Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

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Geomartin
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Geomartin »

Uran hat geschrieben: Do. 07. Okt 21 17:12 Stimmt so nicht. 47,3 % sind in der Hand der Lithium Zinnwald. Es fehlen auch die Anteile der Jiangxi Ganfeng Lithium Co., Ltd..
Nee, stimmt so nicht.

Also, Zinnwald Lithium plc in London haelt 100% der Anteile and Deutsche Lithium.

Baconora in Kanada gehoeren 35.5% der Anteile and Zinnwald Lithium plc.

Ganfeng in China hat nun gerade Bacanora uebernommen.

Also so:

Ganfeng <- 100% <- Baconora <- 35.5% <- Zinnwald Lithium plc <- 100% <- Deutsche Lithium.
Uran
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Uran »

Also sind die Chinesen größter Anteilseigner. Da muss ich auf den Beitrag zu Pöhla verweisen. Wo bleibt dann das Ziel strategische Rohstoffe in Deutschland für Deutschland mit Hilfe von EU-Fördermitteln zu fördern?
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.
Geomartin
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Geomartin »

Ja, so sieht es aus. Aber Zinnwald ist fuer die nur Beifang, die wollten die Kontrolle ueber Baconoras Projekt in Mexiko.

Aber selbst wenn das Unternehmen in auslaendischer Hand ist muss das erstmal nichts negatives sein. Deutschland / EU koennen die Rahmenbedingungen so gestalten, das ein inlaendischer Absatz entweder lukrativer oder der Export unattriktiv/beschraenkt wird. China macht dies ja selbst so. Dann spielt es keine Rolle wem die Grube gehoert.
Uran
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Uran »

Wenn der Export unattraktiv ist wird es durch die Chinesen keinen Bergbau geben. Damit ist Zinnwald tot.
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Geomartin
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Geomartin »

Vulcan Energy wird vom Shortseller J-Capital Research beschuldigt, die Vormachbarkeitsstudie geschoent und Investoren hinters Licht gefuehrt zu haben:

Vulcan Energy accused of misleading investors with positive PFS — report
Uran
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Uran »

Warum wundere ich mich jetzt nicht? :gruebel:
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Geomartin
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Geomartin »

Geomartin hat geschrieben: Mi. 27. Okt 21 5:59 Vulcan Energy wird vom Shortseller J-Capital Research beschuldigt, die Vormachbarkeitsstudie geschoent und Investoren hinters Licht gefuehrt zu haben:

Vulcan Energy accused of misleading investors with positive PFS — report
Die lange Antwort von VUL auf die Vorwuerfe:

Vulcan responds to disinformation in online report
Geomartin
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Geomartin »

Excellon hat einen Technical Report nach dem kanadischen NI43-101 Standard zur Erkundung im Raum Braeunsdort veroeffentlicht:
Excellon Resources Inc.
Silver City Project, Bräunsdorf Licence, Saxony, Germany
NI 43-101 Technical Report
Geomartin
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Geomartin »

Vulcan Energy hat weitere Erkundungslizenzen in Rheinland-Pfalz genehmigt bekommen:

New licences significantly grows Zero Carbon Lithium Project
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Nobi
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Nobi »

Übrigens hat Vulcan Energy inzwischen Lieferverträge für Lithiumhydroxid mit Volkswagen, Stellantis und LG Energy Solution geschlossen.
GLÜCK AUF | NOBI

Der Berg ist frei.
Wo eyn man eynfahrn will
mag her es thun mit rechte.


w w w . b e r g b a u s h i r t . d e
Uran
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Uran »

Die verkaufen das Fell, bevor der Bär erlegt ist. :D
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Mannl
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Mannl »

Vertragsklausel:

"Sofern der Bär nicht erlegt werden kann, ist der Verkauf des Fells hinfällig."

So würde ich es machen ... :D
Ehre dem Bergmann, dem braven Mann !
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Uran
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Uran »

Stimmt. Hab mal ein wenig gekrützt. Eigentlich wie immer. Ein undurchsichtiges Firmengeflecht, mit Gründung, Liquidation, Geschäftsführerwechsel und sehr oft als Firmenadresse ein Einfamilienhaus.

All diese Abnahmeverträge stehen bisher noch unter der Bedingung, dass Vulcan tatsächlich mit der Lithiumproduktion im Oberrheingraben beginnt. Das ist derzeit für 2024 geplant. Das Unternehmen gibt bekannt, dass die „endgültige Machbarkeitsstudie der ersten Projektphase“ in der zweiten Jahreshälfte 2022 abgeschlossen werden soll. In der ersten Stufe soll eine Produktion von 15.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr erfolgen erreicht werden. Die zweite Ausbaustufe ab 2025 sieht eine Jahreskapazität von weiteren 25.000 Tonnen vor.
In Geothermieanlagen wird heißes Wasser aus tieferen Erdschichten gewonnen, um dessen Wärme zu nutzen. Im Oberrheingraben enthält das Thermalwasser Lithium, das nun aus dem warmen Wasser herausgefiltert werden soll, bevor es der Erde wieder zugeführt wird. Laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) enthält das Tiefenwasser in dieser Region zwischen 200 und 400 Milligramm Lithium pro Liter.

Das Handelsblatt (Zitat FAZ) nennt hier noch mehr Fakten. So habe die Vor-Machbarkeitsstudie von VER mit Förderraten von 100 bis 120 Litern pro Sekunde gerechnet. Ein Wert, den Fachleute aus der Geothermie-Branche bereits vor der Veröffentlichung des Reports von J-Capital als deutlich zu hoch gegriffen bezeichnet hätten. VER-Gründer Horst Kreuter gestand gegenüber dem Handelsblatt ein, dass die Zahlen vielleicht etwas optimistisch seien, rechtfertigt seine Schätzungen jedoch damit, dass sie auf dem neuesten Stand der Technologie basierten.

Experten:innen im Forschungsrojekt UnLimited, das die Möglichkeiten zur Lithiumextraktion an der Geothermieanlage Bruchsal erforscht (wir berichteten), gehen ebenfalls von niedrigeren Fließraten aus. Man rechnet mit rund 70 Litern pro Sekunde. In diesem Zusammenhang erscheinen die für 2025 angekündigten ca. 40.000 Tonnen batteriefähiger Lithium-Carbonat-Äquivalente (LCE), die mit nur 28 Bohrungen gefördert werden sollen, wie der Analyst Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG beschreibt, als unrealistisch. Das Handelsblatt erwähnt die Option, die Produktionsrate durch Fracking zu erhöhen. Doch die Technologie ist in Deutschland höchst umstritten und die Genehmigungsfähigkeit in Baden-Württemberg ist fraglich.
Auch die Effizienz bei der Förderung des Lithiums aus dem heißen Tiefenwasser kalkuliert VER laut Handelsblatt mit 90 Prozent deutlich zu hoch. Tim Murray halte im Report eher 70 Prozent für realistisch. Beide Faktoren zusammengenommen - zu hoch kalkulierte Fließrate und ebenfalls überschätzte Effizienz bei der Extraktion des Lithiums - seien ein „Projekt-Killer".

Hab mal gerechnet. Hoffentlich hab ich mich dabei nicht um Kommastellen verrechnet. Bei 200 mg Lithium im Wasser müssen für 1 Gramm 5 Liter gefördert werden. Für 1 Kg dann 5 m3 und für 1 Tonne 5000 m3. Bei einer Produktion von 40.000 t im Jahr über 28 Bohrungen, währen das pro Bohrung 227 Liter/s. :gruebel:

Aber einen schönen bunten Internetauftritt hat die Firma. Auch sehr schöne Versprechungen und jede Menge Experten. Ein wenig zu viel für ein Einfamilienhaus. Sind wahrscheinlich alle im Homeoffice. :D
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Mannl »

Auch hier schreibt man etwas dazu ...

https://www.scinexx.de/dossier/lithium-aus-deutschland/
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Geomartin
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Geomartin »

Excellon hat weitere Bohrergebnisse fuer Silver City bekannt gegeben:
http://www.excellonresources.com/news/d ... ent_id=320
Uran
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Uran »

Es ist eigentlich müßig sich zu diesem Unsinn zu äußern. Die Jungs und Mädels haben offensichtlich von der Gangvererzung keine Ahnung. :x
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Mannl
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Mannl »

Die Jungs und Mädels haben offensichtlich von der Gangvererzung keine Ahnung.
Deshalb bohrt man ja, um eine gewisse Ahnung zu bekommen ... :meister:
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Uran »

Mannl hat geschrieben: Fr. 11. Feb 22 15:05 Deshalb bohrt man ja, um eine gewisse Ahnung zu bekommen ... :meister:
:x Du erzählst Sachen.
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Re: Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Beitrag von Geomartin »

SHP hat eine neue Ressourcenschaetzung fuer das Erkundungsfeld "Ohmgebirge" nach JORC 2012 Standard bekanntgegeben. Die neue Ressource beinhaltet 338Mt mit durchschnittlich 12.91% K2O fuer einen Gesamtinhalt von 44Mt K2O. Die Gesamtressource des Unternehmens fuer Mitteldeutschland steigt damit auf etwas ueber 5 Milliarden Tonnen mit einem Inhalt von rund 570Mt K2O.

https://wcsecure.weblink.com.au/pdf/SHP/02541071.pdf
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