Docht und Wattewechsel

Sicherheit zuerst: Befahrungstechniken, Seiltechnik, Ausrüstung. Foto, Messung, Befahrung, Rettung und co. - alles was man so mit in den Berg nehmen könnte und sollte.
Antworten
Yukon
lernt noch alles kennen...
Beiträge: 3
Registriert: Mi. 15. Mär 17 12:48
Name: K. Apfel

Docht und Wattewechsel

Beitrag von Yukon » Mi. 15. Mär 17 13:24

Schönen guten Tag, :)

ich habe diese schöne Grubenlampe erworben.
Ich möchte den Docht und besonders dringend die Watte im Inneren wechseln!
Ich weiß jedoch wirklich nicht wie. Ich sehe keine Möglichkeit wie ich den Füllraum öffnen kann um die Watte zu entnehmen.
Kann es sein dass es einfach nicht geht? :?
Über eure Hilfe wäre ich sehr dankbar!

lieben Gruß :)
Glück auf!
Yukon
Dateianhänge
_DSF3107.jpg
_DSF3105.jpg
_DSF3104.jpg
_DSF3103.jpg
_DSF3100.jpg

Mannl
Foren-Profi
Beiträge: 767
Registriert: Di. 05. Jul 11 12:35
Name: Manfred Irmscher
Wohnort: Burkhardtsdorf

Re: Docht und Wattewechsel

Beitrag von Mannl » Mi. 15. Mär 17 17:30

Ein Teil der Antwort steht unter Equipment & Technik:

Hilfe bei Dochtwechsel Grubenlampe
Beitrag von ohs » Mi. 18. Jan 17 0:13
Ehre dem Bergmann, dem braven Mann !
Glück Auf ! Mannl

Yukon
lernt noch alles kennen...
Beiträge: 3
Registriert: Mi. 15. Mär 17 12:48
Name: K. Apfel

Re: Docht und Wattewechsel

Beitrag von Yukon » Mi. 15. Mär 17 17:44

Danke :) Mein Hauptproblem bleibt das Auswechseln der Watte.
Ich kann kein Gewinde oder der gleichen finden. es sieht für mich so aus als sei das Unterteil aus einem Teil.

Ist es möglich die Watte zu wechseln?

Benutzeravatar
markscheider
Foren-Profi
Beiträge: 2143
Registriert: Fr. 28. Okt 05 15:32
Wohnort: Salzgitter
Kontaktdaten:

Re: Docht und Wattewechsel

Beitrag von markscheider » Mi. 15. Mär 17 17:47

Nicht bei der Lampe, jedenfalls nicht wirtschaftlich.

Yukon
lernt noch alles kennen...
Beiträge: 3
Registriert: Mi. 15. Mär 17 12:48
Name: K. Apfel

Re: Docht und Wattewechsel

Beitrag von Yukon » Mi. 15. Mär 17 18:32

Also du meinst man kann die Watte NICHT wechseln (außer man nimmt unverhältnismäßig viel Geld in die Hand)?

Schade :/
Die Sache ist nämlich die dass die Lampe bei Betrieb stark raucht/rußt.
Unten erkennt man rote Spuren einer ausgelaufenen Flüssigkeit; ich vermute da hat einer mal (rot gefärbtes) Lampenöl oder Petrolium rein.
Kann es daran liegen`?
Deswegen wollte ich die Watte auswechseln.

Vielen Dank für die Hilfe!

Benutzeravatar
Pochknabe
Foren-Profi
Beiträge: 280
Registriert: Do. 01. Aug 02 0:00
Wohnort: Clausthal

Re: Docht und Wattewechsel

Beitrag von Pochknabe » Do. 16. Mär 17 19:28

Ich würde mehrmals den Lampentopf mit Benzin durchspülen, um das Lampenöl aus der Watte zu lösen. Also den Tank bis zur Oberkante füllen, einen Tag warten, ausgießen und den Prozess solange wiederholen, bis alles herausgelöst ist.

Die große Schlitzschraube ist der Verschluss des Benzintanks, darunter sollte ein Dichtring und ein perforiertes Metallrohr sein. Dieses Rohr ist in der Regel herausnehmbar, danach kommt man an die Wattefüllung. Mit einem Stück Draht und einer Pinzette könnte man zumindest einen Teil der Watte aus dem Lampentopf entfernen.

Benutzeravatar
markscheider
Foren-Profi
Beiträge: 2143
Registriert: Fr. 28. Okt 05 15:32
Wohnort: Salzgitter
Kontaktdaten:

Re: Docht und Wattewechsel

Beitrag von markscheider » Do. 16. Mär 17 19:33

Pochknabe hat geschrieben:Die große Schlitzschraube ist der Verschluss des Benzintanks, darunter sollte ein Dichtring und ein perforiertes Metallrohr sein. Dieses Rohr ist in der Regel herausnehmbar, danach kommt man an die Wattefüllung.
Polnische Lampe, Siebrohr eingelötet.

Mannl
Foren-Profi
Beiträge: 767
Registriert: Di. 05. Jul 11 12:35
Name: Manfred Irmscher
Wohnort: Burkhardtsdorf

Re: Docht und Wattewechsel

Beitrag von Mannl » Fr. 17. Mär 17 16:00

Nachdem ich meine Lampen mal angeschaut habe, würde ich keinesfalls die Watte "anfassen" !
Was Pochknabe schreibt ist die wohl eleganteste Lösung. Die rote Farbe könnte von Heizöl (Diesel) welches mit Rot "versetzt" wird.
Also mit Waschbenzin rauslösen ....
Ehre dem Bergmann, dem braven Mann !
Glück Auf ! Mannl

blaue23
lernt noch alles kennen...
Beiträge: 2
Registriert: So. 23. Dez 18 19:56
Name: Werner Küching

Re: Docht und Wattewechsel

Beitrag von blaue23 » So. 23. Dez 18 20:20

Eine Kollegin hatte mich gebeten, ihre polnische Wetterlampe wieder in Gang zu bringen. Sie ließ sich nur mit viel Kraft öffnen, weil verklebt. Der Docht war verkohlt und fettig. Offenbar hatte jemand Frittenfett oder Ähnliches eingefüllt. Trotz des Hinweises, dass es sich kaum lohnt, habe ich mich nach längerem Zögern an den Versuch getraut, die Watte zu wechseln. Ich habe mit einem Drahhaken, griffiger Spitzzange, unendlich viel Geduld, Gefühl und Zeit die Watte portionsweise durch die seitlichen Löcher im Inneren des Einfüllrohres heraus "geangelt". Zwischendurch habe ich mit heißen Wasser versetzt mit Fettlöser durchgespült. Nach sorgfältigem Trocken (Benzintank zwei Tage lang auf dem Heizkörper trocknen lassen) hatte der erste Brennversuch mit Waschbenzin nur mäßigen Erfolg. Der neue Dochte verfette nach kurzer Zeit wieder...
Der Grund war, dass ich nicht alle Watte restlos "erwischt" hatte. Also noch einmal von vorn. Insgesamt habe ich Ganze viermal wiederholt. Schließlich, so gut es ging, neue Watte durch die Löcher des Einfüllrohres gedrückt, und einen neuen Docht mit Führungsdraht eingezogen. Jetzt funktioniert die Lampe wieder. Insgesamt habe ich fast zwanzig Stunden verteilt über drei Wochen gebraucht. Noch einmal mache ich das sicherlich nicht.
Glück Auf!
Werner

Benutzeravatar
markscheider
Foren-Profi
Beiträge: 2143
Registriert: Fr. 28. Okt 05 15:32
Wohnort: Salzgitter
Kontaktdaten:

Re: Docht und Wattewechsel

Beitrag von markscheider » So. 23. Dez 18 20:38

Hallo Werner, Respekt, daß Du das gemacht hast. Aber sicher verstehst Du nun meine Aussage oben. Eine polnische Lampe kriegt man mit etwas Glück für unter 50 Euro.

blaue23
lernt noch alles kennen...
Beiträge: 2
Registriert: So. 23. Dez 18 19:56
Name: Werner Küching

Re: Docht und Wattewechsel

Beitrag von blaue23 » Di. 25. Dez 18 20:38

Ja, Uwe, ich stimme Dir voll und ganz zu. Wirtschaftlich hat es sich wirklich nicht gelohnt, zumal, wenn man einen Facharbeiterlohn berechnet. Der hätte sicherlich fast genau so lange gebraucht. Andererseits hat es mich einfach gereizt, es zu versuchen. Mein Vater hat als Schlosser auf der Zeche gelernt und war später Maschinenbetriebsführer unter Tage auf den Hoesch-Zechen in Essen-Altenessen. Sein Spruch war: "Neu kaufen kann jeder."

Übrigens hat die Besitzerin der Lampe einen Stand auf dem Kettwiger Wochenmarkt. Zufällig war die Lampe letzten Freitag fertig geworden. Das war der Tag, an dem auf Prosper-Haniel als lezter Zeche im Ruhrgebiet die letzte Schicht gefahren wurde.
Sie hat die Lampe auf die Theke gestellt. Das kam gut rüber.

Gruß
Werner

Antworten