Geothermie

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Uran
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Geothermie

Beitrag von Uran »

Sachsen plant ein Geothermiekraftwerk in Schneeberg.

Nachrichten Radio PSR am 25.01.2012
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Nobi
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Re: Geothermie

Beitrag von Nobi »

GLÜCK AUF | NOBI

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Jörn
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Re: Geothermie

Beitrag von Jörn »

Jaja, und irgendwann hat man die Erde soweit abgekühlt, dass sie still steht :gruebel: :mussweg:

Mit nicht wirklich ernsten Grüßen

Jörn
"Das Bergamt braucht doch Wochen, bis es etwas genehmigt!"

Götz George in "Böse Wetter", 2015
Mannl
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Re: Geothermie

Beitrag von Mannl »

Achtung ! "In der Zeitung steht nicht die Wahrheit, sondern nur die öffentliche Meinung !"

In Sachsen wird nach höffigen Gebieten für Geothermie gesucht. Danach wird es eine Karte geben, die für Interessenten an derartigen Projekten Anhaltspunkte liefert.
Die Region Schneeberg könnte interessant sein, da hier die geothermische Tiefenstufe eventuell günstig ausgebildet ist (recht ordentliche Temperaturen im Schacht 371 der Wismut - ich glaube es waren 80 Grad).
Also erstmal Geld sammeln, bohren, messen und dann wird man sehen ....
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Nobi
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Re: Geothermie

Beitrag von Nobi »

Mannl hat geschrieben:Achtung ! Danach wird es eine Karte geben, die für Interessenten an derartigen Projekten Anhaltspunkte liefert.
Für einige Gebiete gibt es diese Karte schon (siehe http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/inf ... viewer.htm)
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Uran
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Re: Geothermie

Beitrag von Uran »

Da steht alles drin.

Schriftenreihe des LfULG, Heft 9/2011
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Wolfgang
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Re: Geothermie

Beitrag von Wolfgang »

Die Überlegungen zur Nutzung der Erdwärme gab meines Wissens es schon seit der Stilllegung des Schachtes 371, ein gewaltiges Potential an Energiereserven wäre nutzbar gewesen, aber!!! die Saqnierung des Schachtes verschlingt beträchtliche Summen an Geldern der Staat muß zahlen und damit darf wahrscheinlich keiner einen Nutzen ziehen. Welch eine Heuchlerische Umweltpolitik. Da gehen doch den Energiekonzernen Einnahmen verloren. Irgend etwas ist da falsch? Lasse mich auch gerne belehren!


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Re: Geothermie

Beitrag von Mannl »

Gute Frage zu Schacht 371 !?
In Ehrenfriedersdorf läuft für die Übertageanlagen eine solche Wärmepumpe, die haben da auch einige 10 tausend Kubikmeter "warmes Wasser" ....
Man sollte mal bei der Wismut GmbH ranhorchen ...
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markscheider
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Re: Geothermie

Beitrag von markscheider »

Der Käse ist seit der Flutung gegessen. Man hatte damals die einmalige Chance, ein solches System kostengünstig zu installieren, und man hat sie ungenutzt verstreichen lassen.
hungerlieb
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Re: Geothermie

Beitrag von hungerlieb »

markscheider hat geschrieben:Der Käse ist seit der Flutung gegessen. Man hatte damals die einmalige Chance, ein solches System kostengünstig zu installieren, und man hat sie ungenutzt verstreichen lassen.
Käse im wörtlichen oder sprichwörtlichen Sinn? :D

Zu dem geplanten Geothermiekraftwerk, was ja prinzipiell zu begrüßen ist, wäre auch wieder die Frage zu stellen, ob ein solcher Eingriff, je nach Größe und Standort nicht ggf. die Bergschadenstatistiken beeinflussen könnte....Wäre dann sicher auch schönes Neuland für die Juristen...im dichtbesiedelten Gebirge.

Zur 371, 382, etc.: wenn mann genau sucht wird man in irgendeinen Archiv sicher auch Stimmen finden die genau sowas damals gefordert haben...
Zumindest in einer reversiblen Versuchsvariante wäre es sicherlich in Hinblick auf die Kosten nicht ins Gewicht gefallen und hätte ggf. teures Ingeneurswissen generiert.

Aber...regenerative Energien waren damals nicht gerade im Trend, auch wenn der damalige BM für Umwelt usw. später großer Vorkämpfer der Nachhaltigkeit (Unep etc.) war und jetzt Ethikkommissionen leitet.
Bösartig könnte man behaupten an der Spitze wurden ´91 die Richtigen eingesetzt um die heimische Kohleindustrie nicht zu gefährden, aber sicher gab es auch sachliche Gründe gegen eine Erdwärmenutzung...

Wenn man die nach wie vor zugänglichen Wasserschichten untersucht (Sonden) und die Daten auswertet kann man auch feststellen welche Energiemenge zur Verfügung gestanden HÄTTE oder auch NICHT. :roll:
Glück Auf!
Sven
Uran
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Re: Geothermie

Beitrag von Uran »

Man muß hier unterscheiden, zwischen Geothermie und Wärmepumpe. Für eine Wärmepumpe ist das Wasser der 371 zu warm und für Geothermie zu kalt. Sicher hätte es irgendwo dazwischen eine Möglichkeit der Nutzung des warmen Wassers gegeben. Dagegen steht hier allerdings die chemische Belastung des Grubenwassers, das ein wie auch immer gearteter Wasserkreislauf nicht lange überleben würde. Mal ganz abgesehen von dem noch immer im Wasser gelösten Uran. Spätestens hier würden unsere grünen Freunde auf die Barrikaden gehen.
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markscheider
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Re: Geothermie

Beitrag von markscheider »

Man kann das ja, wie bei einem AKW, trennen. Primärer und sekundärer Kreislauf -> nix Kontamination.

Was die Temp. angeht, damit kenne ich mich nicht aus. Die Gesteinstemperaturen lagen über 60°C auf den tieferen Sohlen, das Wasser hätte die sicher angenommen. Je nachdem, welche Wärmemenge man entnimmt, fällt die Temperatur oder auch nicht. Für die Beheizung des Kurbades hätte es wohl gereicht, nehme ich an.
Uran
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Re: Geothermie

Beitrag von Uran »

O.K. siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Carnotprozess

Beschreibt den Wirkungsgrad einer Wärmepumpe.
Das Wasser soll eine Temperatur zwischen20 und 30°C haben. Für eine Wärmepumpe zu warm zum normalen heizen zu kalt. Hier gibt es sicher eine technische Möglichkeit. Ich kenne sie aber nicht.
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hungerlieb
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Re: Geothermie

Beitrag von hungerlieb »

https://www.oba.sachsen.de/download/202 ... eeberg.pdf

Es war wohl doch nur ein etwas kostspieliger Aprilscherz, naja wäre die Chance gewesen zu untesuchen ob es Abseits der Molasse und des Norddeutschen Beckens auch möglich ist. Man baut halt lieber Pipelines...
Glück Auf!
Sven
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