Uranfund bei Eibenstock

Alles was spezielle Orte behandelt, hier kann man sich kennenlernen, Fragen stellen und sich auch verabreden ... was immer!
Antworten
Joachimsthaler
Foren-User
Beiträge: 115
Registriert: So. 28. Apr 13 19:47
Wohnort: Erzgebirge

Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von Joachimsthaler » Fr. 15. Jul 16 11:58

Übertägiger Uranfund verursacht Großeinsatz :gruebel:
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/S ... 575925.php

Uran
Foren-Profi
Beiträge: 1501
Registriert: Mo. 27. Jul 09 18:46
Wohnort: Dresden

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von Uran » Fr. 15. Jul 16 12:55

Laut Sächsische Zeitung vom 15.07.2016: 500-Gramm-Erdnuss-Metalldose. Der Deckel der Dose ist zugelötet. Es wurde das Wort Uran eingeritzt. Die Feuerwehr hat das 20-30 fache der natürlichen Strahlung gemessen. Das sind auf das Gebiet Eibenstock bezogen 4 Mikrosievert/h. Ein Flug in den Urlaub bringt ca. 60 Mikrosievert. Die Dose wurde in einen Spezialbehälter verpackt und soll in Rossendorf unter Laborbedingungen geöffnet werden. Noch Fragen? :gruebel:

http://odlinfo.bfs.de/DE/aktuelles/mess ... liste.html
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.

Benutzeravatar
markscheider
Foren-Profi
Beiträge: 2153
Registriert: Fr. 28. Okt 05 15:32
Wohnort: Salzgitter
Kontaktdaten:

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von markscheider » Fr. 15. Jul 16 13:28

Uran hat geschrieben:Laut Sächsische Zeitung vom 15.07.2016: 500-Gramm-Erdnuss-Metalldose. Der Deckel der Dose ist zugelötet. Es wurde das Wort Uran eingeritzt. Die Feuerwehr hat das 20-30 fache der natürlichen Strahlung gemessen. Das sind auf das Gebiet Eibenstock bezogen 4 Mikrosievert/h. Ein Flug in den Urlaub bringt ca. 60 Mikrosievert. Die Dose wurde in einen Spezialbehälter verpackt und soll in Rossendorf unter Laborbedingungen geöffnet werden. Noch Fragen?
Ja: wo warst Du in der letzten Zeit? :aetsch:

Benutzeravatar
EnoM
Foren-Profi
Beiträge: 624
Registriert: Di. 20. Feb 07 15:51
Wohnort: Pilsting und der Miriquidi

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von EnoM » Fr. 15. Jul 16 13:33

Quelle Kabeljournal
bomiyni81688.jpg
bomiyni81688.jpg (298.25 KiB) 4388 mal betrachtet
:? :?
Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß was ich leide.
(CvD)

Uran
Foren-Profi
Beiträge: 1501
Registriert: Mo. 27. Jul 09 18:46
Wohnort: Dresden

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von Uran » Fr. 15. Jul 16 14:30

Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich. :x
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.

Benutzeravatar
MatthiasM
Foren-Profi
Beiträge: 655
Registriert: So. 01. Aug 04 0:00
Name: Matthias Mansfeld
Wohnort: Haar b. München
Kontaktdaten:

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von MatthiasM » Fr. 15. Jul 16 14:42

Auch wenn die Strahlungsgrenzwerte alle noch unproblematisch sind: "normal" ist eine Büchse, die irgendwo rumliegt und mit einer Dosisleistung des 20..30-fachen der natürlichen Hintergrundstrahlung auffällt, nicht, und insofern ist hinreichende Vorsicht zumindest nicht verkehrt. Also man muß sich da, so wie das gehandhabt wurde, nicht lustigmachen, sorry. Solang niemand unter hinreichenden Vorsichtsmaßnahmen reingeschaut hat, kannst auch nicht ausschließen, daß da entweder ein Sammler und/oder ein Vollidiot irgendeine heiße Fundsache oder Diebesgut (Radionuklidlabor?) entsorgt hat, die man unverschlossen garantiert nicht draußen herumliegen haben will. Wenn nachher nur eine der berühmten strahlenden Fliesen drin war oder ein Pfund alter Thoriumglühstrümpfe, umso besser.

lG Matthias

Uran
Foren-Profi
Beiträge: 1501
Registriert: Mo. 27. Jul 09 18:46
Wohnort: Dresden

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von Uran » Fr. 15. Jul 16 16:45

Mit dem Müll im Wald magst du ja recht haben. Wenn man aber diesen Aufwand, bei der festgestellten Strahlungsdosis, betrachtet, darf man in Zukunft nur noch im Atomschutzanzug in den Urlaub fliegen.
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.

Benutzeravatar
MatthiasM
Foren-Profi
Beiträge: 655
Registriert: So. 01. Aug 04 0:00
Name: Matthias Mansfeld
Wohnort: Haar b. München
Kontaktdaten:

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von MatthiasM » Fr. 15. Jul 16 17:09

Solange ich mir aus der Situation noch nicht klarwerden kann, ob das ein umschlossener Strahler ist oder irgendwas versifft-kontaminiertes = im worst case irgendein grauslicher offener Strahler mit vollem Dekon-Programm, würde ich eben den entsprechenden Aufwand treiben.
Das ist der Unterschied zur Hintergrundstrahlung, die mich im Flugzeug oder Hochgebirge durchsiebt....

Sorry, ich bin da als Ex-Feuerwehrangehöriger und als Bayer, der mit der WAA in Wackersdorf und v.a. mit Old Schwurhand Zimmermann und den allerhöchstens 30 km Umkreis um Tchernobyl (bayerische Wildschweine finden das auch) wirklich hautnah im Wortsinne großgeworden ist, und der sich auch an die Jahrtausende, die die Asse dicht sein sollte, erinnert, EXTREM nietenzählerisch*. In jeder Berichterstattung (und auch in der politischen "Diskussion" unter Gegnern wie Befürwortern) geht mir immer wieder das muntere undifferenzierte Verwenden von "(Ver)Strahlung", "verstrahlt" etc. durcheinander für Strahlung i.S.v. purer Dosisleistung und für Kontamination, Verschleppung radioaktiven Materials, Inkorporation etc. dermaßen auf den Senkel....

lG Matthias

* Nach den ersten Regentagen waren bei uns draußen durchs I-131 und Cs-137 alle Grenzwerte dermaßen überschritten, wenn die im benachbarten Krankenhaus diese Werte im Nuklidlabor gehabt hätten, wären sie auf ewig dichtgemacht worden..... Und was das I-131 betrifft, habe ich die Tabellen, wie wenig Kuhmilch mit den politisch festgelegten Grenzwerten bei einem Kleinkind bereitrs eine kriminell hohe Organdosis für die Schilddrüse gemacht hätte - ich seh noch den molkefressenden Alfred Dick vor mir....
Nix für ungut

Benutzeravatar
Nobi
Foren-Profi
Beiträge: 3976
Registriert: Di. 01. Okt 02 0:00
Name: Nobi
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von Nobi » Fr. 15. Jul 16 18:17

Die Metalldose enthielt lt. Umweltministerium Sachsen ein 123 Gramm schweres Stück Uranerz. Daran wurde eine Strahlung von 63 Mikrosievert pro Stunde gemessen.
GLÜCK AUF | NOBI

Der Berg ist frei.
Wo eyn man eynfahrn will
mag her es thun mit rechte.


w w w . b e r g k i t t e l . d e

Uran
Foren-Profi
Beiträge: 1501
Registriert: Mo. 27. Jul 09 18:46
Wohnort: Dresden

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von Uran » Fr. 15. Jul 16 19:06

Das ist doch kein Erz. Das ist Abfall. :D
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.

Benutzeravatar
MatthiasM
Foren-Profi
Beiträge: 655
Registriert: So. 01. Aug 04 0:00
Name: Matthias Mansfeld
Wohnort: Haar b. München
Kontaktdaten:

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von MatthiasM » Fr. 15. Jul 16 19:07

Also wohl "Müllentsorgung" eines Sammlerstückes aus womöglich Wismutzeiten; vermutlich hatte derjenige (in Zeiten des Kriegs gegen den Terror (TM) wohl nicht ganz unbegründete) Bedenken, was passiert, wenn er's versucht, ordnungsgemäß abzuliefern. Siehe die Hausdurchsuchungen bei Bombenbauern äh Drogenköchen äh Hobbychemikern, die das Pech hatten, mit Allerweltsstoffen, wie sie früher in jedem besseren KOSMOS-Chemiekasten waren, in der Kundendatei von ein paar Internet-Chemikalienhändlern zu sein.....

lG Matthias

Benutzeravatar
Nobi
Foren-Profi
Beiträge: 3976
Registriert: Di. 01. Okt 02 0:00
Name: Nobi
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von Nobi » Fr. 15. Jul 16 19:35

Aus "unserer "Volxzeitung" ...
... Dort erkannten die Beamten sofort den Ernst der Lage und alarmierten die Feuerwehr. Ein Gefahrgutzug mit rund 50 Einsatzkräften rückte an, sperrte den Bereich um die Polizeistation ab und baute eine mobile Dekontaminationsanlage auf. Laut ersten Messungen war die radioaktive Strahlung so gering, dass sie nicht schädlich für die Gesundheit ist. Vorsorglich wurden die drei Männer und der 29-jährige Forstarbeiter, welcher ebenfalls ungeschützt Kontakt mit dem Behälter hatte, von Rettungskräften vor Ort versorgt.
Man sollte lieber zuerst Messen und dann die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Aber ggf. betrachtet man es auch als Übung und optimiert die Abläufe.

Ich hoffe ja, dass bei der nächsten öffentlichen Veranstaltung, wo wir auch solche Sachen den interessierten Besuchern zeigen, nicht auch gleich der Gefahrgutzug anrückt :D
GLÜCK AUF | NOBI

Der Berg ist frei.
Wo eyn man eynfahrn will
mag her es thun mit rechte.


w w w . b e r g k i t t e l . d e

Uran
Foren-Profi
Beiträge: 1501
Registriert: Mo. 27. Jul 09 18:46
Wohnort: Dresden

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von Uran » Fr. 15. Jul 16 19:40

Ist wahrscheinlich unproblematisch.

http://www.welt.de/welt_print/article11 ... olgen.html
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.

Uran
Foren-Profi
Beiträge: 1501
Registriert: Mo. 27. Jul 09 18:46
Wohnort: Dresden

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von Uran » Fr. 15. Jul 16 20:04

Nobi hat geschrieben:Ich hoffe ja, dass bei der nächsten öffentlichen Veranstaltung, wo wir auch solche Sachen den interessierten Besuchern zeigen, nicht auch gleich der Gefahrgutzug anrückt
:shock:
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.

Harzer06
Foren-User
Beiträge: 174
Registriert: Mi. 13. Apr 11 0:23
Wohnort: Goslar, Clausthal

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von Harzer06 » Fr. 15. Jul 16 23:01

Spannend ist es auch, wenn bei Laborauflösungen eine Dose "Uranin" auftaucht. Da rückt auch gerne mal der ABC-Zug an. Ist aber ein Handelsname für einen vollkommen harmlosen Farbstoff, der nichts mit Uran zu tun hat.

Benutzeravatar
MatthiasM
Foren-Profi
Beiträge: 655
Registriert: So. 01. Aug 04 0:00
Name: Matthias Mansfeld
Wohnort: Haar b. München
Kontaktdaten:

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von MatthiasM » Sa. 16. Jul 16 2:16

:D Uranin wird seit jeher von HöFos gerne mit amtlicher Genehmigung in die Landschaft geschüttet... eine famose Methode, um Wasserwegsamkeiten im Karst zu verfolgen.....

Benutzeravatar
Uwe Pohl
Foren-User
Beiträge: 152
Registriert: Fr. 28. Apr 06 16:54
Wohnort: Oberneisen

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von Uwe Pohl » Sa. 16. Jul 16 10:54

Ich höre das Geschrei bis hierher,
wenn in der Dose ECHT gefährliches Zeug gewesen wäre und die Feuerwehr NICHT so gehandelt hätte.
Aber unter uns:
Wenn ich Fässer mit Warn-Totenköpfen, Dosen mit Uran-Aufschrift, Ölfässer, Kanister etc. finde öffne ich die erst einmal. Ne ordentliche Prise einatmen, Finger reinstecken oder Material ablecken, beurteilen und dann den Müll in den nächste Stollen/Schacht oder in den Bach kippen. Aus den Augen aus dem Sinn. Die Landschaft ist dann wieder optisch sauber.
Glück Auf

Benutzeravatar
markscheider
Foren-Profi
Beiträge: 2153
Registriert: Fr. 28. Okt 05 15:32
Wohnort: Salzgitter
Kontaktdaten:

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von markscheider » Sa. 16. Jul 16 10:59

Mach ich auch so. So gefährlich kann das gar nicht sein, wenns einfach im Wald rumliegt. ;)

Benutzeravatar
markscheider
Foren-Profi
Beiträge: 2153
Registriert: Fr. 28. Okt 05 15:32
Wohnort: Salzgitter
Kontaktdaten:

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von markscheider » Sa. 16. Jul 16 11:03

Nobi hat geschrieben:Die Metalldose enthielt lt. Umweltministerium Sachsen ein 123 Gramm schweres Stück Uranerz. Daran wurde eine Strahlung von 63 Mikrosievert pro Stunde gemessen.
Siehe dazu http://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/uran ... g-100.html

Ich verstehe nur nicht, warum man das bissl Pechblende so aufwendig verpackt und zweitens, wieso es wild entsorgt wird. Das ist doch eine normale Stufe, illegal ists auch nicht, also hätte man das doch auch auf der nächsten Mineralienbörse verticken können.

So wie jetzt handelt es sich um illegale Entsorgung von Sondermüll, und wenn derjenige ermittelt werden sollte, hat er eine OWi am Hals. Wenns dumm läuft, darf er den Einsatz bezahlen.

Kann jemand anhand des Fotos beim MDR das Mineral bestimmen?

Benutzeravatar
MatthiasM
Foren-Profi
Beiträge: 655
Registriert: So. 01. Aug 04 0:00
Name: Matthias Mansfeld
Wohnort: Haar b. München
Kontaktdaten:

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von MatthiasM » Sa. 16. Jul 16 12:36

Wie ich schon oben schrieb: Vermutlich hat derjenige Sorgen (ggf. - wenn man sich damit befasst, wie in bestimmten Behördlichkeiten Listen "gefährlicher" Chemikalien verfasst werden - sehr berechtigte?) gehabt, daß er bei einem Versuch, das Zeug legal zu entsorgen, erst mal hopsgenommen wird wie die obengenannten Hobbychemiker. Manche Behördlichkeiten nehmen den Krieg gegen den Terror (TM) eben wirklich ganz echt über-ernst.

lG Matthias

Mannl
Foren-Profi
Beiträge: 799
Registriert: Di. 05. Jul 11 12:35
Name: Manfred Irmscher
Wohnort: Burkhardtsdorf

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von Mannl » Sa. 16. Jul 16 13:06

Endlich ist das Sommerloch gefüllt :D
Ich sollte wieder mal in die Pilze gehen :meister:

Mein windows 10 nimmt die Seite nicht, liegt wohl am Stichwort "Uran"

"Leider können wir nicht auf diese Seite zugreifen."
Ehre dem Bergmann, dem braven Mann !
Glück Auf ! Mannl

Mannl
Foren-Profi
Beiträge: 799
Registriert: Di. 05. Jul 11 12:35
Name: Manfred Irmscher
Wohnort: Burkhardtsdorf

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von Mannl » Sa. 16. Jul 16 13:11

Jetzt geht's wieder :meister:
Ehre dem Bergmann, dem braven Mann !
Glück Auf ! Mannl

Benutzeravatar
Wolfgang
Foren-User
Beiträge: 103
Registriert: So. 18. Dez 05 20:10

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von Wolfgang » Sa. 16. Jul 16 19:21

der ganze Artikel war Sondermüll, jeder Mineraliensammler hat wahrscheinlich schon größere Stück in der Hosentasche gehabt, na und die Kumpels erst die das abgebaut haben

Harzer06
Foren-User
Beiträge: 174
Registriert: Mi. 13. Apr 11 0:23
Wohnort: Goslar, Clausthal

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von Harzer06 » Sa. 16. Jul 16 22:59

Dem Bild nach handelt es sich höchstwahrscheinlich wie angegeben um Pechblende. Dieses Erz strahlt sehr viel stärker als es dem Urangehalt nach zu erwarten wäre, da es eine Menge an Zerfallsprodukten enthält, die den meist jüngeren, "sauber umkristallisierten" Sekundärmineralien des Urans fehlen.

Wie kann es zu so einer "Entsorgung" kommen? Meist wechseln alte Sammlungen den Besitzer, wenn der bisherige Besitzer stirbt oder sich räumlich verkleinern muß. Die Angehörigen bzw. Hinterbliebenen teilen die Begeisterung in nicht seltenen Fällen nicht im gleichen Maße und sind froh, wenn ihnen jemand den "Haufen Steine" endlich aus dem Haus schafft. Es gibt wahre Meister des Mineralienhandels, die sich sehr hilfsbereit zeigen, noch bevor der Sarg unter der Erde ist. Da gehen Prachtstufen über den Tisch zum Preis eines Butterbrotes. Bin selber Sammler und habe schon Einiges in der Richtung beobachtet. :(

Trifft so ein spezielles Stück wie oben auf eine weniger erfahrene Person, bekommt die womöglich Panik. Selbst Händler zeigen solche Stücke, obwohl in beschränkter Menge legal, in der Regel nur unter dem Ladentisch.

P.S. Wenn Windows 10 meint, eine Seite nicht öffnen zu können, liegt das nicht an bestimmten Titelstichwörtern. Einfach noch ein- bis mehrmals versuchen. Plötzlich klappt es dann doch. :wink:

Uran
Foren-Profi
Beiträge: 1501
Registriert: Mo. 27. Jul 09 18:46
Wohnort: Dresden

Re: Uranfund bei Eibenstock

Beitrag von Uran » So. 17. Jul 16 13:50

Das ist ganz normale Pechblende. Allerdings handelt es sich um minderwertiges Erz. U-Gehalt um die 10 %. Aufhorchen lässt mich die Bildunterschrift: "Von dem Uran-238-haltigen Erz". Soso. Pechblende enthält U-238. Das hätte ich nicht gedacht. Uran enthält 99,3 % des Isotops U-238. Das ist aber relativ uninteressant. Entscheidend sind die 0,7 % U-235. Bei der Qualität des Erzes ist natürlich der Pechblendegehalt und die Zusammensetzung der Pechblende (Urangehalt) wichtig. Der Urangehalt kann extrem schwanken. 80 % U-Gehalt sind da schon Spitzenwerte.
ich bi noch aaner ven altn Schlog, on bleib aa, wi ich bi.

Antworten