Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von geophys » Mo. 11. Feb 08 19:26

Na ja, gelesen habens ja schon mehr als 1000 Leute. Meine anfängliche Euphorie ist denoch schon etwas abgeflaut.

Ich glaube aber schon, dass Ausführungen zu 20/109/28 ( Himmlisch Heer / Dorothea Stolln ) immer eine wertvolle Bereicherung dieses Forums darstellen würden, denn auch die dazu veröffentlichte "Weisbachania" ist wie Goldstaub. Man bekommt sie einfach nicht.

Aber ich hätte da noch 'ne andere Frage. Bin heute durch Sehmatal ( ehemalige Umleitung von Neudorf nach Kretscham ) dort hab' ich mal nach den Fortschritt Verwahrung / Sanierung Sct 249 gesehen und mir sind bei der Weiterfahrt Richtung Kretscham ( Bergkuppe Waldrand ) Halden aufgefallen. Natürlich habe ich denen mal einen Besuch abgestattet und habe danach die Wismut - Chonik ( Luftbild mit Pfeilen ) bemüht, was das nun für Objekte waren. Danach müssten dieses der Sct 249 gewesen sein (???). Im Textteil liest sich das wieder etwas anders. Kannst du was dazu sagen?
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von sehmataler » Mi. 13. Feb 08 12:42

Die Halden bei Kretscham gehören zu den Tiefschürfen 11, 12, 13 des gleichnamigen Erkundungsreviers (nicht zu verwechseln mit Revier Neudorf Süd, Schacht 249). Im Luftbild der Wismutchronik ist die Bezeichnung 249 etwas nach Südosten gerutscht, deshalb wohl die Verwirrung. Die Neudorf/Kretschamer Gruben werden in der Bergbaumonografie zur Lagerstätte Niederschlag (LfUG, Vertrieb: Fa. Saxoprint Dresden) ausführlicher als in der Wismutchronik abgehandelt. Die Auflage dürfte aber inzwischen vergriffen sein.

Aber wir wollen ja nicht vom Thema Annaberg abschweifen.
Da gibt es eine geologisch-lagerstättenwirtschaftliche Studie der ostdeutschen U-Lagerstätten der Berufsgenossenschaft Bergbau, Bochum 1996. U.a. ist auch ein Abschnitt Annaberg dabei. Und ein Beitrag in den Freiberger Forschungsheften über Annaberg (Heft C 467).

Hat jemand evtl. diese gelesen?

Da könnte theoretisch etwas über die gesuchte Periode veröffentlicht sein. Ich habs noch net gelesen, aber es wäre mal interessant zu erfahren, was dort so über den Wismutbergbau Annabergs geschrieben wurde.
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von Baumfreund » So. 17. Feb 08 13:12

Glück Auf,

bin relativ neu hier und platze gleich mit einer Frage rein: als alter Oberwiesenthaler frage ich mich schon ewig, was der Stollen 245 sein soll. Weiß irgend jemand mehr darüber?

Schönen Sonntag noch.

MfG.

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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von geophys » So. 17. Feb 08 16:35

Baumfreund hat geschrieben:... was der Stollen 245 sein soll ....
In der Wismut - Chronik findet sich dazu nichts. Bekannt ist dort der Schacht mit gleicher Ordnungsnummer. Dieser befand sich nahe der B95 zwischen Niederschlag und Hammerunterwiesenthal.
Ganz in der Nähe liegt laut Chronik der Stolln 214 ( nordöstlich, auch an B95 ). Ziemlich unwahrscheinlich, dass 'ne Ordnungsnummer zweimal vergeben wurde. Ziemlich wahrscheinlich ist, dass dieser Stolln zum Schacht 245 durchschlägig war. Zu meist wurden die zum Schachtansatz tieferliegenden Stolln mit Tagesöffnung als Wasserlösung genutzt.

Vielleicht hat ja dein Stolln damit zu tun? Wo befindet sich denn der Stolln?
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von EnoM » So. 17. Feb 08 17:30

Doch, einmal gabs den Fall einer Doppelbenennung und zwar genau hier im genannten Objekt Niederschlag und Revier Segen Gottes ( 206) in Rittersgrün.
In beiden Revieren gab es einen Stollen Nr. 218! Der in Rittersgrün wurde 2006 erst verwahrt.

In der Lagerstätte Seifenbach wird auch ein Stollen 164 als Schacht bezeichnet. Den gabs aber net, nur das Mundloch des Stollns ist erhalten.

Pöhla war bei uns Einheimischen auch immer der Schacht, obwohl es ein Stollenbetrieb war.

Da gabs sicherlich eine Verwechslung bei dem 245 in Bärenstein.
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von geophys » Mo. 18. Feb 08 19:03

Sehr gut recherchiert! Ich kannte dieses noch nicht.
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von Baumfreund » Mo. 18. Feb 08 21:10

Guten Abend,

danke geophys für die schnelle Antwort. Wo der Schacht oder Stollen liegt kann ich nicht sagen. Ich habe das in einem Bericht zur Sanierung der Wismutreste gelesen. Es interessiert mich hauptsächlich deswegen, weil ich die die Geschichte meines verstorbenen Großvaters besser verstehen will. Er war damals Ende der 40'er / Anfang der 50'er einer der ersten im Revier Schlema/Aue. Ich selbst habe lange in O'thal gewohnt. Mit Bergbau habe ich sonst nix am Hut.

In Hammer war direkt am Stahlmast (Strom) auf dem Berg in Richtung Kretscham ein ziemlich großer Schacht und dahinter (erster Weg nach Ortsausgang rechts) mehrere Abraumhalden. Parallel zur 95 ist doch oben ein Weg zum Bahnhof Nierschlag da sind auch jede Menge Schächte. Gibt es Überhaupt 'ne Übersicht oder Kartenmaterial wo diese Schächte benannt sind? Kurz vor Bärenstein (wenn man durch den Wald vom RAW-Ferienheim kommt) sind auch einige Schächte (1990-2000 nicht zugeschüttet bzw. es rutsschte noch ewig lang immer wieder nach).

Eine Frage noch: kennt sich jemand in der Halbmeile (Breitenbrunn) aus? direkt am Oberen Weg (vom Ferienheim aus) so ca 500 Meter vor den paar Häusern, drei Meter neben der Grenze muß auch mal ein Schacht gewesen sein. Es sind zumindest ein paar Reste von Stahlträgern und Betonreste noch da. Jetzt steht da eine riesen Fichte und ein Schotterplatz.

Viele Grüße und sorry wegen falschem Thema - aber wo sonst fragen? Gute Nacht

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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von EnoM » Di. 19. Feb 08 11:03

Halbemeile:
Vielleicht meinst du die Lagerstätte Unruhe der Wismut? Ist in der Nähe.
Kurz nach dem Krieg aufgefahren.

Viele Gebäude sind bei günstiger Lage und Substanz als Nachnutzung in Kinderferienheime umgestaltet worden. Stehen, wenn überhaupt noch, jetzt meist leer.

Mir ist aufgefallen, das speziell bei den Schürfen eine Anzahl speziell bei der Chronik nicht auftaucht. Nun steht man im Wald vor dem Bruch und hat keine Nummer dazu. Noch dazu muss man zwischen wirklichen Tagebruch und Schacht/Schurf unterscheiden. Meist gibt die anlagernde Halde aber Auskunft. Dennoch ist die Benummerung manchmal lückenhaft.

Ich schau mal im Laufe des jahres dort nach.

Schotterplatz mitten im Wald lässt ja schon auf eine Halde schliessen, oft genug wird das hoffentlich taube Material dort zur Wegeausbesserung abgefahren oder gleich breitgeschoben.


Wie schon vom Sehmataler beschrieben, ist in der Monografie der Bergbehörde Sachsen reichlich Kartenmaterial vorhanden. Mit ein bisschen Ortskenntnis kann man sichs gut zusammenreimen.
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von geophys » Di. 19. Feb 08 17:14

Baumfreund hat geschrieben:... direkt am Stahlmast (Strom) auf dem Berg in Richtung Kretscham ein ziemlich großer Schacht und dahinter (erster Weg nach Ortsausgang rechts) mehrere Abraumhalden ...
Das Thema Wismut in und um Annaberg ist keinesfalls falsch!

Dort gab es die Stalinschächte Sct 281 und Sct 282. Beide befanden sich am und in der Nähe des Bahnhofes.
Im Luchsbachbereich befinden sich noch die Schächte 34 und 34bis.

Ich bin nicht sicher wie man sie zuordnen muss, denn das Luftbild bzw. die Beschreibung der Wismut-Chronik scheinen hier nicht ganz zu stimmen. ( im Thread weiterlesen )

Die von der Straße Hammer - Kretscham ( Bergkuppe rechts ) aus sichtbare Halde resultiert allerdings nur zum Teil vom Bergbau. Ein ortsbekannter Baubetrieb erhielt wohl, wie mir zu Ohren kam, einmal den Auftrag zur Haldensanierung und "sattelte" diese gleichmal um einige Meter auf. Man könnte also von einer "Abdeckung" sprechen.

Weiter berichtete mir der bei Ortsbegehung im Sommer angetroffene Forstmitarbeiter von einer Sichtung der Tagesbrüche im Bereich des um die Halden befindlichen Waldes durch WISUTEC - Mitarbeiter. Hier soll eine Verwahrung stattfinden.

Wie gesagt, ich weiß es vom Hören-Sagen!

Übrigens kann man zur genauen Ortsbestimmung GOOGLEEARTH einsetzen. Es erleichtert die Orientierung.
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von Baumfreund » Di. 19. Feb 08 22:11

Guten Abend,

danke für die Info's. Die Chronik werde ich mir mal bestellen. Gibt es mittlerweile für 10€ auf CD-Rom.
Falsches Thema war net so gemeint geophys. Habe den Anfang dieses Threads eher so verstanden, dass es um Bergbau in Annaberg geht. Die Laberecke aka Füllort, wie man es hier nennt ist mir erst mal nicht ernsthaft genug gewesen.
Und bei meinen letzten Besuchen im Erzgebirge hat man hier und da nur hinter vorgehaltener Hand geantwortet oder auch garnicht. Vielleicht hat man mich auch nur für einen Pascher gehalten?

Gute Nacht.

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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von geophys » Mi. 20. Feb 08 19:52

Baumfreund hat geschrieben:Falsches Thema war net so gemeint
Nein, nein im Gegenteil, Fragen regen an, über Unklarheiten zu diskutieren. Wer weiß schon alles? Der Thread heißt ja auch IN und UM Annaberg. Ich fahre, wenn ich da bin, auch ganz gerne mal nach Hammer und Umgebung. An den Halden und deren Vergangenheit kommt man da doch nicht vorbei. Die Chronik ist schon die 10 Euro wert. War sicher ziemlich aufwendig, sie zu erstellen. Nur scheint mir Annaberg und Umgebung etwas unterbelichtet zu sein.

@enoM: Unruhe? Klär mich bitte auf! Hab' ich noch nicht gehört.
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von sehmataler » Mi. 20. Feb 08 23:28

Hier noch mal zwei Bilder vom Schacht 245 in Hammerunterwiesenthal.
Dateianhänge
schacht245luftbild01.jpg
Rechts oben der ehem. Schrottplatz Koplin; rechts unten das Gleis der Fichtelbergbahn; der Pfeil zeigt zum Schachtansatzpunkt.
schacht245luftbild01.jpg (119.75 KiB) 15268 mal betrachtet
schacht245luftbild02.jpg
Verwahrungsarbeiten der Schachtröhre.
schacht245luftbild02.jpg (100.56 KiB) 15265 mal betrachtet
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von geophys » Do. 21. Feb 08 19:38

Echt super, die Fotos.
Müsste so in der Zeit der Verwahrung 2006 gewesen sein, oder?
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von MatthiasM » Do. 21. Feb 08 21:38

sehmataler, seh ich da am unteren Bild den Korbrand vom Heißluftballon?

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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von sehmataler » Fr. 22. Feb 08 0:31

@MatthiasM: Heißluftballon? Nee!

Mich mit heißer Luft in gehobene Positionen zu bringen ist eigentlich nicht meine Art :-)

Die Bilder hab ich 2006 aus einer Alouette geknipst. Das Teil rechts unten ist die linke Kufe vom Helikopter.

Der Schacht 245 grenzte im Norden an das Schachtfeld Niederschlag III und stellte übrigens zeitweise ein eigenständiges Schachtfeld dar.
Interessant und noch wenig bekannt ist, dass Ende des Jahres 1950 (nach der faktischen Angliederung des Objekts 04 Annaberg an das Objekt 07 Bärenstein) das Schachtfeld Nr. 245 etwa 2/3 der industriellen Erzvorräte beider Lagerstätten aufweisen konnte. Das Schachtfeld 245 (oder dessen Stockwerksvererzungen) waren möglicherweise der Grund, warum nicht zu diesem Zeitpunkt schon das gesamte Objekt 07 / 111 in Frage gestellt wurde.
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von geophys » Mi. 12. Mär 08 18:19

sehmataler hat geschrieben: ... in gehobener Position ...
... bist du nicht mal über Annaberg in die Luft gegangen?
Zuletzt geändert von geophys am Do. 13. Mär 08 18:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von sehmataler » Mi. 12. Mär 08 23:10

Ach so, darauf willst Du hinaus --->
So ein Tiefflug über Buchholz im Niveau der Tafelhaldenoberfläche macht die Haldenentwicklung vom Schacht 116 ziemlich gut sichtbar. Man kann schon an ihrer Form zwei verschiedene Tafelhalden unterscheiden.
< Bild und Kommentar sind auf Seite 1 verschoben >
Zuletzt geändert von sehmataler am So. 23. Mär 08 13:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von EnoM » Do. 13. Mär 08 15:35

Danke, Sehmataler du bereicherst mit solchen Bildern diesen Thread.

Wir haben hier im Forum alles vertreten, Elektriker, Flieger und auch Eisenbahner und daher kann ich den Hinweis geben, das im Buch "Fichtelbergbahn - Auf schmaler Spur von Cranzahl nach Kurort Oberwiesenthal " mehrere Bilder von Schachtanlagen des Bärensteiner/Niederschlager Bereichs vorhanden sind, wie z.B. die Halden der Schächte 282, 34, 111, 34bis, 133 und das Fördergerüst des Schachtes Neudorf Nord. Die Halde von Schacht 245 (siehe oben) als schon fast klassisches Fotoobjekt fehlt auch nicht, diese aber aus der heutigen Zeit.
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von geophys » Do. 13. Mär 08 18:45

@sehmataler
Ja, du verstehst mich. Aber wie bekomme ich dieses geniale Bild hoch in den ersten Eintrag? -> zu spät, jetzt isses oben :mussweg:
@enoM
Darf ich deinen Literaturhinweis hochkopieren? Benötige noch den Autor!
Zuletzt geändert von geophys am Sa. 15. Mär 08 21:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von EnoM » Do. 13. Mär 08 19:50

Der Autor ist Andreas W. Petrak, erschienen ists im Bildverlag Thomas Böttger.
Kopier nur.
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von geophys » Sa. 15. Mär 08 19:43

Habe meinen / unseren ersten Beitrag etwas überarbeitet. Ich hoffe, es gefällt. Testet bitte die Hyperlinks. Mit meinem Mozilla Firefox funktionieren die. Was sagt die Internet - Explodierer - Fraktion?
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von Falafel » Sa. 15. Mär 08 20:17

Auch wenn ich von der "Wismut" kaum mehr weiß, als daß es ohne "Y" geschieben wird (ist halt nicht "mein" Gebiet :wink: ), möchte ich doch zu diesem Thread und den Ergebnissen gratulieren. So stelle ich mir montanhistorische Forschung vor! Ein wohltuendes Beispiel bei dem vielen anderem Gelaber :meister:
Weiter So!

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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von geophys » Sa. 15. Mär 08 21:20

Falafel hat geschrieben: Ein wohltuendes Beispiel
Danke, ... geht runter wie Öl. :o
Zuletzt geändert von geophys am Di. 18. Mär 08 4:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von geophys » Di. 18. Mär 08 4:23

Ich hoffe, du schaust öfter mal rein, denn wir sind ja erst am Anfang.
Habe den gesamten ersten Abschnitt nochmal komplett überarbeitet. Man findet immer wieder etwas, was geändert werden müsste oder jetzt so nicht mehr passt. Besonderer Dank gilt den beiden Mitstreitern, die sich immer wieder beteiligen oder eigene Beiträge einbringen. Man beachte die Verfasser - Hinweisen in den Absätzen.
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von sehmataler » Mi. 19. Mär 08 13:33

Na ja, ein paar allgemeine Übersichtsdaten dürften nicht schaden. Also denn:

Räumliche Gliederung des Objekts Nr. 4 in den Jahren 1947-1949

< Beitrag wurde auf die erste Seite des Threads verschoben >
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von geophys » Di. 25. Mär 08 16:10

Ergänzungen zu Uranus-Schächte ( siehe erster Beitrag )
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von EnoM » Mi. 26. Mär 08 14:47

Du hast für dich keine Erklärung zur Anlage des Uranus III, vielleicht wars so:
Die beiden anderen Uranusschächte waren tonnlägig, sind daher für einen "moderneren" Förderbetrieb nicht ausgelegt. Da, wie ja bekannt der Erzplan erfüllt werden musste, wurden andere Varianten in Betracht gezogen.
Die Belastungen der Schachtröhre während eines 3-schichtigen Betriebes sind immens, so das sicherlich ein unveritzter Bereich ohne geologische Schwächezonen besser geeignet wäre. Die Alten teuften meist im Gang, was im neuzeitlicheren Bergbau erstmal nicht Priorität haben muss!
Beispiele gibts im erzgebirgischen genug. Siehe auch in Marienberg die Teufe der 139, man hätte auch den alten Tagesschacht von Vater Abraham nehmen können......
In Schneeberg beim Schindler wars ähnlich.
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von geophys » Mi. 26. Mär 08 15:42

Hmm, aber warum dann das Ding nicht gleich bis auf alle Sohlen durchgetrommelt. Hab mir mal das Luftbild genauer angesehen. Große Möglichkeiten zur Förderung gab es nicht. Zumal man sich auch einen "ordentlichen" Hang ausgesucht hatte. Etwas mehr davon wäre dann wohl die "Eiger" Nordwand. Die Tafelhalde lässt eigentlich nur auf eine Aufsattelung für das Fördergerüst schließen. Richtig Straßen und andere Peripherie findet man dort nicht. Aber vielleicht hat auch einer der "Sowjetischen Oberen" eine der Villen da bezogen und man hatte dann ein Einsehen. Alles ist möglich.
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von geophys » Do. 27. Mär 08 8:41

Mehr zu den Wismut - Begleit - Einrichtungen in der Stadt [ lest den ersten Beitrag dieses Threades ].
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Re: Wismut - Bergbau in und um Annaberg - Buchholz

Beitrag von sehmataler » Fr. 28. Mär 08 23:05

Hallo geophys,
deine Ausführungen zu den Schächten 29 und 29bis auf Seite 1 sind zwar noch in Bearbeitung, aber trotzdem mal vorab ein obligatorisches Luftbild von den Anlagen des Schachtes Nr. 29 am Schreckenberg.
Dateianhänge
sct29_0205.jpg
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