Licht ins DUNKELN bringen

Sicherheit zuerst: Befahrungstechniken, Seiltechnik, Ausrüstung. Foto, Messung, Befahrung, Rettung und co. - alles was man so mit in den Berg nehmen könnte und sollte.
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo,
ich bin wie bestimmt jeder von uns auf der Suche nach dem Stein der Weissen und hab ihn bisher noch nicht gefunden. Wer kann mir helfen Licht ins DUNKELN zu bringen?
Ich habe schon alles versucht aber selbst die Karbidlampen von Petzl und die richtigen Bergbaulampen empfinde ich nicht so hell. Hat jemand Erfahrung mit richtig guter LED Technik oder evtl. sogar XENON-Technik? Oder gibt es andere Lichtquellen?
Bin für jeden Hinweis dankbar!
Gast

Beitrag von Gast »

Der allgemeine Standard sind (Für manche) Karbidlampen, für die meisten elektrische Kopflampen aus dem Bergbau. Die beste davon ist die CEAG 9.2.
Wer mehr Licht braucht sollte ins Bergbaumuseum gehen.

GA Marco
Gast

Beitrag von Gast »

Welche technische Leistung hat denn die CEAG 9.2 ?? und vor allem was kostet die? Muss eine Lampe eigentlich EX geschützt sein?
Gast

Beitrag von Gast »

Karbid ist nun mal das beste bei Marathontouren. Wegen dem langen Anmarsch fuhren wir immer 24 Stundentouren in Braunesupf. Da hätte man sonst drei Kopflampen mitschleppen müssen. So nur eine Büchse mit Karbid. Sie haben aber auch viele Nachteile. Das fällt auf, wenn man viel Klettern muss. Schon allein im Schacht. So kann man sich leicht verbrennen.
LED? Habe ich bis jetzt nur Funzeln gesehen. So bleiben Kopflampen das einzig Wahre. CEAG ist wohl der Mercedes unter den Kopflampen. Aber meine Oldham machte besseres Licht. Eigentlich das beste Licht, was ich sah. Nur trägt man die blanke Säure am Arsch und muss gut aufpassen. Besondere Vorsicht ist beim kriechen gefragt. Leider hat man mir diese im Sommer geklaut.
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Michael_Kitzig
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Beitrag von Michael_Kitzig »

... man hat dir die VORSICHT geklaut???
Ohh, ohh.... :???:

na ja, zum Lichte:
da gibt es verschiedene Situationen, und die Frage ist eigentlich weniger, WIEVIEL Licht (viel Leistuung braucht viel Energie, und die will geschleppt werden), sondern WANN und WO.
Karbidlicht ist z.B. recht hell, gibt einen weichen Schein ohne grosse Kontraste, lässt sich dafür aber in den meisten Lampen recht schlecht bündeln.
Also prima für Rundumsicht und zu arbeiten, wenn man die Lampe an den Stoss oder dgl. hängt.
Nachteile gibt es, wenn: lange strecken auszuleuchten sind.
Dann ist el. Licht eigentlich immer im Vorteil.
Im Nahbereich wiederum kann dessen scharfer Lichtkegel lästig werden.
Aber dafür haben Grubenlampen ja einen Nebenfaden, der nicht so stark fokussiert und zudem nur den halben Strom verbraucht.

24h Touren mit 3 (drei!) Lampen???
Die müssen wohl schon ziemlich ausgelutscht gewesen sein...
Eine gute MLC9.2 brennt mit dem Nebenfaden jedenfalls locker ihre 24 Stunden.
Hatte auch mal Ceags mit Silber-Zink Zellen aufgerüstet, das
hielt dann auch 48 h... hatte aber andere Probleme erzeugt.

Alles eine Frage, für wie lange man wirklich helles Licht braucht.
Ein 50 Watt Scheinwerfer z.B. kann recht nützlich sein, aber nur eben einmal kurz und gezielt zur Unterstützung und nicht als Hauptlicht.

Ich fahr z.Zt. ne CEAG 9.2, die hält in jedem Falle länger, als die Puste reicht, und für den Notfall eine kliene Selbstbau LED Leuschte, die an den Helm gesteckt werden kann und notfalls auch die Fotoakkus verdaut.
Das gäbe Licht für mehrere 100 h...
Vor der LED Ära hatte ich als Reserve immer ne kleine Karbidlampe im Rucksack.
Da konnte man den Tee drauf wärmen...

Also:
es gibt kein Dogma, welche Geleucht immer das beste sei.
Das muss jeder im Einzelfall zu einem bestimmten Vorhaben selbst entscheiden.
Nur eines gilt immer:
man muss sich darauf verlassen können und es muss eine Reserve geben, die gleichwohl eine geringere Leistung haben darf.
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Jan
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Beitrag von Jan »

@micha yep, genau auf den punkt gebracht

vielleicht noch eine kleine Anmerkung aus eigener Erfahrung. Aus meiner sicht für Aufwältigunsarbeiten o.Ä. unter Tage ist Karbid das beste, weil gute Rundumbeleuchtung und mann erkennt manchmal am Rande des Blickfelds Sachen, die einem mit dem verhältnissmäßig schmalen Lichtkegel des E-Lichts entgangen wären.
Nachteil: Bei Karbidflammen entstehen durch schlechte Verbrennung (z.B. alte ausgeleierte Düse) und unsauberen Karbid Gase die bei schlechter Bewetterung ( z.B. 3 Mann mit Karbidlicht Schaufeln mehrere Stunden in 20m Tiefen Gesenk) zu Kopfschmerzen o.Ä. führen können.

Glück Auf
Jan
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Gast

Beitrag von Gast »

Bei Ebay wird gerade eine Ex-Kopfleuchte HLE 7 L EN von CEAG/Cooper verkauft. Ist die evtl was für untertage??
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Michael_Kitzig
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Beitrag von Michael_Kitzig »

die HLE 7 hat ein eingebautes Ladegerät (was man dann konsequenterweise aber auch immer uT mit rumschleppen muss)und relativ empfindliche Akkus (Trockenzellen).
Ich nehme die Lampe für:

Kurztouren

wenn ich mal weg fahre und irgendwo "reinschauen" möchte, dann brauche ich kein Ladegerät mit schleppen

im Besucherbergwerk (kann ohne Einweisung von den anderen bedient werden und ist , in Grenzen, "wartungsfrei".

Für ernsthafte Sachen ist das Ding weniger geeignet, s.o. .
Aber auf jeden Fall einer Taschenlampe oder
"klassischen K-Lampe" weit überlegen, was die Robustheit und die Sicherheit betrifft!
Gast

Beitrag von Gast »

Vergiss die CEAG HLE 7. Die Trockenzellen sind viel zu empfindlich. Die CEAG 9.2 ist die beste die es gibt. Die Arras kannst Du wegwerfen wenn der Akku nachlässt, die CEAG Nasszelle ist wieder zu regenerieren. Als Bezugsquelle für Kopflampen schau mal unter http://www.geleucht.de
Gut und günstig. Ganz nebenbei, ist meine Website. :D
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo Marco
Ich würde mir gerne bei Dir eine CEAG 9.2 Lampe kaufen. Ich habe nur zwei Bedenken: wie kann ich sie laden und wie die evtl mal notwendige Kalilauge wechseln bzw. Woher kann ich sie bekommen??
Du schreibst ein altes PC Netzteil funktioniert zum Laden. Geht auch dieses hier???
ATX-Computer-Schaltnetzteil Astec AA21870, 145 Watt Schalternetzteil mit eingebautem Lüfter, Betriebsspannung 115/230 Volt Spannungen stehen auch unbelastet zur Verfügung Technische Daten: +12V/3,5 A, +5 Volt/10A, +3,3 Volt/8A, -12 Volt/0,4 A, +5Volt/2A

Gruß
Neuling
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo Neuling,

neue Lauge brauchst Du erst in ein bis zwei Jahren, meine Lampen sind alle gerade erst frisch gemacht. Zum Laden benutzt Du den Ausgang mit 5V / 2A.
10-12h laden, und ab gehts ins Loch. Ich würde die Lampe aber erst vorher über Tage testen, ob die Ladung auch wirklich erfolgreich war.
Weitere Tipps zum Umgang mit der Kopflampe findest ebenfalls unter
http://www.geleucht.de
Ich habe auch einen neuen Service im Angebot:
Akkuwartung.
Das würde Deine erste Frage beantworten.
Wenn Du eine Lampe kaufen möchtest schreib mir einfach eine Email an willek@t-online.de.

GA Marco
Gast

Beitrag von Gast »

@Marco bzw. natürlich auch an alle anderen
Habe nochmals zwei Fragen:

Wie ist denn die Leuchtkraft der 9.2 ??? Habe heute morgen mit einem telefoniert der eine HLE 7L hat ...
Ist das Licht mit dieser Lampe vergleichbar??

Würde mir gerne evtl zusätzlich noch selbst eine Lampe basteln auf der untertage seite habe ich in einem Bericht über elekt. Lampen gelesen, dass das Kabel zum Lampenkopf was super spezielles ist. Wo bekomme ich denn so ein Kabel her?? Normales ist bei mir nach einiger Zeit immer gebrochen. Gibt es das vielleicht irgendwo zu kaufen ?? Ich bräuchte 1,60 m mindestens !!
Gruss
neuling
Gast

Beitrag von Gast »

Die Leuchtkraft der 9.2 ist wohl stärker denke ich. Mit der HLE7 habe ich mich allerdings nie beschäftigt. Die Trockenzellen sind mir zu zickig.

Das Kabel ist schon ne Spezialanfertigung, hat mal bei CEAG, als es die noch gab, 70,-DM gekostet. Länge ca. 110cm.
Ne Lampe selber basteln ist so ne Sache, es hängt immerhin Dein Leben an einem funktionierenden Geleucht. Die Grubenlampen sind eine ausgereifte Sache, die sich jahrzehntelang bewährt hat. Dein Eigenbau muß die Prüfung erst noch bestehen.

GA Marco
Kaj_Todt
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Beitrag von Kaj_Todt »

Also bei was selbst gebasteltem würd ich auch unbedingt noch eine "originale" zur eigenen Sicherheit mitnehmen, nicht das man im Dunkeln tappt.
Ich halte aber von Eigenbauten auch nicht viel, immerhin kann das Leben des Befahrers davon abhängen, da sollte man nicht knickrig sein.
Wenn dir die Lichtausbeute zu gering ist, nimm doch eine Petzl-Lampe zur Unterstützung zur CEAG-Lampe.
Über LED-Lampen gabs schon mal irgendwo einen thread....
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Th.Hardebeck
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Beitrag von Th.Hardebeck »

Die HLE7 müßte das selbe Birnchen wie die 9.2 haben.Bei älteren Leuchten mit matiertem Glaskolben.Allerdings hat der HLE7 Trockenakku nur die Hälfte der Kapazität der 9.2.
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Michael_Kitzig
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Beitrag von Michael_Kitzig »

Die älteren, großen CEAGS (Z.B. MLC 5.1) hatten als Grundausstattung 0.5/1A Birnen.
Die HLE 7 hat ja eine geringere Akkukapazität und erhielt daher immer eine 0.4/0.8 A Birne, damit sie mit ihrem 7Ah Akku auf die vorgeschriebene Brenndauer von 8 h kommt.
MLC 9 bzw. 9.1 hab ich mit beiden Sorten Birnen gesehen.

Die Birnen sind ohne weiteres austauschbar; die 0.8 er brennt geringfügig dunkler als die 1 A Variante.
Der Sicherheit wegen, weil mir eine längere Brenndauer lieber ist, fahr ich meine Lampen mit der schwächeren Birne.

CEAG und FRIWO Birnen haben übrigens verschiedenen lange Bauform und sind untereinander nicht austauschbar.
Gast

Beitrag von Gast »

Friwo und CEAG Birnen sind schon wegen der unterschiedlichen Spannungen nicht austauschbar. Friwo hat 2,6V und CEAG 3,75V. Ausnahme die FR 14.303, aber ich kenne nur einen Freak der so ein Ding benutzt. :P
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Michael_Kitzig
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Beitrag von Michael_Kitzig »

???
es gibt zwei- und dreizellige CEAG und ebenso Zwei- und Dreizeller von Friwo.
Deshalb die unterschiedliche Spannung.
Das hat aber nichts mit den mech. Abmassen zu tun!

>ich meinte, die Birnen passen MECHANISCH nicht untereinander!
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Jan
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Beitrag von Jan »

Hah, wer ausser mir benutzt noch 14.303?

aber mal im Ernst, es sieht so aus als ob es die 203 öfter gab als die 303. Ich hab unsere 14.303's über 3 Ecken aus einer Kalibude. Wer weis was wo die noch im Einsatz waren.
Vorteil der 14.303 gegenüber der 14.203:
Da mit 5V geladen wird gibts die Ladelektronik in jeder gutsortierten Elektroniktonne (PC- Netzteil)

Glück Auf
Jan
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Gast

Beitrag von Gast »

mal eine Frage an die Männer der Lampenfront,

hat jemand Angaben zu den Füllmengen neuer
Akkus der mlc 9.2?
und gleich die zweite Frage:
was bedeuten eigentlich Kennungen wie z.B. "E6" oder "A2" auf den Akkus?

jens
Gast

Beitrag von Gast »

Jan: Ich habe dem Sepp mal ne ungefahrene (!) 14.303 vermacht. Sie sieht jetzt aber eher nicht mehr so aus... :o

Micha: Man kriegt auch ne 2,6V Friwo Birne in einen CEAG Kopf für 3,75V gewürgt. Du hast dann superhelles Licht, leider nicht sehr lange, aber ein paar Stunden kann die Birne das unter Umständen aushalten.

Jens: Mit 10ml/Zelle bist Du gut bedient, wenn die Zelle vorher komplett entleert wurde, etwas mehr macht auch nix. Wenn man sich mal anschaut wie es auf den Lampenbuden so zugeht, wundert man sich, dass da überhaupt noch irgendwas leuchtet. Die Lampen sind also wirklich sehr robust, man kann fast nichts falsch machen.
Die "E6" oder "A2" oder was auch immer könnten die Herkunft der Zelle codieren. Habe auch schon andere Kombinationen gesehen, hat nix zu sagen.

GA Marco
Gast

Beitrag von Gast »

na das ist doch mal was genaues :D
Die Zellen wurden mir für 5 Eumels per Stück angeboten. Ich denke das ist ein guter Preis. Oder?
Gast

Beitrag von Gast »

Für den Preis machst Du nix falsch.
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Björn
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Beitrag von Björn »

Hallo,
Hat jemand Erfahrung mit richtig guter LED Technik
Hallo

Wir haben uns LED einsätze für die CEAG MLC 9.2 gebaut.
Ein Bild gibt es unter:
http://www.grube-roter-baer.de/main_basteln_led.html
Die Genaue Bauanleitung kommt auch demnächst.

Man kann wahleise 4 oder 7 LED's einschalten.
Ist zum normalen fahren absolut ausreichend hell.:cool:

Björn
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MichaP
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Beitrag von MichaP »

das mit den LEDs ist eine interessante sache, ich kenne leute, die haben auf die art auch GLZ-zone-geleuchte umgebaut und so noch was aus den alten akkus zu holen...
ich persönlich bin aber kein freund von LEDs. die farbtemperatur und die weitenwirkung lassen zu wünschen übrig.
eine frage dennoch: wird durch den reflektor der 9.2 eine bündelung erreicht?
Glück auf!

Michael
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Björn
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Beitrag von Björn »

Und wer es richtig hell will sollte sich diese Seite mal ansehen!
http://www.stautz.de" --> dort unter: "Lights/Batteries --> LED

Bild

Die dort vorgestellte Schaltung ermöglicht das dimmen von von bis zu 70 LED's
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Björn
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Beitrag von Björn »

1.)ich persönlich bin aber kein freund von LEDs.
2.) die farbtemperatur
3.)und die weitenwirkung lassen zu wünschen übrig.
4.)eine frage dennoch: wird durch den reflektor der 9.2 eine bündelung erreicht?
1.) Ich auch nicht aber über 100 Stunden Licht sind nunmal über 100 Stunden Licht und das ist besser als im Dunkeln zu stehen.

2.) Auch das stimmt ist aber reine Gewöhnungssache. Das mit der Farbtemperatur hat der Bastler aus meinem letzten Beitrag ja auch gelöst.
Der hohe Stromverbrauch dieser Konstuktion würde mich aber auch zu normalen Birnen greifen lassen.

3.) Auch das stimmt. Wir haben unsere Konstruktion wie schon geschrieben zu normalen fahren und nich um weit zu sehen. Mit unseren 7 LED's bekommt man dann 100 - 130 Stunden Licht. Wenn man sich etwas genauer ansehen will haben wir dann noch ein normales Geleucht dabei. (Ich persönlich dann sogar mit 1,2 A Birne)

4.) Da Bündelt nichts. Die LED's strahlen eh nur nach vorne ab und wir haben es auch nicht auf eine Bündelung angelegt. Um die Birne im Lampenkopf zu halten und um genug Platz für die Schaltung zu haben sind die LED's direkt ans Glas gesetzt.
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MichaP
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Beitrag von MichaP »

100-130 stunden licht...meine güte...da ist ja die selbstentladung es akkus größer! :D
aber im ernst: wir wollen euch demnächst eh mal besuchen, da kann man sich das helle licht bei der nacht ja mal ansehen.
Glück auf!

Michael
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Michael_Kitzig
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Beitrag von Michael_Kitzig »

... das Problem ist die große Anzahl von LED`s, wenn es hell genug werden soll.
Im Prinzip sind auch so um 4 LED`s hell genug, nur muss dann jede mit ca. 100 mA und mehr gefahren werden.

In diesem Fall haben dann die derzeit erhältlichen LED (es gibt nur 3 Hersteller)eigentlich kaum noch Vorteile:

#1: die Lebensdauer sinkt drastisch, etwa auf die einer
Glühbirne (die LED fällt nicht gleich komplett aus; sie
wird einfach nur schwächer)

2.: der Wirkungsgrad ist dann auch nicht besser als der einer Glühbirne.

Es gibt daher derzeit nur die Lösung, möglichst viele LED zu betreiben mit Strömen um die 10 mA Pro Exemplar, am einfachsten zu erreichen durch einen niederohmigen Vorwiderstand, aber für JEDE LED EINEN!!
Deshalb haben die Arrays auf dem Link auch so viele LED.
Die Lösung braucht allerdings Platz und ist teuer.
Dafür kann man sich Reflektoren sparen.
Allerdings gibt es speziell für 5mm LED kleine Reflektoren, die das "verlorene Streulicht" noch bündeln und in der Tat den Gesamtwirkungsgrad noch etwas verbessern können.

Die Farbtemperatur ist gewöhnungsbedürftig.
Als angenehm empfinde ich, dass gegenüber nicht mattierter Glühbirnen der Lichtkegel keine "Binnenstrukturen" und einen reltativ weichen Übergang in der Randzone hat.

Unter der derzeitigen Bedingungen fahr ich das LED Geleucht nur als Notgeleucht (s. Bild).
Mit 3 AA Zellen kann ich zur Not auch die Fotoakkus verwenden.
Es können wahlweise 3 oder 6 LED mit je ca. 12 mA eingeschaltet werden.
Die ganze Anordung kann incl. Batterien an die Halterung am Helm gesteckt werden.
Als Notgeleucht reicht es völlig aus.
Zum Ausleuchten "in der Ferne" ist es hingegen wegen mangelnder Bündelung nicht gegeignet.
(Batteriebehälter auf dem Foto halb geöffnet)
Bild
Gast

Beitrag von Gast »

hallo mitstreiter der GAG,

ich habe bis jetzt noch nicht in diesem forum geschrieben. da kugel und ich uns persönlich kennen, hat er mich auf dieses forum und die interessanten themen aufmerksam gemacht. nein name ist peter und ich wohne in sachsen.

in anbetracht der diskussion hier möchte ich mich also mit einem kurzen beitrag zu einem LED-geleucht und ein paar fotos aus argen zeitgründen nur kurz zu wort melden.

persönlich halte ich von voluminösem, aber dafür lichtstarkem hauptgeleucht rein gar nichts. lieber weniger licht, aber dafür ein geringes gewicht + volumen des geleuchts und damit wenig behinderung bui kletteraktionen oder passagen von engen schlufs.

seit einigen jahren fahre ich mit einer PETZL Duo, welche in der originalkonfiguration wechselseitig schaltbar ein fokussierbares halogenhauptlicht und eine wesentlich dunklere sparglühlampe besitzt. besonderes späleologen nutzen dieses geleucht. ich bin ebenfalls mit diesem produkt aus dem hause PETZL sehr zufrieden, da leicht und wasserdicht. es handelt sich hierbei um die ausführung, wo sich der batteriebehälter mit am helm befindet. man hat damit aufgrund der damit nur machbaren 4 MIGNON-zellen (bzw. R6-akkus) zwar eine relativ begrenzte brennzeit, aber dafür stört keine kabelanbindung zu einem am gürtel befindlichen batteriebehälter.

da es hier im thread anderweitig angesprochen wurde: ich persönlich verlasse mich mittlerweile beim geleucht nur auf selbstkonstruierte brauchbare umbauten. im februar 2001 rüstete ich aus diesem grund meine PETZL Duo auf die moderne und durch den weitaus höheren wirkunsgrad stromsparende LED-technik um.

bei einem rückblick auf die verstrichenen 2 jahre und die mit der LED-petzel gefahrenen unternehmungen muß ich sagen, dass sich die hohen umbaukosten von ca. 400 DM (200 EUR) wirklich gelohnt haben.

damit an der PETZL Duo keine endgültigen manipulationen am lampenkörper notwendig wurden, entschied ich mich für den aufbau eines gesonderten LED-moduls, welches in kürzester zeit ein- und bei bedarf auch wieder ausgebaut werden kann. damit ist ein rückbau auf die originalen glühlampen je nach einsatzzweck problemlos möglich.

zum einsatz kamen 36 weiße LED mit 3500 mcd. aus der aufgebauten LED-matrix lassen sich 4 LED gesondert als sparlicht schalten. die brennzeit des geleuchts, bestückt mit 4 kleinen alkaline-MIGNON-zellen, beträgt im hauptlichtmodus (alle 36 LED`s aktiv, ca. 650 mA) ungefähr 3 bis 3,5 stunden. im sparlichtmodus mit nur 4 aktiven LED`s steigt die brennzeit dagegen auf ca. 14 tage. da ich immer eine große anzahl von reserve-batterie-sätzen bei befahrungen mitführe, hat man im notfall dauerlicht für mehrere monate.

da das geleucht selbst im sparlichtmodus mit 4 LED`s für normale befahrungen zur orientierung eine ausreichende lichtquantität liefert, kommt das hauptlicht nur bei bedarf zum einsatz. damit gibt es aus diesem grund mit dem wechsel des batteriesatzes keine größeren probleme. selbst bei sehr langwierigen befahrungen habe ich meist nur ein einziges mal die 4 MIGNON-zellen austauschen müssen.

für absolute notfälle trage ich unter der befahrungskombi noch eine kleine, wasserdichte und gegen bis zu 3 m fallhöhe resistente LUCIDO-LED-leuchte (4 weiße LED`s) mit einem lederband um den hals.

aufgrund des konstruktiven abstrahlverhaltens der LED`s erzeugt das umgerüstete PETZL-geleucht nun ein gleichmäßiges, weißes (leuchtstofflampen ähnlich) flächenlicht. ein spotlicht, wie es vorher die fokussierbare halogenglühlampe bot, ist natürlich nicht mehr möglich, aber für mich auch nicht notwendig.

das „maß aller dinge“ ist aber auch für mich immer noch karbid. persönlich habe ich durch das umständliche handling eines karbidgeleuchts keine entsprechende chemische lampe im einsatz. bei mitbefahrern konnte ich aber sehr oft den einsatz von karbid verfolgen. die hohe lichtausbeute und die warme, angenehme lichtfarbe sprechen auch in der heutigen zeit und garantiert darüber hinaus durchaus noch für eine chemische lichtquelle mittels karbid! alte und erfahrene späleologen-hasen schwören demzufolge aus gutem grund immer noch auf diese art von geleucht!

glück auf und viele grüße

Peter
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