bergbau wirklich begann, bleibt noch ein Rätsel.
Dagegen lässt sich der Beginn des Annaberger (Frohnauer) Silberbergbaus auf plus/minus ein paar Monate relativ genau datieren.
Der Ehrenfriedersdorfer Zinnbergbau ist noch vieeel älter... und nicht vergessen sollte man ganz oben auf dem Erzgebirgskamm den Kupferbergbau am "Kupferberg" ( jetzt auf tschechischer Seite gelegen). Von dem ist mir auch kein gesicherter Beginn bekannt.
Sagen und Legenden gibt es viele, je länger sie erhalten bleiben, um so mehr gehen die wahren Fakten verloren.
Wenn man richtig recherchieren will, muss man so weit wie möglich "hinten" anfangen, um die Wahrheit zu finden.
Das hat mir mal BERND LAHL mit auf den Weg gegeben, der sicher manchen hier bekannt ist. Und daran halte ich mich...
Deshalb bleibt mein persönlicher Traum, die Pinge hinter der Skihütte am Osthang des Pöhlberges, als sicher ältestes Zeugnis des "Kupfer"-Bergbaus am Pöhlberg einmal auf die Spuren des Anfangs untersuchen (zu lassen). Denn dort begann sicher der weit über 500 Jahre alte Bergbau am Pöhlberg...

Glück Auf!
Uwe
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