Urangeschichten der Wismut

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markscheider
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Urangeschichten der Wismut

Beitrag von markscheider »

Durchaus lesens- und sehenswert: https://wismut.hypotheses.org/
Uran
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Uran »

So, so. Eine Basketballerin erklärt uns die Wismut und dann noch Dr. Daenecke. Nein Danke. Zeitzeugen der Wismut mit Maren Barnikow, dazu Wimi Astrid Kirchof mit Oral History. Junge, Junge, Junge. 30 Jahre nach dem Ende der Wismut will man uns erklären wie die Wismut funktioniert hat. Archive sind Mist, Zeitzeugen sind besser. Na denn. Wer's glaubt. :x
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markscheider
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von markscheider »

Dann probier mal den: https://wismut.hypotheses.org/170

Und sei nicht immer so negativ.
(Zugegeben, die Navigation auf der Seite könnte besser sein.)
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markscheider
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von markscheider »

Mannl
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Mannl »

Uran
Dem ist nichts hinzuzufügen :top:
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Uran
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Uran »

Hallo Markscheider. Nein, ich bin nicht negativ. Ich habe nur diesen "Unsinn" schon sehr zeitig mitverfolgen dürfen. Mit viel Geld wird hier glatter "Unsinn" (schon wieder dieses böse Wort) fabriziert. Den Wismutern wird jetzt erklärt wie sie gelebt, gearbeitet und gedacht haben. Auch wenn du noch so viele Links einstellst. Es wird davon nicht besser. Das ganze Projekt ist so überflüssig wie ein Kropf.
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Mannl »

Nein, ist es nicht. :D
Wessen Brot ich eß, dessen Lied ich sing .... :aetsch:
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markscheider
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von markscheider »

Also, wenn euch das nicht zusagt - es wird niemand gezwungen.
Ich habe mir gestern das Zeitzeugeninterview mit Kircheis angesehen und fand es interessant.
Uran
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Uran »

Interessant? Naja. Ist doch alles nichts Neues. Der gute Man schwelgt in Erinnerungen, das nimmt ihm auch niemand übel. Das hat aber mit Zeitzeugenberichten nichts zu tun. Wenn man ihn so hört war es Untertage das schönste Schlaraffenland. Er durfte auch den leeren Hunt schieben. Na so was. Die Neuen durften Hunte sacken und die vollen Hunte schieben. Ein wenig Übertreibung muß natürlich auch sein. Wenn vor Ort 12-15m3 Masse lagen. So, so. Wenn da nach dem Abschlag 5-6 m3 lagen, kommt das der Sache näher. Da wird nichts davon berichtet, das es ein schlecht bezahlter Knochenjob war. Richtig Geld verdient haben nur die Leute im Vortrieb und im Erz. Der Grundlohn war eher bescheiden.
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Nobi »

Jeder der bei der Wismut war weiß, dass es nicht "die Wismut" gab.
Wer wie was erlebt hat, ist von vielen Faktoren abhängig und hat sich nicht nur in der Tätigkeitszeit und im regionalen Bergbaubetrieb unterschieden, sondern auch oft auch von Brigade zu Brigade, von Schicht zu Schicht usw.. Die Wismut war kein Einzeller - das sollte man wissen!

Klar sind Erinnerungen ehemaliger Kumpel immer auch Übertreibungen, denn die Zeit und der menschliche Geist heilt viele Wunden durch Vergessen und man neigt schnell zum herorisieren der Untertagezeit. Trotzdem können sich Außenstehende kaum ein Urteil bilden, wie es "wirklich" war.

Und was die Masse betrifft, die konnte schon auf Feldstrecken anfallen. Auch auf dem Abbau war es keine Seltenheit, denn bei uns hatten die Abbaublöcke oft mehrere Orte und es war nicht unüblich, zwei Orte abzudrücken, wenn es in den Zyklus passte. Da kann aber Mannl sicher aufklären :wink:

Und das Geld:
Man hat bei der Wismut ordentlich verdient. Sicherlich haben die Wenigsten das Geld der Spitzenbrigaden erreicht, aber die Wenigsten wollten diesen Knochenjob auch machen. Man muss aber das Geld (und die sonstigen Leistungen) bei der Wismut immer noch mit den Gehältern vergleichen, die im Rest des Landes gezahlt wurden. So war mein erstes Gehalt mit Schicht- und Untertagezuschlag fast doppelt so hoch wie das Gehalt meines Vaters - POS-Fachlehrer mit Hochschulabschluss und zu der Zeit knapp 20 Dienstjahren ...

Und ja: Außenstehende erzählen oft viel Unsinn über die Wismut ...
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Uran »

Mei Guter, bitte richtig lesen. Es ging hier um einen Zeitzeugen der Ende 40er Anfang 50er in Johannstadt war. Die Strecken waren noch relativ klein und die Abschlagstiefe war 1 Meter. Das Gesagte gilt auch für die Entlohnung. Geh nach Schlema ins Museum, da hängen Plakate mit den Löhnen der Besten und der Schlechtesten. Wer die Wassersaige räumen mußte, oder mit dem Pickhammer die Strecken abklapperte um Resterze zu pickern hat nicht die Butter aufs Brot verdient. Der Grundlohn war mies. Verdient haben die nur durch Normübererfüllung. Daran war auch die Verpflegung gekoppelt. Nicht jeder hat das geschafft, oder konnte es schaffen, weil seine Arbeit das nicht hergab. Du kannst das nicht mit deiner Wismutzeit vergleichen.
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Nobi »

Uran hat geschrieben: Do. 11. Feb 21 19:58 Mei Guter, bitte richtig lesen. Es ging hier um einen Zeitzeugen der Ende 40er Anfang 50er in Johannstadt war.
Ich habe richtig gelesen und wahrscheinlich muss ich es "überlesen" haben. Irgendwie kann ich es aber immer noch nicht finden ... :gruebel:

Aber wie Markscheider schon schrieb: Es wird niemand gezwungen ...
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Nobi »

Aber mal ganz ehrlich: Dies hier ist ja an Peinlichkeit und Unkenntnis nicht zu überbieten.
https://cloud.saw-leipzig.de/s/MTDpXC4SSC6DaJz/download

Auch von der Webseite https://wismut.hypotheses.org/ ...
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Mannl »

"Da kann aber Mannl sicher aufklären :wink:"

Es ist eine einfache Rechenaufgabe:
Strecken/Abbaubreite x Strecken/Abbauhöhe x Abschlagstiefe x Auflockerungskoeffizient (1,2 - 1,5) = Masse in cbm

Aus den Johannstädter Zeiten könnte ich einige Geschichten (nach) - erzählen. Nichts spektakuläres eher "witzig".

Ich habe 1978 als Dipl.Ing. mit ca. 800 Mark angefangen (TW 2 - Einarbeitung; TW 3 danach). 1.10.79 900 Mark plus max. 200 Mark Zuschläge bei 100 % Kennzahlerfüllung. 12 Tage Urlaub. 2 Liter Schnaps bei vollem Monat UTa.
Dazu noch der Untertagezuschlag - aber nicht immer geschafft. Später wurde es dann mehr .... :D
Die Spitzenhauer lagen da wohl bei ca. 2000 Mark (war aber kein "Zuckerschlecken".

Im Zinnbergbau BHK - wurden die Kollegen nach "Bautarifen" entlohnt.

Reinziehen muss man es sich nicht.
Ist aber nun mal veröffentlicht und da dürfte man ja seine Meinung sagen (lässt sich ja auch belegen)

Soviel mal in Kürze.
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Uran »

Nobi hat geschrieben: Do. 11. Feb 21 20:45 Aber mal ganz ehrlich: Dies hier ist ja an Peinlichkeit und Unkenntnis nicht zu überbieten.
:alc: :explode:
Herr laß Hirn regnen. Das ist ja an Schwachsinn nicht mehr zu überbieten. Die Frau Astrid Mignon (süß) Kirchhof hat ja nicht einmal einen eigenen Wikipediaartikel. Also völlig unbedeutend. 1968 geboren und 1998 noch studentische Hilfskraft. Aber hier https://de.wikipedia.org/wiki/Villigste ... semitismus hat sie das sagen. Wenn man sich so anschaut was sie in den letzten Jahren so veröffentlicht hat, kann ich nur sagen Izmir schlecht.

"Umweltgeschichte und Geschlecht : von Antiatomkraftbewegung bis Ökofeminismus"
"Das Dienstfräulein auf dem Bahnhof" Frauen im öffentlichen Raum im Blick der Berliner Bahnhofsmission 1894–1939
"Spanning the Globe: Australischer Protest gegen den Uranabbau und ihre westdeutschen Unterstützer,"
"Wechselwirkungen zwischen der australischen und der deutschen Umweltbewegung"
"Globaler Protest gegen die Kernenergie. Transfer und transnationaler Austausch in den 1970er und 1980er Jahren"
"Frauen in der Antiatomkraftbewegung. Am Beispiel der Mütter gegen Atomkraft,"
"Geschlechterräume: Wie soziologische Raumtheorien für die Geschichtswissenschaft nutzbar gemacht werden können."
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Uran »

Nobi hat geschrieben: Do. 11. Feb 21 20:08 Ich habe richtig gelesen und wahrscheinlich muss ich es "überlesen" haben. Irgendwie kann ich es aber immer noch nicht finden ... :gruebel:
Du muß dir das Fietscho vom Kircheis ansehen. :)
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Mannl »

Wir sind einfach zu alt für den ganzen Sch ... :aetsch:
Wie schrieb Anton Günther:
"Dr Tanzbudn is en Volk sei Kirsch ..."
"Un hängetse in de Feiress nei, de fallische Politik ..."

Aber zurück zum Fachforum !
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Uwe Pohl
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Uwe Pohl »

Hallo Uran.
Du bist ja wieder voll in Deinem Element :D
Du musst die Texte von Frau Mignon ja nicht lesen. Du kannst sie auch nicht gut finden und kritisieren.
Aber musst Du versuchen die Autorin zu diskreditieren?
Ach ja:
Ich habe inhaltlich nichts zum Thema zu sagen, weil die Wismut nicht mein Interessensbereich ist.
Frage: Hast Du einen "Wikipedia-Eintrag"?
Anschließend:
Ich denke über Mannls These nach: "Wir sind einfach zu alt für den ganzen Sch ..."
Korrespondiert mit Deiner Signatur.
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Nobi
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Nobi »

Natürlich sollte man Menschen nicht nach ihrer Biografie gleich in eine Schublade stecken, sondern sie, wie in diesem Fall, in ihren "Aussagen" messen. Da kann ich aber in dem Fall des Weihnachtsvideos getrost sagen:
SCHWACHSINNIG.

Die Tante vermischt irgendwas Aufgeschnapptes zur Historie mit ihren eigenen Vermutungen, transferiert es auf die DDR-Zeit, unterlegt das noch mit "Stille Nacht" auf russisch und am Ende noch etwas Propagandamaterial. Das ist nicht mehr als dümmliche Arroganz, aber scheinbar ihr Weltbild. Als Assistentin von Karl-Eduard von Schnitzler hätte sie es bestimmt weit gebracht.
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Mannl »

Ich denke wir sollten das Thema hier beenden.

Die ehemaligen "Wismuter" und "kompetente Quereinsteiger" können sich ja unter PN austauschen ... :D
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Mannl »

Doch nochmal 😁
Ein Aufruf an die ehemaligen "Wismutiany"

Yaroslav Koshelev, einMitarbeiter des Projekts "Bismut Heritage/Wismut-Erbe", schreibt uns :

Wismut-Erbe ist ein Gemeinschaftsprojekt von Wismut, der Sächsischen Akademie der Wissenschaften in Leipzig und der Humboldt-Universität zu Berlin. Das Projekt wurde 2019 gestartet. Das laufende Jahr 2021 ist das letzte Jahr des Projekts, wir planen, alle Interviews bis zum Sommer durchzuführen. ..

... Wir interessieren uns für Menschen aller Berufe - wir haben bereits mit Bergleuten, Elektrikern, Technikern, Historikern, Lehrern, Wismut-Athleten und anderen gesprochen. Insgesamt sind fünfzig Interviews geplant, von denen bereits etwa zwanzig durchgeführt wurden. Die Geschichte von Wismut kann jedoch nicht nur von deutschen Augenzeugen und ohne die Perspektive sowjetischer Angestellter zuverlässig erzählt werden. Daher ist es wichtig, dass wir Gespräche mit ihnen führen. Wir werden uns sehr freuen, wenn Sie uns helfen können, mit den sowjetischen Bismutianern zu sprechen.


Unsere Interviews laufen anders. Die kürzeste dauerte anderthalb Stunden und die längste vier Stunden. Die Wismutianer entscheiden selbst, wie viel sie uns sagen wollen, und wir beschränken sie darin nicht. Das Interview kann in zwei Teile unterteilt werden. Im ersten Teil sprechen die Wismutianer frei über ihren Lebensweg, über ihre Jugend, ihr Studium, ihre Arbeit, ihr persönliches Leben, wie sie Wismut kennengelernt haben und wie sie sich dort niedergelassen haben. Dieser erste Teil dauert durchschnittlich eine halbe bis eine Stunde. Im nächsten zweiten Teil stellen wir die Fragen, die wir jedem Gesprächspartner stellen. Sie können Details aus der Bismuthian-Geschichte und globalere Themen ansprechen. Zum Beispiel über die Atmosphäre dieser Zeit, die Beziehung zwischen den Wismutern und anderen Bürgern der DDR, fragen wir nach der Bewertung politischer Ereignisse - zum Beispiel nach dem Bau der Berliner Mauer im Jahr 1961 oder dem Zusammenbruch der DDR.Fragen zu Sicherheitsmaßnahmen im Untergrund und zur Rückgewinnung von Ökologie und Landschaft sind wichtig. Jeder Wismutianer bewertet diese Dinge auf seine Weise. Ich füge diesem Brief eine Beispielliste mit Fragen bei.( >>> hier <<< ). Wir halten unsere Interviews vollständig und schneiden keine einzelnen Fragmente aus ihnen heraus. Wir haben nur die geplanten Gesprächspausen oder technische Probleme (Internetfehler usw.) ausgeschnitten.



Jaroslaw hat uns gebeten, folgende Anzeige zu schalten:



Liebe Wismutier!

Das deutsche historische Projekt "Erbe der Wismut" sucht sowjetische Wismutier aller Altersgruppen und Berufe. Ziel des Projekts ist es, Ihr Leben in Wismut für zukünftige Generationen deutscher Historiker und die breite Öffentlichkeit zu dokumentieren. Die heutige deutschsprachige Wismutgeschichte basiert hauptsächlich auf den Erinnerungen der deutschen Wismutianer, aber der wichtigste Beitrag zur Entwicklung von Wismut wurde zweifellos von sowjetischen Spezialisten geleistet, ohne deren Perspektive eine verlässliche Wismutgeschichte nicht geschrieben werden kann. Zunächst interessieren uns Ihre Erfahrungen und Ihre Einschätzung Ihrer Arbeit und Ihrer persönlichen Rolle in der DDR. Wir interessieren uns für Fragen zu Ihrem Beruf und Ihrer Qualifikation in Wismut, zu Beziehungen und Freundschaft zwischen deutschen und sowjetischen Mitarbeitern, zu Kultur, Urlaub und Unterhaltung sowie zu Krankheiten, Ökologie, Arbeit an Sicherheitsmaßnahmen und anderen Schwierigkeiten dieser Zeit.Die Interviews werden auf Video aufgezeichnet und vollständig präsentiert. Gespräche können auf Russisch oder Deutsch geführt werden.



Das Projekt wird von Wismut und den Bundesländern Sachsen und Thüringen finanziert. Er ist in zwei Gruppen unterteilt, von denen die erste in Archiven auf deutschem Gebiet recherchiert und die zweite Interviews mit Wismutern jeden Alters sowie mit Menschen aller Berufe führt, deren Leben mit dem Bergbau verbunden war Industrie. Bis zum Sommer 2021 sind 50 Interviews geplant. Die Ergebnisse unserer Arbeit können auf einem speziellen Internetportal eingesehen werden, das ab 2021 entwickelt wird. Abschnitte davon sind bereits in unserem Blog wismut.hypotheses.org zu sehen .



Unser Flyer ist hier: https://f-origin.hypotheses.org/wp-cont ... .12.14.pdf

Die offizielle Projektseite auf der Website der Sächsischen Akademie der Wissenschaften: https://www.saw-leipzig.de/de/projekte/ ... -forschung



Der MDR-Kanal hat ein Problem zu unserer Arbeit zusammengestellt: https://cloud.saw-leipzig.de/s/qYwogmkg3qQFKz5



Wir freuen uns, wenn wir mit Ihnen sprechen können. Wenn Sie möchten, schreiben Sie bitte an koshelev@saw-leipzig.de .
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Mannl »

Ich habe die Frageliste mal über den Übersetzer geschoben.
Prio "Inhalt" nicht "deutsch"

Kann jeder mal für sich selbst beantworten ....

Eine Liste von Fragen

Der erste Teil des Interviews ist Bismutyanins Geschichte über sein Leben (in der Regel dauert von 30 Minuten bis
eine Stunde)
Bitte erzählen Sie uns von Ihrem Leben - von Ihrer Jugend bis zur Gegenwart
Zeit: über Ihre Kindheit, über Ihre Eltern, über Bildung, über Ihr persönliches Leben, wer Hat Sie nach
Und wie Sind Sie in die DDR gekommen und haben in Bismuth angefangen zu arbeiten? Wie ist Ihre Arbeit verlaufen?
Was waren die Erfolge und Schwierigkeiten? Wie und warum endete Ihre Arbeit in der DDR und wie
Hat Ihr Leben danach weitergemacht?
Der zweite Teil des Interviews ist die Klärung von Fragen zur persönlichen Biografie (in der Regel 30
Minuten)

Diese Fragen hängen von der Geschichte des Bismuthianers ab. Sie können sich auf die Angaben zum Beruf, die
Lebens- und Weltanschauung.
Der dritte Teil des Interviews sind die Fragen, die wir jedem Bismutianer stellen,
nachfolgender Vergleich (dauert in der Regel 30 Minuten / Stunde oder länger)
Beispielliste der Fragen:
Sie selbst haben sich für eine Geschäftsreise in die DDR entschieden oder sie wurden dorthin geschickt, trotz Ihrer
Prioritäten?
Wie haben Sie sich in Deutschland gefühlt?
Haben Sie Deutsch gelernt? Haben Sie fließend gesprochen?
Sind sowjetische Bismuthianer allein oder mit ihrer Familie nach Deutschland gekommen?
Welche Beziehung hatten Sie zu Ihren deutschen Kollegen? War das Echo des Krieges noch zu spüren? Welche Art
es gab Konflikte? Gab es eine Freundschaft? Was hat besonders gut funktioniert und was nicht?
Wollten Sie länger in Deutschland bleiben? Oder kehren Sie lieber in die UdSSR zurück?
Haben Sie in Deutschland genauso verdient wie in der UdSSR oder mehr / weniger?
Wie war Ihr typischer Arbeitstag in Bismuth? Von morgens bis abends.
An welche Episoden oder besonderen Ereignisse erinnern Sie sich am meisten?
Haben Sie Unfälle oder Sabotage erlebt?
Haben Sie die Proteste am 17. Juni 1953 miterlebt? Der Bau der Berliner Mauer 1961
Jahr? Die Proteste im Herbst 1989 und der Fall der Berliner Mauer?
Wie haben Sie die verschiedenen politischen Systeme - Kapitalismus und Sozialismus - gesehen?
Sind Sie in die DDR oder ins Ausland gereist? Wie wichtig war es Ihnen?
Hat sich die Arbeitsatmosphäre in Bismuth im Laufe der Jahre verändert?

Wann wurde deutlich, dass der Uranabbau zu Ende ging?
Was wussten Sie über die damaligen Umweltproteste und wie haben Sie sich darüber gefühlt?
Welche Maßnahmen wurden in Bismuth ergriffen, um die Gesundheit zu erhalten? Was über
Gesundheitsrisiken? Haben sich die Bergleute an die Sicherheitsvorschriften gehalten? Was in Bismuth möglich ist
wäre es besser?
Hatten Sie Angst, an Krebs zu erkranken? Kennen Sie Krebskranke?
Sind Sie selbst krank geworden? Hatte diese Krankheit mit Ihrer Arbeit in Bismuth zu tun?
Wie empfinden Sie die Rückgewinnung? War genug getan oder konnte es erreicht werden
großen Erfolg?
In welchen politischen, kulturellen, sportlichen Organisationen waren Sie?
Es wird oft gesagt, dass Bismut ein "Staat innerhalb eines Staates" ist, wie empfinden Sie es
Äußerung?
Hatten die Vismutyans besondere Privilegien im Vergleich zu den übrigen Bewohnern der DDR und der UdSSR?
Wie war Ihr Leben nach Ihrer Rückkehr in die UdSSR?
Wurde die Arbeit bei Bismuth klassifiziert? Hat der Kontakt mit den Bismutern nach Ihrem
Rückgabe?
Wie identifizieren Sie sich überhaupt? Sind Sie bismuthian? Miner? Geologe? Russisch?
Vater? Etc.
Gab es eine persönliche Freundschaft mit deutschen Kollegen oder war die Beziehung
Professionell?
Gab es solche Berufe, in denen nur sowjetische Angestellte arbeiteten?
Wie lange hat ein sowjetischer Angestellter ungefähr in Bismuth gearbeitet?
Wo und wie lebten die sowjetischen Mitarbeiter?
Haben Frauen in Bismuth und in welchen Berufen gearbeitet?
Welchen Beitrag hat Bismuth zu den Beziehungen zwischen der DDR/Deutschland und der UdSSR/ Russland geleistet?
Welche Rolle spielt Deutschland/ DIE DDR in Ihrem Leben?
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Uran »

Ach du Heimatland. Izmir schlecht. Schon an den Fragen sieht man, das der Fragesteller 0 Ahnung hat. Wenn man die Fragen genau liest, geht es überhaupt nicht um die Wismut. Das ist nur ein Deckmäntelchen. Die Stasi war dagegen eine Schlumpentruppe.
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Wolfgang
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Wolfgang »

ich glaube das Buch von Klaus Beyer ,, Eigentlich wollte ich nur ein Jahr bleiben " beschreibt die Geschichte der Anfangszeit der Wismut ganz gut. Ich war selbst nicht dabei, aber kannte Klaus Beyer, er war nicht auf Sensationshascherei aus. Einfach mal lesen und nachdenken !
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Uwe Pohl
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Uwe Pohl »

Uran hat geschrieben: Di. 23. Feb 21 14:03 Ach du Heimatland. Izmir schlecht. Schon an den Fragen sieht man, das der Fragesteller 0 Ahnung hat. Wenn man die Fragen genau liest, geht es überhaupt nicht um die Wismut. Das ist nur ein Deckmäntelchen. Die Stasi war dagegen eine Schlumpentruppe.
Ich verstehe nicht, was an diesen Fragen so komisch sein soll.
Und was soll das Deckmäntelchen zudecken?
Und nur so am Rande:
Dein "Stasi-Vergleich" ist unangebracht und geschmacklos.
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Uran »

Nein, ist er nicht. Einfach mal die Fragen lesen. Da wird nach Religion, politischem Standpunkt, Krankheiten e.t.c. gefragt. Gehts noch?

Das Buch von Klaus Beyer natürlich gelesen. Steht bei mir im Schrank.
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Mannl »

Der Beyer Klaus hat´s ganz gut rüber gebracht.
Mein analoger "Erfahrungsschatz" bei der Wismut,
hat sich 1:1 bei der Arbeit in einem Telekommunikationskonzern wiedergefunden ... :D
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Wolfgang »

Wolfgang hat geschrieben: Di. 23. Feb 21 20:44 ich glaube das Buch von Klaus Beyer ,, Eigentlich wollte ich nur ein Jahr bleiben " beschreibt die Geschichte der Anfangszeit der Wismut ganz gut. Ich war selbst nicht dabei, aber ich kannte Klaus Beyer, er war nicht auf Sensationshascherei aus. Einfach mal lesen und nachdenken !
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Wolfgang »

habe in meiner Verwandtschaft viele ehemalige Wismutbergleute, einige sind schon gestorben, an Krebs aber auch am Alter. Zu den Familienfeiern wurde natürlich auch über die Arbeit gesprochen und diskutiert. Könnte jetzt vieles wiedergeben, aber die Handlungsweisen der Verantwortlichen bei der Wismut sind eigentlich bekannt, das man das neu erforschen muss ist nicht erforderlich, es sei das man die Geschichte neu schreiben möchte wenn die letzten Zeugen verstorben sind.
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Re: Urangeschichten der Wismut

Beitrag von Uwe Pohl »

Mannl hat geschrieben: Sa. 13. Feb 21 10:19 Ich denke wir sollten das Thema hier beenden.

Die ehemaligen "Wismuter" und "kompetente Quereinsteiger" können sich ja unter PN austauschen ... :D
:D
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