Lithium - wo die Musik wirklich spielt

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Mannl
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Mannl »

Diese Zahlen sollen sagen, dass Deutschland einen "BRUCHTEIL" der weltweiten Emissionen verursacht.

Ich hätte gern folgende CO2 - Emissionszahlen aus:
- Vulkanismus
- Erdbeben https://www.scinexx.de/news/geowissen/i ... entreiber/
- Ozeane
- Kontinente
- Flora/Fauna
- Humanoide (Kriege/Waffen)

:D
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Wolfgang
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Wolfgang »

Uwe Pohl hat geschrieben: So. 18. Okt 20 8:36
Wolfgang hat geschrieben: So. 11. Okt 20 22:23

Deutschland ist mit ca. 2,5 % am weltweiten CO 2 Ausstoß beteiligt davon entfallen 14% auf den Verkehr sind weltweit 0.3 % nachdenken !
Was sollen uns diese Zahlen sagen?
ich habe ja geschrieben nachdenken, selbst wenn man den ganzen Verkehr in Deutschland einsparen würde , wären das weniger an CO2 Ausstoß 0,3 % weltweit. Es geht ums Lithium weil man E-Autos vorwiegend bauen will. Also ist eine Verbindung zum CO2 Ausstoß vorhanden. Man verbrennt zur Zeit Milliarden an Euro um die Autoindustrie umzubauen. Die Frage E-Autos oder Verbrenner ist mittlerweile eine politische und keine rationelle Entscheidung. man sollte sich Meinungen von Experten hören und nicht auf politische Meinungen setzen. Greta und fridays for future sind gesteuerte Aktionen
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Uwe Pohl
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Uwe Pohl »

Das ist noch lange kein Grund so weiter zu machen wie bisher.
Nur weil andere Unsinn machen, muß ich das lange noch nicht mitmachen.
Über den Sinn von Verbrennern oder Stromern in Hinsicht auf CO 2 zu dikutieren ist müßig, da hast Du recht.
Mit Einsparen von Verkehr meinte ich Individualverkehr. Weniger Autos, weniger Öl, weniger Strom weniger Straßen(bau/unterhaltung), weniger Kunststoffe, weniger Lärm......weniger CO 2.

Frage:
Von wem sind Greta und Fridays for Future gesteuert?
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Mannl »

Der Treckejunge
Beitrag von Kamerad Martin » Di. 17. Mär 20 21:09

Hier mal ein kurzer Abriss, über die Treckejungen im Mansfelder Kupferschieferbergbau.

Da müssen wir wieder hin :D Viel Spaß dabei :aetsch:
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Rudolf
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Rudolf »

Mannl hat geschrieben: Mo. 19. Okt 20 10:24 Der Treckejunge
Beitrag von Kamerad Martin » Di. 17. Mär 20 21:09
Hier mal ein kurzer Abriss, über die Treckejungen im Mansfelder Kupferschieferbergbau.
Da müssen wir wieder hin :D Viel Spaß dabei :aetsch:
Möchtest Du ? Ich nicht! Aber die ganzen Stadtgeländewagen möchte ich hier in der Stadt auch nicht haben. Egal, ob die Luft hinten sauberer rauskommt als vorne rein! Oder gleich ein AKW im Anhänger mitführen müssen, damit die genug sauberen Strom haben.!
Und die Subventionen für die E Autos müssen auch nicht sein. Ob man wirklich die E Autos so fördern muss? Bis 9.000 € für einen E Smart vom Staat dazu, wäre in Berlin 10 Jahreskarten für den ÖPNV. Früher, um die Jahrtausendwende gab es mal das 3 Liter Auto. Ist aber wieder vom Markt verschwunden. Sah warscheinlich nicht "Bullig" genug aus, nicht so schwer und nicht so wuchtig. Und dadurch nicht so teuer und weniger Gewinn für die Autoindustrie.
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Geomartin »

Auf Wunsch noch eine Schnelluebersetzung der Machbarkeitsstudie. Das ist die Zusammenfassung der Zusammenfassung. Wer konkreteres Wissen moechte, muss entweder Detailfrage stellen oder Google Translate bemuehen.

Ressource (Seite 24):
35,5 Mio Tonnen @ 0,3519% Li (0.75% Li2O) - Gemessen und Angezeigt, Schwellengehalt 0.25% Li bei minimum 2m Maechtigkeit

Reserve (Seite 26):
31,2 Mio Tonnen @ 0,3004% Li (0.64% Li2O) - Nachgewiesen und Wahrscheinlich; inklusive gewinnungsbedingte Verduennung durch Nebengestein und unter Ausschluss von Sicherheitspfeilern

Bergbau (Seite 26):
- LHD Technik zur Foerderung
- Kammerbau mit selbsthaertendem Versatz
- 500 bis 600kt Erzproduktion pro Jahr (entspricht 1.800t Li Metall im Konzentrat)
- Foerderung ueber Rampe vom Europark Altenberg (ausziehende Wetter)
- einziehender Wetterschacht im Norden der Lagerstaette
- bei Bedarf weitere Tagesoeffnungen zur Bewetterung (Bohrungen)
- Einbeziehung des Tiefe Hillfe Gottes Stolln zur Entwaesserung
- Abbau in zwei Schritten:
- Auffahrung von Kammerstrecken mit einem Durchmesser von 5 x 4m
- Schrittweise Gewinnug der Pfeiler mit einem Entquerschnitt von bis zu 7 x 7m (in Abhaengigkeit von
der geologischen Gegebenheiten)

Aufbereitung (Seite 28, Diagramm mit Mengenangaben Seite 30):
- Aufbereitung (Erzkonzentrat) und chemische Weiterverarbeitung in Freiberg
- Betriebszeit 30 Jahre
- Produktion und Weiterverarbeitung von ca 124kt Zinnwalditkonzentrat (1,33% Li)
- in der chemischen Weiterverarbeitung werden etwa 5.112 Tonnen hochreines Li2F (99.5%) plus ca 32.000t K2SO4
- Produktion Montags bis Freitags, Instandhaltung am Wochenende

Angaben zu Infrastruktur, Marktnahmen und Umweltstudien auf Seite 30 bis 32)

Kapitalkosten (Seite 32):
- 158,9 Millionen Euro fuer Bergbau, Aufbereitung, chemisches Kombinat, generelle Infrastruktur, Management, 10% Kontingenz minus Subventionen (15Mio Euro)

Betriebskosten (Seite 33):
- 13.665 Euro je Tonne Li2F

Oekonomische Betrachtung (Seite 34):
- Betrachtung bei einem durchschnittlichen Li2F Preis von 22.000 Euro pro Tonne (wenn ich das richtig verstehe) und Finanzierung ueber 100% Kredite
- Umsatz von 129Mio Euro pro Jahr
- Rueckzahlung der Kapitalkosten in 6.1 Jahren
- Nach-Steuer Projektwert (NPV) betraegt 270 Mio Euro, der Interne Zinsfuss (IRR) 21.5%
- den groessten Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit hat der Li-preis; Aenderungen bei der Bergbau- und Aufbereitungskosten fallen weniger ins Gewicht

Zukuenftig noetiges Arbeitsprogramm:
- gelistet auf Seite 35 bis 37
Mannl
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Mannl »

Danke Geomartin für die Kurzfassung !
Gewinnung - Altenberg => Aufbereitung - Freiberg - Das wird ne Menge Transport :D
Selbsthärtender Versatz - Braunkohlenfilterasche/Zement - Sand/Aufbereitungsrückstände - Na prost Mahlzeit :D
Die Rechnung hab ich jetzt nicht gemacht.
Meine Erinnerungen gehen da nach Pöhla und Ronneburg (Wismut - Versatzwerke - "Zwiebeln" - Bohrungen - Versatzleitungen)
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Geomartin »

Versatz: 55% gelaugte Roest-Tailings der Aufbrereitung
25% Braunkohlenfilterasche
20% Wasser

Mischwerk ebenfalls am Europark. Da der Versatz erst nach etwa 10 Jahren Betrieb benoetigt wird, muessen die Tailings solange Zwischengalegert (bspw in den Abbauen der Ersten Gewinnungsphase) werden.
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markscheider
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von markscheider »

Wie ich letztens schon geschrieben habe, BFA wird knapp, ist ab 2038 nicht mehr in .de zu bekommen und demenstrechend teuer.
Geomartin
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Geomartin »

markscheider hat geschrieben: Di. 27. Okt 20 11:17 Wie ich letztens schon geschrieben habe, BFA wird knapp, ist ab 2038 nicht mehr in .de zu bekommen und demenstrechend teuer.
Teplice ist ja nicht allzu weit. Und faaaaallsssss es tatsaechlich weitergeht und die Zahlen stimmen, koennte ich mir gut vorstellen, das CEZ sich einkauft - denen gehoert ja schon die Mehrheit an Cinovec-jih. Koennte also in-house liefern.
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markscheider
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von markscheider »

Das schon. Aber glaubst Du wirklich, daß die deutsche Politik sich damit zufriedengeben wird, die Energieversorgung im eigenen Land umzustellen? Die anderen EU-Länder werden folgen (müssen).
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Geomartin »

markscheider hat geschrieben: Di. 27. Okt 20 11:50 Das schon. Aber glaubst Du wirklich, daß die deutsche Politik sich damit zufriedengeben wird, die Energieversorgung im eigenen Land umzustellen? Die anderen EU-Länder werden folgen (müssen).
Das mag auch sein. Ich kenne mich aber auch mit dem Markt fuer Kraftwerksasche nicht genug aus. Wird derzeit auf Halde "produziet" oder der aktuelle Bedarf gerade so gedeckt? Das heisst, wird es Restbestaende nach Einstellung der Braunkohleverstromung geben oder nicht? Falls CEZ oder ein anderer Energieversorger Interesse hat, koennen die sicher auch genug rueckstellen.
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Uran »

Hier sieht man wieder einmal was da für Scharlatane am Werk sind. Weil es teurer ist soll nicht Lithiumcarbonat sondern Lithiumfluorid (nicht Li2F) hergestellt werden. Dafür ist der Bedarf an Lithiumfluorid aber begrenzt. Der Preis liegt bei 1.000 bis 20.000 Dollar je Tonne, abhängig von der Liefermenge. Lithiumfluorid wird auch nicht für Lithium-Ionen-Akkus, sondern in geringen Mengen für Lithium-Metall-Akkus gebraucht. Diese befinden sich aber erst in der Laborentwicklung. Ob man die gewaltigen Probleme dieser Akkus beheben kann ist noch unklar. Lithiumfluorid selber hat aber einige Haken. Es ist hochgiftig (LD 50), verursacht schwere Haut- und Augenreizung. Es ist wasserschädlich und gilt als gefährlicher Abfall. Bei Bränden entsteht hochgiftiger Fluorwasserstoff. Noch Fragen?
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.
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markscheider
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von markscheider »

Geomartin hat geschrieben: Di. 27. Okt 20 11:59 Das mag auch sein. Ich kenne mich aber auch mit dem Markt fuer Kraftwerksasche nicht genug aus. Wird derzeit auf Halde "produziet" oder der aktuelle Bedarf gerade so gedeckt? Das heisst, wird es Restbestaende nach Einstellung der Braunkohleverstromung geben oder nicht? Falls CEZ oder ein anderer Energieversorger Interesse hat, koennen die sicher auch genug rueckstellen.
Als ich mich vor über 10 Jahren das letzte Mal beruflich damit befasste, war die BFA bereits knapp. Zu DDR-Zeiten gabs das Zeug im Überfluss und die Kraftwerke waren froh, wenn sie es loswurden. Damals hatte sich das aufgrund da schon zurückgefahrenen Braunkohleverstromung bereits geändert, hinzu kam ein Bedarf als Zuschlagstoff für Untertagedeponien und Einsatz in der Tagebausanierung (die letzten beiden aus dem Kopf und ohne Gewähr).

edit: gegugelt und gefunden.
- https://www.bge.de/fileadmin/user_uploa ... rasche.pdf
- https://www-docs.b-tu.de/fg-wassertechn ... Heft15.pdf
- http://www.geologie.uni-halle.de/igw/mi ... 211112.pdf
u.v.a.m.
Zuletzt geändert von markscheider am Di. 27. Okt 20 18:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Mannl »

Wir müssen also mindestens noch 30 Jahre leben, zwecks Prüfung unserer Gedanken :D
Lebt bitte gesund :meister: - Kellerbier im Nicolai (Achtung SATIERE !)
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Geomartin »

Die kanadische Firma Rock Tech Lithium ist gerade auf Investorensuche fuer eine Lithiumverarbeitungsanlage in Deutschland. Man will 400Mio USD einsammeln, als Standorte kommen Brandenburg und Sachsen-Anhalt in Frage.

U.a. haelt der deutschstaemmige Facebook Milliardaer Peter Thiel bereits 5% der Firmenanteile.Das zu Verarbeitende Erzkonzentrat soll groesstenteils von Rock Techs geplantem Bergwerk in Ontario kommen.
https://www.mining.com/web/lithium-mine ... lionaires/


Interessant wer so alles fuer die Firma arbeitet:
https://www.rocktechlithium.com/team
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Mannl »

Man "verbringt" also das Erzkonzentrat von Kanada nach Deutschland !
Da ergeben sich für mich so einige Fragen :gruebel:
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Rudolf
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Rudolf »

In der Wirtschaftswoche 1/2 2021 gab es einen Beitrag: https://www.wiwo.de/my/politik/europa/l ... 75132.html
Hier heißt es, das die Lagerstätte auch von Tschechien abgebaut werden könnte. Ich weis nicht mehr, ob das hier schon Thema war. Der Artikel ist allerdings mit Bezahlschranke. Deswegen weis ich nicht, ob ich den hier reinstellen darf.
P.S. Ich habe den Artikel
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Uran »

Das ist alles bekannt. Allerdings ist das hier eventuell mal produzierte Lithium mindestens doppelt so teuer wie das aus Australien. Der Lithiumpreis ist übrigens von 14 Dollar/kg im Dezember 2018 auf 8 Dollar/kg im Dezember 2020 gefallen. Sollte man mal darüber nachdenken.
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Geomartin »

Die australische Firma Vulcan Energy mit ihrem Lithium-Geothermieprojekt bei Offenburg hat gerade 120Mio AUD von institutionellen Investoren eingenommen. Neuer Grossinvestor wird Hancock Prospecting, kontrolliert durch Australiens Milliardaerin Gina Rinehart.

https://www.mining.com/web/mining-billi ... hium-play/
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Uran »

Naja. Hier ist der Wunsch der Vater des Gedanken. Die vor einem Jahr gegründete kleine Firma VULCAN ENERGY RESOURCES LTD. will ein Großprojekt stemmen. Der Aktienkurs ist in einem Jahr auf 4000% gestiegen. Das Papier wird als Hochrisikoanlage gehandelt. Wer es hat, jetzt schnell verkaufen. Hinter dem Ganzen steht Frau Rinehart, eine sehr umstrittene Person. Ziel des Unternehmens ist die Lithiumgewinnung aus Thermalwässern des Oberrheingrabens. Ein vom Bund gefördertes Pilotprojekt läuft dazu in Bruchsal. Der Leiter des Projektes spricht von 800 Tonnen Lithiumchlorid die man hier im Jahr gewinnen kann. Bisher wurde das aber nur im Labor durchgeführt. Welche Auswirkungen das abpumpen von unterirdischen Gewässern haben kann wird ja gerade in Bolivien vorgeführt. Das Projekt wird in der Region wegen möglicher Umweltschäden sogar von den Grünen abgelehnt, obwohl das Unternehmen beteuert Co2 neutral zu arbeiten. Energiegewinnung mit hydrothermalen Wässern und gleichzeitig Gewinnung von Lithium aus den Wässern. Klingt wie eine Maschine zum Gelddrucken. :D
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.
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Re: Lithium - wo die Musik wirklich spielt

Beitrag von Carato »

>611 Mio US$ Marktkapitalisierung.... ein Jahr nach Firmengründung... Kapitalerhöhung um 120Mio AU$.... Zero ( :derda: Zero!) Carbon Lithium.... 800 Tonnen Lithiumchlorid/a.... im/ aus tiefen Geothermiebohrungen des Oberrheingrabens... Eijeijeijei :x

Klingt alles mehr nach Wirecard 2.0... aber das wird man hinterher sicher nicht gewusst haben koennen :gruebel:

Irgendwo muss da Geld ja hin...
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