TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

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Mops
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Mops » Fr. 07. Dez 18 22:43

Gerade findet die UN-Klimakonferenz in Katowice statt, also mitten in einer polnischen Sonderwirtschaftszone. :?:
Glück auf! | Mops

http://www.kalkschlotten.de

Uran
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Uran » Sa. 08. Dez 18 13:05

Was willst du uns jetzt damit sagen? :gruebel:
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.

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MatthiasM
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von MatthiasM » So. 09. Dez 18 2:20

Kurze Frage zu den Filmkritiken: Das waren ja erstens die zwei Teile der Doku
Die Steinkohle Teil I - Aufbruch in eine neue Zeit -
Die Steinkohle Teil II - Ende einer Ära
und dann extra die Doku
Kampf um die Kohle - Die schwarze Renaissance ?
Was war denn das "schlimme Machwerk" (Zitat Uran) - die zweiteilige Doku oder der andere Film?

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markscheider
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von markscheider » So. 09. Dez 18 7:56

Ich schätze mal Doku, Teil 1.

Übrigens war gestern unsere Barbarafeier und u.a. auch die Doku ein Thema. Auch hier wieder wie auf Arbeit: Lob und Preis von den Wessis, verhaltene Kritik der Ossis.

Mannl
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Mannl » So. 09. Dez 18 10:26

Mal zurück zum Klima :

Wetter „unbilden“ im Erzgebirge


1420 o Warmer Winter,
() am 20.3. blühen die Bäume (171), o am 04.04. blüht der Wein in Mitteldeutschland, im April reifen Erdbeeren und Kirschen,

1425 x weicher Winter, Pfirsiche und Rockenblumen blühen im Winter

1471 o sehr warmer Winter, hitziger Sommer, frühe Ernte

1472 In diesem Jahr gab es eine große Dürre, von Pfingsten bis zum 8. September regnete es nicht.

1473 O hitziger Sommer, viele Wälder brennen (z.B. im Harz brennt der Wald 4 Meilen weit und werden 100.000 Acker Holz vernichtet.), für Wasser wird mehr als für Wein bezahlt, Weichsel trocknet aus, großer Hunger, Heu, Grummet, Gerste und Hafer verbrennen
x daruaf harter grimmiger Winter, viel Schnee

1474 o noch ein heißer Sommer, Unstrut, Saale und Mulde trocknen aus, Stürme auf dem Meer, Heuschrecken in Böhmen
() 29.6. Orkan über Süddeutschland vom Rhein bis nach Ungarn, große Schäden an Wäldern und Häusern (368)

1483 () 16.3. Sonnenfinsternis, danach Unwetter und Regen, der Sommer ist trocken (165)
x große Teuerung, Mangel an Korn Vieh und Butter (249)
() die Teuerung wird der überhöhten Ausfuhr zugeschrieben
Fritz Hagen, Volksstimme v. 5.8.1983; Trockenheit und Hungersnot, Pest, Wasserstand an der Elbe so niedrig, daß die Menschen von Ende Juli bis Ende September durchwaten könnten

1493 o warmer Winter, im Januar bis 1. Hälfte Februar blühen die Bäume

1538 Das Jahr begann mit einer solchen ungewöhnlich warmen Temperatur, dass zum Neujahrstag und hohen Neujahrstage die Mädchen Veilchen und Kornblumenkränze trugen, worauf ein Sommer mit großer Dürre folgte.

Christian Lehmann schreibt dazu in seinem "Historischer Schau Platz des Ober Ertz-Gebürges" (Original von 1699) auf Seite 428: "Anno 1509, 1516, 34, 40, 49 sind fast alle Brunnen im Gebirge versiegen/die Flössen/Mühlen und Hammer-Hütten stunden müssig/die Hammer-Arbeiter lieffen betteln/Laub und Gras verdorrete/das Wild verschmachtete auf den Wäldern/die Elbe/Saal und Eger konnte man durchwaden/auch von einem Stein auf den andern trucken übergehen/und mußten darbey Menschen und Vieh Noth leiden ..."
Im nächsten Kapitel "Von der Berg-Witterung und Erdbrand" geht er speziell auf das Jahr 1540 ein und schreibt zu den Erdbränden dieses Jahres auf den Joachimsthaler Zechen "Thürnberg" und "Schweizer" auf Seite 431: "... daß das Erd-Feuer die Metall sehr erhitze/auch offt gar verbrenne/zu Sinter/Staub und Kohlen mache ... Denn das Erdfeuer säugt und zeucht aus dem Gestein allerley Dunst/Broden und Fettigkeit zusammen/und zielet die Erze/schmelzt sie auch wieder/daß das Glaß-Ertz auff einander tropffet/offt verbrennet es die Silber und sauget sie aus/daß nichts mehr drinnen ist/als man denn in Bergen große Höhlen/Klüffte und Drusen findet/die das Erdfeuer ausgebrant/und Laub und Gras versenget hat.


Schönen 2. Advent und ein herzliches Glück Auf ! aus dem Weihnachtsland
Ehre dem Bergmann, dem braven Mann !
Glück Auf ! Mannl

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Finstergrundbergbau
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Finstergrundbergbau » So. 09. Dez 18 12:19

Höhen tiefen gab es immer

zu den von Mannl geschrieben Jahre waren noch keine 1.000ende von Autos unterwegs
auch Schwerindustrie, Kohle-Kraftwerke welche Abgase erzeugen usw. waren nicht vorhanden.....
GA schöner 2. Advent

Uran
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Uran » So. 09. Dez 18 13:01

MatthiasM hat geschrieben:
So. 09. Dez 18 2:20
Was war denn das "schlimme Machwerk" (Zitat Uran) - die zweiteilige Doku oder der andere Film?
Das war der 1. Teil.
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.

Uran
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Uran » So. 09. Dez 18 13:24

Mannl hat geschrieben:
So. 09. Dez 18 10:26
Mal zurück zum Klima :

Wetter „unbilden“ im Erzgebirge

Da kann ich noch eins draufsetzen.

1400
In Folge ausbleibender Regenfälle trocknete die Mulde aus.

1486
Auf die Weihnachtswärme des Vorjahres folgte ein anhaltend strenger Winter, so dass es, nachdem kurz vor Fastnacht ein Hochwasser großen Schaden anrichtete, Ende April wieder hart fror und großen Schnee legte.

1491
Eine zerstörende Eisfahrt führte am Abend des 4. Februar dazu, dass durch stauendes Eis die Tränkbrücke nebst zwei Jochen weggerissen wurde.
Das Wasser stand zwei Ellen hoch, überflutete den Anger und trieb das Flößholz fort. Das neuerbaute Rats-Fischhaus wurde, wie auch sämtliche Brücken bis Waldenburg durch die Flut zerstört.

1504
Eine langanhaltende Dürre im Sommer sorgte für großes Leid.

1511
18. Februar
Eine Eisfahrt reißt die Bierbrücke, mehrere Eisbäume und die Pölbitzer Brücke mit fort. Es entstand großer Schaden.

1517
6. Januar
Eine große Eisfahrt richtete Schaden an Gebäuden, Mühlwerken und Gärten an. Im Stadtgraben stand das Wasser gleich mit der Mulde.

1529
Im Februar blühten die Veilchen, während mitte April heftige Kälte mit großem Schnee einfiel, worauf wieder ein nasser Sommer folgte.

1540
Im Sommer stellte sich eine solche Hitze und Dürre ein, dass weit und breit großer Wassermangel entstand und im Erzgebirge sogar mehrere Wälder sich von selbst entzündeten.

1544
Die große Kälte hielt bis Anfang Februar an, so dass alle Mühlen einfroren. Darauf folgte im August große Dürre.

1546
Eine große Eisfahrt riss am 22. Januar den Röhrensteg und den großen Rechen größtenteils weg, zerstörte den heiligen Geist-, den Schloßmühl- und den Walckersteg, sowie den kleinen und den Schloßmühlrechen völlig. Von der Bierbrücke und dem niederen Wehr wurden Joche weggerissen und es entstand auch sonst großer Schaden.

1556
Am 30. Dezember gab es eine zerstörende Eisfahrt, wie sie seit 40 Jahren nicht erlebt wurde. Sie nahm nicht nur sämtliche Brücken, die beiden Rechen nebst sämtlichen Flößholz mit, sondern richtete auch an Mühlen und Gebäuden großen Schaden an.

1557
Während man um Johannis (Ende Juni) einheizen mußte, fingen Ende August die Bäume, Mitte Oktober sogar die Rosen wieder an zu blühen, und zu Michaelis (29. September) waren frische Erdbeeren zu haben.

1558
In diesem dürren Jahr richtete ein Raupenplage ungeheuere Verwüstungen an.

1565
Am 23. Februar zerstörte eine Eisfahrt nach lang anhaltender strenger Kälte die Bierbrücke, die Eisbäume der Tränkbrücke, einen großen Teil des großen Rechens, den heiligen Geist- und den Röhrensteg.

1568
Im Januar war es so warm, dass man das Vieh austrieb, ackerte und säte, worauf im Februar nach starken Gewittern sehr viel Schnee fiel.

1577
Dieses Jahr begann mit einem ungewöhnlich warmen Frühling, indem bereits zu Ostern (7. April) die Bäume blühten, wogegen es zu Christi Himmelfahrt dickes Eis fror.

1580
Im Herbst herrschte eine langanhaltende große Dürre, durch welche die Flüsse dermaßen versiegten, dass alle Mühlen standen.

Ich kann das hier noch stundenlang weiter führen. Ich hab auch nur die Hitze- oder Wärmeeinbrüche genannt. Das fand alle in der vorindustriellen Phase, die willkürlich auf 1750 festgelegt, wurde statt. Für den ungeübten Leser zur Erklärung. Eine Eisfahrt gibt es bei massiven Wärmeeinbrüchen bei gleichzeitigen warmen Regen.

Im Film Teil 1 wird übrigens dokumentiert, das es auch vor 1750 schon jede Menge rauchenden Schornsteine gab. Allerdings gab es noch keine App um sie zu finden. Wahr auch nicht nötig. Sie waren weithin zu sehen und man war stolz darauf.
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Uran » So. 09. Dez 18 13:27

Finstergrundbergbau hat geschrieben:
So. 09. Dez 18 12:19
zu den von Mannl geschrieben Jahre waren noch keine 1.000ende von Autos unterwegs
auch Schwerindustrie, Kohle-Kraftwerke welche Abgase erzeugen usw. waren nicht vorhanden.....
Es gab aber auch noch keine Massenverdummung, Klimaaktivisten und eine Industrie die an der Klimahysterie jährlich Milliarden verdient.
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von MatthiasM » So. 09. Dez 18 13:34

Ich hab tatsächlich nur den zweiten Teil der Doku zum Schluß und die Extra-Doku
"Kampf um die Kohle - Die schwarze Renaissance ?" gesehen, auch eher nur aus dem Augenwinkel, aber alle drei runtergeladen aus der Mediathek, um sie mal in Muße zu rezipieren. Scheint aber (bitte nehmt es nicht persönlich) betreffend Subjektivität/Objektivität die hier im Forum latente Klimaschützer/Klimaskeptiker-Diskussion zu befeuern, wenn ich die Aufrechnung der Wetterereignisse hier sehe.
:mussweg: :bier:

GA Matthias

PS.: "In dem Thema wurde in der Zwischenzeit mindestens ein neuer Beitrag erstellt. Du kannst deinen Beitrag überprüfen und ihn gegebenenfalls anpassen."
"keine Massenverdummung, Klimaaktivisten und eine Industrie die an der Klimahysterie jährlich Milliarden verdient"
q.e.d.
Ich wollte oben extra NICHT Klimaleugner schreiben. Sorry. Bitte gehen wir alle wieder zurück in unsere Filterblasen, lüften gescheit durch (oder lassen das Fenster zu), machen weiter wie bisher und gut. :roll:

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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Uran » So. 09. Dez 18 18:23

Naja. Klima kann man nicht leugnen. :wink: Man kann auch nicht leugnen, das es vor rund 1000 Jahren wärmer war wie heute. Kam jetzt ein schöner Beitrag im Fernsehen. ARD oder ZDF. Wir befinden uns am Ende einer Eiszeit. In der Vergangenheit war die Erde zu 90% eisfrei. Das ist übrigens keine Theorie, sondern Realität. :)
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Rudolf » So. 09. Dez 18 18:53

Vor Jahren hatte ich Kontakt zu einem Dr. der Geologie der meinte, aus seiner Sicht wäre es Quatsch, dass die Klimaerwärmung vom CO2 Ausstoß herkommt. Würde das ganze nur noch verstärken. Und als Haniball mit den Elefanten über die Alpen ist, wären weniger Gletscher dagewesen. Keine Ahnung, ob es stimmt --- Der Geologe hat eine Familie aber kein Auto (wir wohnen extra in S Bahn Nähe, dann brauchen wir kein Auto, sagte er damals)
Abgesehen davon, mir sind polnische Steinkohlebergwerke lieber als polnische Kernkraftwerke.
Die Kosten der Energieerzeugung, egal wie, sollte man jedenfalls direkt auf den Strompreis umlegen. Egal ob verockerte Spree durch den Braunkohlebergbau, Ewigkeitschäden durch die Steinkohle oder die noch ungeklärten Entsorungskosten der AKWs.
Und vieleicht etwas Energie sparen, muss ja nicht jeder mit einem Mercedes oder Porsche SUV durch Berlin bzw. mit einem
Koreaner SUV durchs Erzgebirge fahren. Besser großzügig Energie sparen, und das nicht nur beim Staubsauer!
markscheider hat geschrieben:
So. 09. Dez 18 7:56
Übrigens war gestern unsere Barbarafeier und u.a. auch die Doku ein Thema. Auch hier wieder wie auf Arbeit: Lob und Preis von den Wessis, verhaltene Kritik der Ossis.
Vieleicht liegts daran, dass wir einige Jahrzehnte eine getrennte Sozialisierung hatten. Ich glaube, wenn ich im Osten unseres Landes aufgewachsen wäre, würde ich heute bei den Wörtern "Klassenkampf" und "Arbeiterbewegung" schon im Vorfeld eine Kriese bekommen, so oft wie die Begriffe da gebraucht oder missbraucht wurden.
Spart Rohstoffe, Bergbau ist - leider immer noch - Blut und Schweiß !

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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Uran » So. 09. Dez 18 19:22

:meister:
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Mannl » So. 09. Dez 18 21:22

Da haben wir ja wieder was angerichtet …. :meister:
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Uwe Pohl » So. 09. Dez 18 22:48

Au weija :bier:
Wir sind zwar in einem Forum, welches sich mit untertägigen Themen beschäftigt, aber bevor die Diskussion mit Beiträgen von selbsternannten "Klimaexperten" tatsächlich noch unterirdisch wird, schlage ich vor das Them "Klima" zu beenden.

Bevor isch misch uffreesch, isses mir liwwer egal.
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Ruhrbergbau » Mi. 19. Dez 18 19:48

TV-Tip
Am 20.12.2018 um 0.30 Uhr - 02.00 Uhr im ZDF
Schwarzes Gold
Die Geschichte der deutschen Steinkohle
Film von Jobst Knigge und Manfred Oldenburg

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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Ruhrbergbau » Mi. 19. Dez 18 19:50

Wünsche allen nach dem Film eine schöne Diskussion !

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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Ruhrbergbau » Do. 20. Dez 18 12:44

Alles ziemlich pauschal erzählt.
Die Geologie vom Ruhrbergbau und seiner Lagerstätten ist natürlich, sehr kurz angeschnitten worden. :gruebel: :gruebel:
Die Entwicklung der Bergbautechnik ist mehr als mangelhaft dargestellt worden und die Zulieferbetriebe verlieren auch Arbeitsplätze.
Auch die Zeit vor der RAG, hätte man mehr Zeit geben können, denn der Aufbau und die Verflechtung seiner Gesellschaften ist bemerkenswert.
Die Redner im Film haben den Bergbau meistens nicht erlebt, wurden mit Sicherheit aber dafür ausgewählt, damit alles positiv erzählt wird.
Die unrühmliche Rolle der IGBCE ( Gewerkschaft ) wurde nicht erwähnt ! Auf den Verein schiebe ich meinen größten Frust und bin natürlich auch ausgetreten. Betriebsräte: Einige waren wirklich gut, aber einige konnte man in die Tonne kloppen. Die negativen Betriebsräte ( Schreibtischtäter ) wurden auch noch von der RAG befördert !
Einige Führungskräfte ( Fahrsteiger, Obersteiger / Abteilungsleiter, Bereichsleiter ) waren wirklich erstklassig und waren auch vor Ort, wenn nichts mehr ging, auch wenn Weihnachten war. :top: :top: :top:

Das Zeitalter der Kohle ist nun vorbei und wie geht es weiter ?

Ich sage danke an alle Kumpels, weil es eine geile Truppe war !

Glück Auf

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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Mannl » Do. 20. Dez 18 13:32

Ja, nun hat es den Steinkohlenbergbau "erwischt"
Vor 28 Jahren waren es die "Wismutkumpels" …
Als nächstes kommt wohl die Braunkohle dran. Wie heißt es in einem Lied - "... alles kommt vom Bergbau her … "
Einfach nur traurig :(

GLÜCK AUF !
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Finstergrundbergbau » Do. 20. Dez 18 15:18

ja tragisch ....
alles kommt vom Bergbau her.... das Stimmt ja auch heut noch.... nur nicht mehr alle Rohstoffe aus unserem Lande.

Bin gespannt wie es weiter geht Betreff der Preisentwicklung.
Beim Braunkohlebergbau wird ja schon mächtig druck gemacht, damit dort das gleich Schicksal folgt wie bei der Steinkohle

Glück Auf, auf die Zukunft!

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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Harzer06 » Do. 20. Dez 18 19:07

Moin,

im Grunde hat es den Steinkohlenbergbau nicht überraschend "erwischt", sondern der Rückgang zog sich bereits über Jahrzehnte hin. Wenn die Kohle aus Übersee trotz langer Transportwege immer noch billiger als die deutsche ist, zeichnet sich das Ende eben unausweichlich ab. Hätte man die vielen, vielen Milliarden Subventionen in einen vernünftigen Strukturwandel investiert, anstelle sie in etwas Versinkendes zu stecken, würde heute niemand vom Auslaufen der deutschen Steinkohle groß Notiz nehmen. Auch der Arbeitsmarkt nicht.

G´Auf
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Finstergrundbergbau » Do. 20. Dez 18 20:04

das ist richtig!
Nur ein Problem: der Rohstoff mag billiger inclusive Transport sein, welcher Preis zahlen diejenigen, welche den Rohstoff abbauen?
Diese Kohle ist nicht schwarz sonder rot vom Blut
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 27332.html

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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Nobi » Fr. 21. Dez 18 7:38

Hoffentlich bekommen die Braunkohlekumpels ähnliche Konditionen geboten, wenn es denen politisch gewollt an den Kragen geht ...


Hier mal was aus dem politischen Tollhaus unserer Stadt :x

Vor den Toren der Stadt steht mit dem Braunkohlekraftwerk Lippendorf das bzw. eines der modernsten Braunkohlekraftwerke Europas für die Stromerzeugung mit Betriebserlaubnis mind. 2040. Die ohnehin anfallende Abwärme wird als Fernwärme für Leipzig genutzt, soweit - sogut.

Nun hat man im Rathaus der Stadt Leipzig beschlossen, den 2023 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Man will sich stattdessen "unabhängig" von der bösen Braunkohle machen. Dazu will man, in nur 4 Jahren :D , ein Gaskraftwerk mitten in die Stadt bauen. Man rechnet mit 150 Mio. Euro Kosten und 100prozentiger Förderung (kostet nix - zahlt ja der Steuerzahler, wird aber aus Erfahrung mindestens doppelt so teuer).
Man gibt sogar zu, dass dadurch über viele Jahre (mindestens bis zur Abschaltung von Lippendorf) mehr CO2 produziert wird, aber CO2 aus russischem Erdgas mitten in der Stadt ist scheinbar besser als das von der heimischen Braunkohle weit vor den Toren der Stadt. Die Abwärme des Kraftwerkes würde dann ab 2023 ungenutzt in die Wolken gepustet.

Um das ganze noch abzurunden geistert jetzt die Idee rum, das neue Gaskraftwerk direkt neben das bestehende Kraftwerk zu bauen (die Fernwärmeleitungen liegen ja ...). So würde man Gas zur Wärmeerzeugung verbrennen, während im Braunkohlekraftwerk nebenan die Wärme ungenutzt verpufft.

Willkommen in D des 21. Jahrhunderts ...

http://www.lvz.de/Nachrichten/Wirtschaf ... lbst-bauen
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Der Berg ist frei.
Wo eyn man eynfahrn will
mag her es thun mit rechte.


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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Finstergrundbergbau » Fr. 21. Dez 18 8:13

Finstergrundbergbau hat geschrieben:
Fr. 21. Dez 18 8:12
:grrrrr: :qwe: :grrrrr: :nixdafür:

Mannl
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Mannl » Fr. 21. Dez 18 10:03

Nobi: Das gleiche trifft wohl auf die Kraftwerksblöcke in Nochten zu. Haben wohl (jeder) 1 Milliarde gekostet.
Das Modernste was es gibt. Und hat ja auch jede Menge CO2 bei der Errichtung erzeugt.

Das Erdgas kommt dann natürlich nicht vom "Russe", sondern als "Flüssigfracinggas" von unseren amerikanischen Freunden …..

Gestorben sind in Czechien heute wohl 13 Steinkohlenbergleute - "Blutkohle"

Einfach alles nur noch traurig !
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Uran » Fr. 21. Dez 18 12:06

Ihr versteht das alle nicht. Man, man, man. Gott sei Dank werden die Atomkraftwerke abgeschaltet, die Braunkohlenkraftwerke gleich mit, die schmutzige Kohle verschandelt nicht mehr unsere liebe Heimaterde. Schön ist doch der neue Wald aus Windrädern, der nadelt nicht und auch der Borkenkäfer beißt sich die Zähne aus. Ist doch aber alles uninteressant. Der Strom kommt doch aus der Steckdose, dazu noch 100% Ökostrom, auch wenn gleich nebenan das polnische Braunkohlenkraftwerk oder das französische AKW steht. Willkommen in der neuen heilen Welt.
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.

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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Ruhrbergbau » Fr. 21. Dez 18 13:37

@ Finstergrundbergbau
Ob die Politiker den Artikel im Spiegel gelesen haben ?
@ Nobi
Solche Kommunalpolitiker sollte man entfernen !
@ Mannl
Wieviele Menschen auf der Welt durch unsicheren Bergbau sterben, werden wir nie erfahren
@ Harzer06
In Bochum wurde mit Subventionen ein Opel-Werk errichtet, ist auch schon Geschichte.
In Bochum wurde Nokkia gefördert und wo sind sie jetzt.
In Kamp-Lintfort wurde die Handysparte von Siemens ( später BenQ ) gefördert und wo sind sie.
Wo waren das sinnvolle Subventionen ? :gruebel: :gruebel: :gruebel:

Die Mitarbeiter der RAG haben Lohnsteuer und Sozialabgaben entrichtet. Das Auftragsvolumen der RAG war riesig und die Fremdfirmen haben gutes Geld verdient. Die Mehrwertsteuer für die Aufträge hat der Staat bekommen und er brauchte keine Arbeitslosen finanzieren. Die Kaufkraft vom Kumpel sollte man auch einrechnen.
Wenn man eine Gegenrechnung machen würde, sieht es schon anders aus !

Energiemix statt Energiewende ! Wer hat es versaut, die Politiker !

Subventionen für Endlager, darüber schweigt man gerne und was hier bereits an Geld verballert wurde. Diese Sparte wird noch einges an Geld kosten und besonders die Kosten der falschen Einlagerung.
Die Demonstranten gegen Castorbehälter haben den Staat einiges an Geld gekostet, oder sind die Polzeieinsätze kostenlos. Alle ist zu hinterfragen !
Die Ökoterroristen sollten auch zur Kasse gebeteten werden, weil sie sich nicht an das Recht halten. Die Räumung vom Hambacher Forst kostet Geld und dieses bezahlt der Steuerzahler.

Auch wenn Andere eine gegensätzliche Meinung haben, ich hätte zwei Steinkohlebergwerke aufgelassen, damit weiterhin in Bergwerken unsere Technik weiter entwickelt werden kann. Wenn die Importkohle teurer wird, hätten wir dagegenhalten können.
Die Deutsche Umwelthilfe e.V. ( DUH ) ist auch so ein Verein, denen man die Fördermittel kürzen ( entziehen ) sollte, weil sie sich auf die Dieselfahrer einschießen. Gemeinnützig ?
Der kleine Bürger hat nicht das Geld um sich ein neues Auto zu kaufen und die Pappnasen sorgen für Wertverluste.

Vieleicht habe ich mir gerade Feinde gemacht, aber ich nehme es in kauf. Wir haben eine Demokratie und ich vertrete halt mein Gedankengut zur Energiewende.

Glück Auf

Uran
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Uran » Fr. 21. Dez 18 14:44

Zum Hambacher Forst fällt mir gerade etwas ein. Wie viel Hektar? 200 glaube ich. In Sachsen soll jetzt ein Gesetz den Bau von Windrädern im Wald möglich machen. Dafür wird die Rodung von 300 ha. Wald eingeplant. Wo sind jetzt die Grünen, die Chaoten mit ihren Baumhäusern und die tausenden Demonstranten die das Weltklima schützen wollen? Ach so. Ich bin aber auch ein Depp. Jetzt hab ich was verwechselt. In Hambach wird ja der Wald der dreckigen Kohle geopfert und bei uns dem Klimaschutz. Im Kampf gegen die Klimaerwärmung muss man halt Opfer bringen. :D
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.

Ruhrbergbau
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Re: TV-Tip im WDR 05.01.2018 20.15 Uhr

Beitrag von Ruhrbergbau » Fr. 21. Dez 18 19:13

@ Uran

Du hast vollkommen recht !
Für Ökostrom wird zur Zeit sehr viel Wald umgelegt und die Proteste sind sehr klein !
Der BUND ist zwar dagegen ( Vogelschutz ) aber es wird gnadenlos durchgezogen und die Ökostromerzeuger stopfen sich die Taschen voll. - Strom ohne Nebenwirkungen - :gruebel: :gruebel: :gruebel:

Ist diese Welt noch zu retten ?

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