Notfallausrüstung

Sicherheit zuerst: Befahrungstechniken, Seiltechnik, Ausrüstung. Foto, Messung, Befahrung, Rettung und co. - alles was man so mit in den Berg nehmen könnte und sollte.
Antworten

Führst du bei einer Befahrung eine Notfallausrüstung mit dir?

Ja, halte ich für unverzichtbar.
19
48%
Ja, aber diese ist nicht sehr umfangreich.
17
43%
Nein, halte ich für nicht notwendig und unnötigen Ballast.
0
Keine Stimmen
Nein, aber denke darüber nach und würde es sinnvoll finden.
4
10%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 40

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TRE
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Notfallausrüstung

Beitrag von TRE »

Bei meiner letzten Befahrung wurde mir wieder deutlich wie leicht einem der Rückweg versperrt werden kann.
So eine Situation lässt sich mit der richtigen Ausrüstung etwas angenehmer gestalten (vorausgesetzt Hilfe ist unterwegs)
Meine Notfallausrüstung, die ich immer mitführe, setzt sich aus folgendem zusammen:
2 Nägel, 2 Rettungsdecken, Schnur, Kerzen= Wärmezelt (nur bei guter Bewetterung), Erste Hilfe-Set= Mullbinden, Wundauflagen, SAM-Schiene, einige Müsliriegel, Feuerzeug, Schweizer Taschenmesser, Wasserentkeimungstabletten, Schmerztabletten. wasserdicht verpackt (Rundhalsflasche) mitgeführt in einer kleinen Tasche am Gürtel.
Wie könnte man diese Notfallausrüstung erweitern/ergänzen?
Glück auf!
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Nobi
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Nobi »

Klingt doch alles sehr gut. Ich habe noch zusätzlich ein paar größere Kabelbinder im Gepäck. Die nehmen kaum Platz weg, wiegen fast nichts, sind aber äußerst vielfältig einsetzbar. Ich würde ggf. noch ein wenig Traubenzucker (Dextro) dazupacken.
Wenn Deine Mitbefahrer auch so ausgerüstet sind, dann :top:
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Björn
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Björn »

Hier haben wir mal eine Liste zusammengestellt:
http://www.untertagerettung.de/sicherhe ... paket.html

Die Seite ist noch im Aufbau und wird noch weiter ergänzt...

Björn
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Stefan_O
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Stefan_O »

Notfallset halte ich auch für unverzichtbar, allerdings fragt sich, wo die normale Ausrüstung aufhört und die Notfallausrüstung anfängt. Neben erste Hilfe-Set und einigen heftigen Schmerzkillern habe ich auch immer 5 m etwas dickere Reepschnur an einer 1.2 m Schlinge mit einem Felshaken dabei. Hammer zum Hakeneinschlagen ist ohnehin immer im Rucksack. Ist mehr SOS für den Zustieg (besser den Abstieg) hier in den Alpen, aber UT manchmal auch nützlich. Zusätzlich 2-3 grosse Knicklichter (sind auch mal gut, um wichtige Kreuzungen zu markieren), eine sehr kleine LED Lampe und das Reservegeleucht. Das wars. Müsliriegel, Studentenfutter und Wasser sind Teil der normalen Ausrüstung, ebenso Red Bull Shots. Coffeintabletten wären noch eine Idee. Ansonsten hängt es davon ab, wo es hineingeht. Mitbefahrer gibts nicht, es muss also im Notfall reichen.

Macht die Rettungsdecke bei richtiger Kleidungswahl Sinn? Wäre schön, wenn jemand ein paar Worte dazu schreiben könnte.

Chemischer Handwärmer ist eine gute Idee, hätte ich mir neulich gewünscht. Irgendjemand ist 1846 tatsächlich auf die Idee gekommen, auf 2550 m eine Mine bauen zu wollen. Würde ich aber nicht immer mitschleppen wollen.

Cheers,
Stefan
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micha2
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von micha2 »

Stefan_O hat geschrieben: ...Macht die Rettungsdecke bei richtiger Kleidungswahl Sinn? Wäre schön, wenn jemand ein paar Worte dazu schreiben könnte...
Selbstverständlich! Die Kleidung am Körper schützt bei "minimaler Eigenbewegung" nicht gegen eine Auskühlung. Beispiel: Eine Übernachtung (rel. bewegungslos) bei 7° im Gelände, ohne Feuer bzw. Zelt und Schlafsack! Da ist die Hypothermie vorprogrammiert!
(Wenn man nicht gerade von einem Daunenoverall für Arkticeinsätze ausgeht)

Ein uralter Beitrag zur Befahrerausrüstung: http://www.untertage.com/cms/content/view/107/2/
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Stefan_O
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Stefan_O »

OK, danke Micha! Werde eine Rettungsdecke zu meinem Notfallset dazu packen. Danke für den Link, etwas Panzertape ist auch nicht schlecht zum schnellen Flicken der Ausrüstung. Damit ist dann aber Schluss, sonst muss ich mit dem Gruben-Maultier einfahren (http://hufgefluester.eu/News/Deutsches- ... ergbau_368)

Cheers,
Stefan
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micha2
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von micha2 »

Stefan_O hat geschrieben: Damit ist dann aber Schluss, sonst muss ich mit dem Gruben-Maultier einfahren (http://hufgefluester.eu/News/Deutsches- ... ergbau_368)
Cheers,
Stefan
Das ist ein völlig falscher Ansatz!
Dein "Maultier" ist ein Pferd... aus dem Ruhrpott!!! Wie tief willst Du noch sinken???
Der adäquate Begleiter für einen Schweizer Bergbauforscher kann ja wohl nur der Sennenhund sein:
Bild

Bild

Naja, oder wenn schon Pferd, dann wenigstens dieses:
Bild

grüzi
Micha2
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Stefan_O »

Hahahaha, klasse! Vielleicht liegts daran, dass ich kein Schweizer bin, sondern nur als (nord-)deutscher Exilant hier abhocke. Woher weisst Du, dass das ein Pferd ist? Vielleicht hat sich das Maultier aus Scham als nur Pferd getarnt? Daher auch die Maske auf dem Kopf. Der Grubenhund allerdings ist prima, der passt auch besser in die kleinen Löcher rein und ist für den Altbergbau tauglicher als ein Pferd oä. Die motorisierte Variante ist auf der Strasse zu langsam (ist übrigens ein Haflinger und noch nicht einmal "Swissmade"). Nützt ja nichts, wenn man eine Woche bis zur Mine braucht...dann lieber ein minimales Notfallset.

Cheers,
Stefan
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micha2
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von micha2 »

Woher weisst Du, dass das ein Pferd ist? Vielleicht hat sich das Maultier aus Scham als nur Pferd getarnt? Daher auch die Maske auf dem Kopf.
Das sieht man eindeutig an der Größe!
Stefan_O hat geschrieben: ...(ist übrigens ein Haflinger und noch nicht einmal "Swissmade")...
Nicht ganz, ist der 3-achsige Pinzgauer! Aber ansonsten hast Du natürlich recht: Steier-Puch aus Österreich! Aber das "Schweizer Fähnchen" (links-vorne am Fahrzeug) finde ich so cool :D
Vielleicht liegts daran, dass ich kein Schweizer bin, sondern nur als (nord-)deutscher Exilant hier abhocke.
Scheiße, wollte mich eigentlich mit einem Ur-Schweizer (als schwäbischer Nachbar) verbrüdern.
Jetzt ist natürlich der ganze Witz im Eimer...

Glück auf
Micha2 (Krumi)
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Stefan_O »

Stimmt, ist ein Pinzgauer. Ich war so aufs Schweizerfähnlein fixiert, dass ich die dritte Achse gar nicht gesehen habe. :) Die ist wie die Mütze vom FdW allerdings ein Fake: die echte Schweizerflagge ist quadratisch. Verankert ist das im Bundesgesetz zum Schutz des Schweizerwappens und anderer öffentlicher Zeichen (Wappenschutzgesetz, WSchG), Art 3: 1 Die Schweizerfahne zeigt ein Schweizerkreuz in einem quadratischen Feld. (in der freundlichen Farbe RAL 3020 Verkehrsrot)

Also ein österreiches Fahrzeug mit falscher Beflaggung. Dann doch ganz klar der Sennenhund! Fürs Notfallset braucht der noch das Fass mit Rum um den Hals...

Cheers,
Stefan
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Nobi
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Nobi »

Ist ja ziemlich OT geworden ...

Mal eine Frage:
Wo bekommt man denn günstig die SamSplint-Schiene und welche Größe ist optimal? Ich gehe, Aufgrund eigener :derda: Fallerfahrungen davon aus, dass wenn es zu Verletzungen kommt, Knöchel, Handgelenk bzw. Unterarm betroffen sein könnte. Bis jetzt war der Knochen immer härter als das Holz - zum Glück :meister:
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Stefan_O
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Stefan_O »

Gibts z.B. hier: http://www.tinovamed.ch/produkteshop/sh ... i3kf2eve85

Die Schienen gibt es dort in drei Grössen. Finger ist für UT egal, also 11x90 cm. Sind ohnehin nicht teuer, also per se günstig. Sollte jede Apotheke eigentlich besorgen können.

(Allg. Infos hier: http://www.samsplint.ch/splint_info.php)

Gruss,
Stefan
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MatthiasM
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von MatthiasM »

Hat in DE u.a. auch der Speleo-Concepts

GA Matthias

PS.: eine Rettungsdecke wasserdicht eingeschweißt trägt der HöFo gerne im Zwischenraum zwischen Helmbegurtung und der harten Schale.
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Haverlahwiese
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Haverlahwiese »

Ein interessanter Zufall dieser Thread (2 Dumme - 1 Gedanke). Ich war gerade eine Rettungsdecke kaufen, da ich festgestellt habe, dass diese in meinem Miniverbandstäschchen fehlte.
Glück auf, Matthias

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TRE
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von TRE »

Ein gesamtes Autarkiepaket wäre die beste Lösung mit dem größten Nutzen.
@Björn: Super! das hab ich gesucht!wieviel wiegt das beschriebene Autarkiepaket? würde mich sehr interessieren.
Nachteil:Einen Schleifsack kann man verlieren: In einer Gefahrensituation greift man nicht unbedingt instinktiv nach seinem Schleifsack sondern lässt diesen eher zurück und bringt sich in Sicherheit. Ein kleineres Notfallpaket in einer Tasche am Gürtel mit dem nötigsten hätte man in dieser Situation noch.
Werde Wasservorrat,Tütensuppe,Notkocher, Löffel, Becher als Topf und chemischen Handwärmer zukünftig in meinen Schleifsack mitnehmen. Notkocher= kleinen Esbitkocher.
:D Zusätzlich eine Tütensuppe mehr eingepackt und man spart sich die selbsterhitzende Mahlzeit UT. :D
Glück auf!
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JohnTomac
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von JohnTomac »

Ich habe neuerdings einen US Klappspaten in der "Mini" Ausführung dabei :D der "normale" wäre mir natürlich zu unhandlich und zu schwer :shock:
http://www.raeer.com/shopexd.asp?page=& ... ?var=00000 Leider ohne Bild ...

Ich habe den Vorteil, dass der Laden bei mir im Ort ist, so kann ich die Sachen vor dem Kauf beschnüffeln :)

Ansonsten habe ich hier im Threat ein paar Anregungen zur Erweiterung meiner Ausrüstung gefunden :top:


Gruss aus Hildesheim

Olli
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Haverlahwiese
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Haverlahwiese »

Klappspaten taugen leider überhaupt nichts. Natürlich ist ein richtiger zu sperrig, ohne Frage.

Wie steht ihr zu Wechselkleidung im Schleifsack? Ich meine man fährt ja nicht grundsätzlich in Neoprene an (ich zumindest nicht) und ein unerwartetes Bad ist keine Rarität.
Glück auf, Matthias

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Nobi
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Nobi »

Haverlahwiese hat geschrieben: Wie steht ihr zu Wechselkleidung im Schleifsack? Ich meine man fährt ja nicht grundsätzlich in Neoprene an (ich zumindest nicht) und ein unerwartetes Bad ist keine Rarität.
Wenn Du nur mal durch tieferes wasser musst, dann kannst Du die Hose vom NVA-ABC-Schutzanzug nehmen. Kosten nicht viel und sollte in den Schleifsack passen. Ansonsten entweder Neopren oder Wathose unter den Schlaz, wenn die Situation vorher nicht ganz klar ist. Ein kompletter Satz Wechselsachen würde wohl fast jeden Schleifsack zum bersten bringen :gruebel:
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hungerlieb
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von hungerlieb »

Haverlahwiese hat geschrieben:Klappspaten taugen leider überhaupt nichts.
Wieso? Bzw. bei welchem Zweck hast Du die Erfahrung gemacht?
Von den normalen BW Klappspaten habe ich noch nie einen kaputten gesehen und arbeiten lässt es sich damit im engem Altbergbau m.M. nach ganz gut. Pauschal nehme ich zwar auch keinen mit, aber wenn benötigt ist er gut zu verstauen. Manche nehmen die für ihre Zwecke ausreichenden Miniklappspaten mit, damit habe ich keine Erfahrung.

Mfg Sven
Glück Auf!
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Haverlahwiese
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Haverlahwiese »

hungerlieb hat geschrieben:
Haverlahwiese hat geschrieben:Klappspaten taugen leider überhaupt nichts.
Wieso? Bzw. bei welchem Zweck hast Du die Erfahrung gemacht?
Von den normalen BW Klappspaten habe ich noch nie einen kaputten gesehen und arbeiten lässt es sich damit im engem Altbergbau m.M. nach ganz gut. Pauschal nehme ich zwar auch keinen mit, aber wenn benötigt ist er gut zu verstauen. Manche nehmen die für ihre Zwecke ausreichenden Miniklappspaten mit, damit habe ich keine Erfahrung.

Mfg Sven
Die Erfahrung habe ich beim Offroad gemacht. Man bekommt wenig weg, es geht schwer und die Dinger sind in Nullkommanix kaputt. Und Gestein ist noch widerspenstiger als Dreck. Probier es einfach mal aus und Du wirst mir recht geben.
Glück auf, Matthias

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TRE
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von TRE »

Besonders gute Erfahrungen habe ich mit dem Original US Army Dreifachklappspaten gemacht (habe diesen sogar schon als Machete verwendet), der hält schon 10 Jahre bei mir und erfüllt immer noch seine Dienste. Sehr robust ist auch der Schweizer Klappspaten. Mini-Klappspaten habe ich auch noch keine Erfahrungen (wahrscheinlich Mil-Tec?). Einen BW-Nachbau-Klappspaten habe ich mal zerlegt, Bolzen und ganzen Spaten verbogen. Aber das Original ist sehr robust.
Bei Engstellen, die zurutschen könnten nehmen wir auch diverses Grabwerkzeug mit (achten dabei aber nicht auf Gewicht): BW-Spitzhacke, Rheinische Feldhacke, BW-Jeepschaufel (Bw Kopie der US Jeep - Schaufel, gebraucht, nur bei: armeebedarf.de). Aber fast immer ist ein Klappspaten dabei.
Wo wir wieder beim Thema Grubenpferd wären. Mittlerweile nehme ich für den Materialtransport (vor allem beim SRT) zum Mundloch eine Sackkarre :D
Glück auf!
Schlepper

Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Schlepper »

Haverlahwiese hat geschrieben:
hungerlieb hat geschrieben:
Haverlahwiese hat geschrieben:Klappspaten taugen leider überhaupt nichts.
Wieso? Bzw. bei welchem Zweck hast Du die Erfahrung gemacht?
Von den normalen BW Klappspaten habe ich noch nie einen kaputten gesehen und arbeiten lässt es sich damit im engem Altbergbau m.M. nach ganz gut. Pauschal nehme ich zwar auch keinen mit, aber wenn benötigt ist er gut zu verstauen. Manche nehmen die für ihre Zwecke ausreichenden Miniklappspaten mit, damit habe ich keine Erfahrung.

Mfg Sven
Die Erfahrung habe ich beim Offroad gemacht. Man bekommt wenig weg, es geht schwer und die Dinger sind in Nullkommanix kaputt. Und Gestein ist noch widerspenstiger als Dreck. Probier es einfach mal aus und Du wirst mir recht geben.

Hm hast du wohl was falsch gemacht, wir haben mit Klappspaten schon Tonnen bewegt,,,, :)
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Marcel Normann
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Marcel Normann »

Also ich hab mit dem BW-Klappspaten auch nur gute Erfahrungen. Oft sind Jeepschaufel oder Kratze besser, aber früher oder später kommt immer der Klappspaten ins Spiel.

Was das Notfallset angeht, halte ich es wie bei der Fotoausrüstung: Klein und immer dabei ist besser als groß und zu Hause. Kleines Verbandset, Rettungsdecke, Notfallgeleucht-/batterien, Getränke und ein paar Kalorien müssen reichen. Mal ehrlich: Alles darüber hinaus lässt man bei der Erkundung an problematischen Engstellen dann doch liegen.
Mein Haushaltstipp: Fettflecken halten sich wesentlich länger, wenn man sie hin und wieder mit etwas Butter einreibt.
Schlepper

Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Schlepper »

Marcel Normann hat geschrieben:Also ich hab mit dem BW-Klappspaten auch nur gute Erfahrungen. Oft sind Jeepschaufel oder Kratze besser, aber früher oder später kommt immer der Klappspaten ins Spiel.

Was das Notfallset angeht, halte ich es wie bei der Fotoausrüstung: Klein und immer dabei ist besser als groß und zu Hause. Kleines Verbandset, Rettungsdecke, Notfallgeleucht-/batterien, Getränke und ein paar Kalorien müssen reichen. Mal ehrlich: Alles darüber hinaus lässt man bei der Erkundung an problematischen Engstellen dann doch liegen.


So isses :meister:
Wolfger
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Wolfger »

Also mein persömlicher Favorit ist der NVA Klappspaten ... sehr robust, sehr handlich, sehr vielseitig ... wenn mal das "Scharnier" im Eimer ist, ist auch nur ne 10ner Schraube ... und es lassen sich in wenigen Stunden durchaus mehrere Qubikmeter (auch Gestein) bewegen ... gehört meiner Meinung nach definitiv immer mit.
Naja der Rest wurde hier schon erwähnt
Berkwerk will haben Verstand und eine getreue Hand

http://www.kuttengrund.de.tl/
-jha-
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von -jha- »

Wolfger hat geschrieben:Also mein persönlicher Favorit ist der NVA Klappspaten
Vermutlich ist es immer das Modell, mit dem man "gelernt" hat, weil man da die Grenzen kennt.
Wenn der alte BW-Klappspaten mit Holzgriff nicht so fürchterlich schwer und sperrig wäre...

Für's Notfallset nehme ich zu den Schmerzmitteln noch Betaisodona (Lösung) plus Leukoplast ("echtes", nicht Hansaplast) mit. Denn dann kann man auch größere Wunden an den Händen säubern und verschliessen, dass sie fast normal nutzbar sind für den Ausstieg. Klar, das Desinfektionszeug braucht man eigentlich akut nicht. Das ist aber psychologisch erfahrungsgemäß sehr wirkungsvoll beim Kameraden, der fühlt sich einfach besser verarztet als wenn man nur mit Wasser spült vor dem Tapen.

(Mullbinden und Wundauflagen sind schön, wenn man sich hinterher von einer Trage bergen lässt. Aber wenn man auf den eigenen Knien bzw am eigenen Seil wieder raus will und das auch noch machbar ist, dann kommt man mit Mullbinden allein nicht weit. Ich hatte es zum Glück bislang aber auch nur mit Verletzungen zu tun der Sorte "sollte man nähen" bzw. "Finter sollte man gipsen".)
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Wicküler
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von Wicküler »

Das wäre doch wieder ein Thema für den Bergbauworkshop im Herbst.

Notfallset (sinnvolle Inhalte), Streckenmarkierung (warum, wie, welches Material), Verhalten im Notfall, Rettungskette OT und Regeln etc..

Der Gedanken- und Erfahrungsaustausch sowie die Hinweise der Grubenwehrmitarbeiter in Thüringen waren sehr hilfreich.
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möglichst ungesehen und ohne Spuren zu hinterlassen
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hungerlieb
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Re: Notfallausrüstung

Beitrag von hungerlieb »

Richtig, deshalb steht es auch schon auf der Liste für den angestrebten Praxistag... :)
Konkrete Vorschläge dazu sind willkommen, wir richten uns nach den Leuten die dazu etwas beitragen können. Ohne zu viel verraten zu wollen, es steht zu diesem Thema:
ut-Biwak, Notfallset, Erste Hilfe, Rettungskette auf dem Plan, wenn sich jemand bei der Vorbereitung mit intigrieren möchte, bitte PN an mich.
Danke.
Glück Auf!
Sven
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